Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Kuba: Bischöfe kritisieren Gender-Ideologie, Leihmutterschaft, Geschlechtsänderungen Minderjähriger

20. September 2022 in Familie, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kubanische Bischöfe: "Es ist für die kubanische Familie nicht von Vorteil, die Kriterien der so genannten 'Gender-Ideologie' anzuwenden, die die Grundlage vieler Vorschläge ist" – Ehe zwischen einem Mann und einer Frau kann nicht ersetzt werden


Havanna (kath.net/Päpstliche Missionswerke Fides) Am Sonntag, den 25. September, findet in Kuba das Referendum über das neue "Familienrecht" statt, das am Ende eines langen Prozesses der Ausarbeitung steht. Die Nationalversammlung hat den neuen Rechtskodex in den Rang eines Gesetzes erhoben, das bereits im Amtsblatt veröffentlicht wurde, und am 25. September Gegenstand einer Volksbefragung sein wird. Bei einer Mehrheit der „Ja“-Stimmen tritt das Gesetz am darauffolgenden Tag in Kraft; im Falle eine Überzahl der „Nein“-Stimmen bleibt der geltende Kodex von 1975 in Kraft.

Aus diesem Anlass bekräftigten die kubanischen Bischöfe die diesbezüglichen Kriterien und Leitlinien der katholischen Kirche, die bereits unter anderen Umständen zum Ausdruck gebracht wurden. Als positive Elemente des Textes betrachten sie insbesondere die Entschlossenheit, Gewalt in der Familie zu verurteilen, die Identifizierung und den Schutz der Rechte der Großeltern sowie die Regelung der Betreuung älterer, behinderter und schutzbedürftiger Menschen. Konsens besteht auch über die Einhaltung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes, insbesondere im Bereich der Begleitung von Personen in schwierigen Situationen oder von Schwangeren.


Die Bischöfe weisen aber auch auf Aspekte des Kodex hin, die ihrer Meinung nach nicht mit den Prinzipien, Werten und religiösen Überzeugungen des kubanischen Volkes übereinstimmen. "Es ist für die kubanische Familie nicht von Vorteil, die Kriterien der so genannten 'Gender-Ideologie' anzuwenden, die die Grundlage vieler Vorschläge ist", schreiben die Bischöfe dazu in ihrer Botschaft.

Abgelehnt wird auch die Möglichkeit, dass Minderjährige ohne elterliche Zustimmung Entscheidungen treffen können, die irreversible klinische und chirurgische Verfahren betreffen, die existenzielle oder identitätsbezogene Situationen beeinflussen, auf die sie nicht vorbereitet sind. Weitere kritische Punkte, die von den Bischöfen angemerkt wurden, betreffen die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Eltern, Techniken der künstlichen Befruchtung für gleichgeschlechtliche Paare und die postmortale In-vitro-Fertilisation. Auch die so genannte "Leihmutterschaft", bei der eine Frau, die ihr Kind neun Monate lang austrägt, es zum Zeitpunkt der Geburt an andere Personen übergibt, wird nicht als ethisch vertretbar angesehen."

Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, die die natürliche Grundlage der Familie ist, kann nicht ersetzt oder entstellt werden, um anderen rechtlich konstruierten Formen Platz zu machen", bekräftigen die Bischöfe, die sich auf den ursprünglichen Plan des Schöpfers berufen, der im Buch Genesis beschrieben ist: "Diese offenbarte Wahrheit stützt den Glauben aller Christen“." Wir sind enttäuscht, dass diese und andere Vorschläge, die von der Gesellschaft in Frage gestellt werden, in dem Gesetz, das jetzt zur Volksabstimmung vorgelegt wird, intakt bleiben", schreiben die Bischöfe und betonen, dass die offizielle Kampagne, die den vorgeschlagenen Text als geeignet darstellt, alle verfügbaren Medien genutzt hat, während für eine informierte Abstimmung "eine Vielzahl von Informationen notwendig ist, damit die Bürger ihre eigene Entscheidung treffen können“. „Informationen, die in eine Richtung fließen, ohne andere Gegengewichte“, so die Bischöfe „wirken als konditionierender Faktor, und die daraus resultierende Abstimmung wird notwendigerweise und unvermeidlich einen konditionierten Willen zum Ausdruck bringen".

Die Bischöfe appellieren "an das Gewissen und die Verantwortung aller Kubaner, ob gläubig oder nicht", damit sie bei der Abstimmung daran denken, was ihnen ihr Gewissen, ihr Glaube, ihre Überzeugungen und Grundsätze gebieten, "und dabei nicht nur an die gegenwärtigen, sondern auch an die künftigen Generationen und an das geistige und materielle Wohl aller Kubaner denken". Schließlich bitten sie um die Fürsprache der Gottesmutter, damit wir, "erleuchtet vom Heiligen Geist, die beste Entscheidung für die Gegenwart und die Zukunft der Kinder dieser Nation treffen können".


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 20. September 2022 
 

Ablehnen und dann neu aushandeln

"Das gute aber behaltet". In Kuba sind die katholischen Bischöfe offenbar noch katholisch. Leider ist das keine Selbstverständlichkeit mehr...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz