Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Domradio-Überschrift: „Deutsche Bischöfinnen tragen Violett – Als Geistliche erkennbar sein“

8. September 2022 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ist beim Kölner Domradio der Wunsch der Vater des Gedankens? – Und was soll der eigenartige Untertitel: „Pretty in Pink oder Lila“? – Facebook-Leserreaktionen durchleuchten den Domradio-Beitrag - Kommentar von Petra Lorleberg


Köln (kath.net/pl) Schon sehr „pretty“, diese Damen „in Pink oder Lila“, nicht wahr? Zumindest leitet das Kölner „Domradio“ die Gedanken der Leser schon gleich im Untertitel in diese Richtung. Man erkläre mir bitte nicht, dass für das „pretty“ ausschließlich die wenig einfallsreiche Alliteration und der abgeschmackt-„moderne“ Anglizismus verantwortlich seien. Vielmehr kann man lernen: Frauen als Bischöfe müssen zumindest eines:sie müssen versuchen gut aussehen. Und ist es wirklich berichtenswert, dass sich eine der evangelischen Landesbischöfinnen gemäß Zitat des Evangelischen Pressedienstes über die Komplimente freut, die sie dafür bekommt? Oder dürfen wir uns erlauben zu fragen, ob das einen sexistischen Einschlag hat?

Und noch ein Gedanke zur „Domradio“-Titelgestaltung: Die Überschrift „Deutsche Bischöfinnen“ in einem katholischen Portal, da wird wohl etwas behauptet, was es nicht gibt: deutsche katholische Bischöfinnen. Ist hier der Wunsch der Vater des Gedankens? Korrekt hätte es heißen müssen: „Deutsche evangelische Bischöfinnen tragen Violett“. Oder auch „deutsche Landesbischöfinnen tragen…“. Wobei auch die Kennzeichnung „deutsch“ eigenartig wirkt. Was sind „deutsche“ Bischöfinnen? Keine evangelischen Bischöfinnen,, sondern wirklich „DEUTSCHE“ (Staatskirchen-)Bischöfinnen?


Das „Domradio“ schildert weiter, Zitat: „Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber, hat sich ebenfalls für ein lilafarbenes Collarhemd zum schwarzen Kostüm entschieden. Für sie ist es auch eine Genderfrage, wie sie sagt. ‚Ich möchte gerade in der Ökumene bei meinen männlichen Bischofs-Kollegen von der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche deutlich machen, dass ich die gleichrangige Position innehabe.‘ Sie will damit auch andere Frauen ermutigen, ein Leitungsamt in ihrer jeweiligen Kirche anzustreben.“ Man kann diese Darstellung des „Domradio“ wohl kaum mehr nur als „verhülltes“ Werben für Frauen im katholischen Bischofsamt beschreiben. Und DAS ist dann etwas anderes als die selbstverständliche Achtung vor Leitungspersönlichkeiten/Verantwortungsträgern einer anderen Konfession.

Viel kommentiert wird der Beitrag auf dem Facebookauftritt des „Domradio“. Neben Zustimmung kommt auch Kritik:
-    „Was hat sowas auf einem katholischem Portal zu suchen? Es gibt keine weibliche Bischöfe. Das kann nur eine Grund haben: Propaganda um die Katholische Kirche zu protestantisieren.“
-    Eine Frau kommentiert: „Wird die Kirche jetzt auch noch zum Laufsteg?“
-    „Der Nachfolger von Kardinal Woelki hat hoffentlich die Führungsstärke, dem Treiben der Redaktion ein Ende zu setzen.“
-    „Domradio setzt mit diesen Nachrichten schon eigenartige Akzente…“
-    „Warum berichtet das Domradio darüber?“
-    „Violette und rote Talare tragen natürlich auch hohe Richter und Professoren. Früher auch die Kurfürsten. Aber nie privat. Evangelische die diese Farben tragen wollen, heben sich damit bewusst vom restlichen Kirchenvolk ab und signalisieren Hierarchie, die es eigentlich nicht geben sollte. Es ist auch nicht wirklich chic sondern wirkt eher künstlich. Für offizielle Anlässe empfehle ich der Bischöfin ein schwarzes Kostüm mit weißem Kragen und Brustkreuz. Das ist seriös.“

Foto des Artikels zur Dokumentation © Domradio/Evangelischer Pressedienst(Foto der Bischöfinnen)/Screenshot

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz