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Durch das Holz des Kreuzes brachte er uns die Früchte des Heils

vor 6 Tagen in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus: wir haben keinen unbekannten Gott, der da oben im Himmel ist, mächtig und weit weg. Machen wir uns die Hände schmutzig, wie unser an das Holz genagelter Gott? Hier ist unser König!


Rom (kath.net) Gestern Morgen verließ Papst Franziskus den Vatikan mit dem Hubschrauber in Richtung Asti, um anlässlich des 90. Geburtstages einer Cousine Familienmitglieder zu treffen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchte der Papst am Nachmittag ein Altenheim und traf danach Delia Gai, eine weitere entfernte Verwandte. „Vatican News“ berichtete über die Ankunft von Franziskus im Piemont unter dem „denkwürdigen“ Titel „Friede, Freude, Geburtstagskuchen“. Die Messe in der Kathedrale von Asti ist der einzige öffentliche Termin des sonst ausdrücklich privaten Besuchs.

Die Eltern des Papstes stammen aus der Region Piemont und waren vor rund 90 Jahren von dort nach Argentinien ausgewandert. Zu seinen Cousinen in Norditalien hielt der spätere Papst auch in seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires regelmäßig Kontakt.

Am Sonntag um 11.00 Uhr, dem Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, König des Universums, stand der Papst der Messe in der Kathedrale von Asti vor, um der Diözesangemeinschaft zu begegnen, aus der seine Eltern nach Argentinien ausgewandert waren, sowie die Jugendlichen, die aus der ganzen Region anlässlich des XXXVII. Weltjugendtages, der an diesem Tag auf lokaler Ebene begangen wird, zu treffen.

Am Ende der Eucharistiefeier betete Franziskus mit den Gläubigen und Pilgern den Angelus. Am Nachmittag wird er mit dem Auto zum städtischen Stadion Censin Bosia in Asti, von wo aus er gegen 16 Uhr in den Vatikan zurückkehren wird.

„Aus diesem Land ist mein Vater nach Argentinien ausgewandert“, so der Papst in seiner Predigt, „und in dieses Land, das durch die guten Produkte des Bodens und vor allem durch den echten Fleiß der Menschen wertvoll geworden ist, bin ich gekommen, um den Geschmack meiner Wurzeln wiederentdecken. Doch heute ist es wieder das Evangelium, das uns zu den Wurzeln des Glaubens zurückführt. Sie sind in der trockenen Erde von Golgatha zu finden, wo der Same Jesu durch sein Sterben die Hoffnung zum Keimen brachte: gepflanzt im Herzen der Erde, öffnete er uns den Weg zum Himmel. Durch seinen Tod schenkte er uns das ewige Leben. Durch das Holz des Kreuzes brachte er uns die Früchte des Heils. Schauen wir also auf Ihn, auf den Gekreuzigten“.

„Nur wenn wir uns in seine Umarmung begeben“, so der Papst, „verstehen wir: wir verstehen, dass Gott so weit gegangen ist, bis zum Paradox des Kreuzes, um uns alle zu umarmen, auch das, was ihm am fernsten war: unseren Tod, unseren Schmerz, unsere Armut, unsere Zerbrechlichkeit. Er hat sich zum Knecht machen lassen, damit sich jeder von uns als Sohn fühlen kann; er hat sich beschimpfen und verspotten lassen, damit in jeder Erniedrigung keiner von uns allein ist; er hat sich entkleiden lassen, damit sich niemand seiner Würde beraubt fühlt; er hat das Kreuz bestiegen, damit in jedem Gekreuzigten der Geschichte die Gegenwart Gottes ist. Hier ist unser König, der König des Universums, denn er hat die äußersten Grenzen des Menschlichen überschritten, er ist in die schwarzen Löcher des Hasses und der Verlassenheit eingedrungen, um jedes Leben zu erleuchten und jede Realität zu umarmen. Brüder, Schwestern, das ist der König, den wir feiern! Und die Frage, die man sich stellen muss, lautet: ist dieser König des Universums der König meiner Existenz? Wie kann ich ihn als Herrn aller Dinge feiern, wenn er nicht auch der Herr meines Lebens wird?“.

„Brüder, Schwestern“, so Franziskus weiter, „stellen wir uns oft vor den Gekreuzigten und lassen wir uns lieben, denn diese ‚brasa aduerte’ öffnen uns auch das Paradies, wie dem ‚guten Schächer“. Hören wir den Satz, der an uns gerichtet ist, den einzigen, den Jesus heute vom Kreuz aus sagt: ‚Mit mir wirst du im Paradies sein“ (Lk 23,43). Das ist es, was Gott uns jedes Mal sagen will, wenn wir uns von ihm anschauen lassen. Und dann verstehen wir, dass wir keinen unbekannten Gott haben, der da oben im Himmel ist, mächtig und weit weg, sondern einen Gott, der nahe ist, zärtlich und barmherzig, dessen offene Arme trösten und liebkosen. Hier ist unser König!“.

Das Evangelium spreche für uns vom guten Schächer, um uns einzuladen, das Böse zu überwinden, indem wir aufhören, Zuschauer zu sein: „wo soll man anfangen? Aus dem Vertrauen, aus dem Anrufen Gottes beim Namen, wie es der gute Schächer tat, der am Ende seines Lebens das mutige Vertrauen der Kinder wiederfindet, die vertrauen, fragen, beharren. Und im Vertrauen gesteht er seine Fehler ein, er weint, aber nicht über sich selbst, sondern vor dem Herrn. Und wir, haben wir dieses Vertrauen, bringen wir das, was wir in uns tragen, zu Jesus, oder verkleiden wir uns vor Gott, vielleicht mit ein wenig Heiligkeit und Weihrauch? Wer sich im Vertrauen übt, lernt die Fürbitte, lernt, das, was er sieht, die Leiden der Welt, die Menschen, denen er begegnet, zu Gott zu bringen, um ihm wie der gute Schächer zu sagen: Gedenke, Herr! Wir sind nicht nur auf der Welt, um uns selbst zu retten, sondern um unsere Brüder und Schwestern in die Umarmung des Königs zu bringen. Die Fürbitte, das Gedenken an den Herrn, öffnet die Pforten des Himmels. Aber legen wir, wenn wir beten, auch Fürsprache ein?“.

Heute schaue uns unser König vom Kreuz herab mit „brasa aduerte“ an: „es liegt an uns, ob wir Zuschauer oder Beteiligte sein wollen. Wir sehen die Krisen von heute, den Rückgang des Glaubens, den Mangel an Beteiligung.... Was sollen wir tun? Theoretisieren und kritisieren wir nur, oder krempeln wir die Ärmel hoch, nehmen wir das Leben selbst in die Hand, gehen wir von den ‚Wenns’ der Ausreden zu den ‚Ja’ von Gebet und Dienst über? Wir alle glauben zu wissen, was in der Gesellschaft, in der Welt und sogar in der Kirche falsch läuft, aber tun wir auch etwas dagegen? Machen wir uns die Hände schmutzig, wie unser an das Holz genagelter Gott, oder stehen wir mit den Händen in den Taschen da und schauen zu? Heute, da Jesus, nackt am Kreuz, jeden Schleier über Gott entfernt und jedes falsche Bild von seinem Königtum zerstört, lasst uns auf ihn schauen, um den Mut zu finden, uns selbst zu betrachten, den Weg des Vertrauens und der Fürbitte zu gehen, uns zu Dienern zu machen, um mit ihm zu herrschen“.

 


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