Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. ZDF hasst Katholiken
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Bischof: Ukrainer bereit, für die Freiheit mit dem Leben zu zahlen

31. Oktober 2022 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ukrainisch-katholischer Bischof Bohdan Dyzurakh leitete Wiener Stadtwallfahrt der Redemptoristen - Keine Anzeichen für Friedensbereitschaft Russlands


Wien/Kiew  (kath.net/KAP) Trotz der dramatischen Lage bewahrt das ukrainische Volk Hoffnung und zeigt Mut und Entschlossenheit in der Verteidigung der eigenen Freiheit und einer würdigen Zukunft für die nächsten Generationen. Das betont der ukrainisch griechisch-katholische Bischof Bohdan Dyzurakh in einem auf der Website der Wiener Redemptoristen veröffentlichten Interview. "Die Ukrainerinnen und Ukrainer zeigen sich bereit, für Freiheit, Gerechtigkeit und Würde den höchsten Preis des eigenen Lebens zu zahlen", so der Bischof wörtlich.

Anzeichen für einen baldigen Frieden sieht er nicht. Bischof Dyzurakh, Exarch der Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, leitete am 27. Oktober die traditionelle Stadtwallfahrt in der Marienkirche der Redemptoristen in Wien-Hernals. Er gehört selbst dem Redemptoristenorden an. Dyzurakh wurde am 28. Oktober zum Vorsitzenden der Kommission für soziale Seelsorge im Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gewählt. In den von den russischen Besatzern befreiten Gebieten sei die Not besonders groß, so der Bischof.


Es fehle vor allem an Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und Energie. "Wir stehen vor dem schwierigsten Winter nach dem Zweiten Weltkrieg, weil Russland ganz gezielt und systematisch zivile Infrastruktur zerstört, um das Funktionieren der ukrainischen Wirtschaft zu verhindern und die Menschen in den kommenden Monaten erfrieren zu lassen." Das Agieren Russlands zeige Kennzeichen eines Völkermordes, so der Bischof weiter. Putins Regime zeige derzeit nicht die geringsten Anzeichen, dass es seine Aggression beenden will.

Putin werde eher jedes Angebot zu Verhandlungen dazu nützen, seine bisherigen Eroberungen auf dem ukrainischen Territorium zu legitimieren und gleich danach eigene Armee und eigene Bevölkerung auf eine weitere Eskalation vorzubereiten, zeigte sich Dyzurakh überzeugt. Einen Vorwand werde der russische Staatschef leicht finden. Die "Naivität westlicher Politiker und ihre Versuche, den Diktator zu befrieden" würde die Ukraine derzeit unglaublich viel kosten, mahnte der Bischof. Vor Verhandlungen müsse man dem Aggressor unmissverständlich klarmachen, dass eine infrage gestellte internationalen Ordnung oder die Verletzung grundlegender Rechte der Völker nicht geduldet werden.

Dyzurakh dankte ausdrücklich für die große Hilfe aus Österreich, auch von den Redemptoristen in Wien, sowie die bewundernswerte Solidarität aus dem Westen. Er erinnerte an ein Wort von Papst Johannes Paul II. (1978-2005), welches auch heute noch Gültigkeit hat: "Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit". Und er fügte hinzu: "Wir beten für die Leidenden, die Betroffenen, aber auch für die Angreifer - um Gottes Erbarmen und Gottes Segen für uns alle." Der Bischof benannte im Interview zudem eine weitere große Herausforderung, die auf die Kirche zukommt: "Auf der menschlichen und persönlichen Ebene werden wir uns in den kommenden Monaten und Jahren mit der Überwindung der tiefen seelischen Traumata beschäftigen müssen."

Die Redemptoristen in Wien haben - zusammen mit der Marienpfarre und dem Klemens-Hofbauer-Komitee - seit Februar 2022 zahlreiche Spendenaktionen für die Redemptoristen in der Ukraine organisiert und auch Lebensmitteltransporte durchgeführt. Für zahlreiche ukrainische Flüchtlinge wurden in Wien Wohnungen organisiert. Die Hilfsaktion läuft weiter. (Infos: www.redemptoristen.at)

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  13. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  14. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz