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EKD-Mißbrauchskandal - und kein Aufschrei

22. Dezember 2022 in Deutschland, 25 Lesermeinungen
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EKD und Landeskirche Berlin-Brandenburg antworten auf kath.net-Presseanfrage – Die Vorwürfe des Zwischenberichts an evangelische Strukturen und Einrichtungen werden in vielen Medienberichten nicht genannt!


Berlin (kath.net) Im Zwischenbericht der Universität Hildesheim „Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe – Aufarbeitung des organisationalen Verfahrens und Verantwortung des Berliner Landesjugendamtes“ finden sich aussageschwere Sätze nach der Zusammenfassung von Opferberichten: „Erzählungen wie diese machen deutlich, dass das Anliegen der Aufarbeitung nicht reduzierbar ist auf die Betrachtung von Kinder- und Jugendhilfestrukturen. Es wird deutlich, dass jene Netzwerke in Strukturen der evangelischen Kirche, u. a auch in Strukturen von Bildungseinrichtungen, hineinreichen und diese Stränge nicht losgelöst voneinander betrachtet werden können.“ „Die Hinweise der betroffenen Person im Interview“ bezögen sich dabei nicht nur auf eine evangelische Kirchengemeinde, „sondern gehen darüber hinaus“ (siehe kath.net-Artikel mit Link zum Zwischenbericht).

kath.net stellte daraufhin Presseanfrage an die Evangelischen Kirche in Deutschland, an die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg und an die Evangelische Landeskirche in Württemberg (die Württembergische Landeskirche wurde von uns zu Unrecht angefragt, wie sich in der Antwort herausstellte). Wir danken für die Antworten und dokumentieren sie im Wortlaut:

Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) antwortete eine Sprecherin: „In den 1960er bis 1990er Jahren trugen Personen wie Helmut Kentler sowie andere im Rahmen von reform- und sexualpädagogischen Diskursen zur Verharmlosung von Pädosexualität bei. Diese Diskurse wurden auch im Raum der evangelischen Kirche rezipiert und Diskursräume bereitgestellt. Die evangelische Kirche hat diese Problematik im Blick. Die EKD, die Landeskirchen und das Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt haben bereits über weitere Schritte beraten. Die Verharmlosung von Pädosexualität in evangelischen Diskursen durch entsprechende Personen ist Teil der institutionellen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt der evangelischen Kirche und der Diakonie. Aufarbeitung von und wirksamer Schutz vor sexualisierter Gewalt haben für die evangelische Kirche und ihre Diakonie Priorität. Wirksame Maßnahmen zur Prävention, Intervention, Aufarbeitung und Hilfe sind eine zentrale, bleibende Aufgabe für die EKD und für die 20 Landeskirchen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ekd.de/missbrauch“


Für die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg antwortete die Pressereferentin Charlotte von Kielmansegg: „Uns liegen keine Vorwürfe dieser Art vor. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: https://www.ekbo.de/service/hilfe-bei-missbrauch-und-missbrauchsverdacht/anerkennungskommission.html – Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat eine Anerkennungskommission zur Unterstützung für Betroffene von sexueller Gewalt und zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt eingerichtet. Wir unterstützen jegliche wissenschaftliche Aufarbeitung und sind an den Ergebnissen interessiert. Jederzeit können sich Betroffene an die Anerkennungskommission wenden und um Unterstützung bitten.“

Für die Evangelische Landeskirche in Württemberg antwortet der Sprecher der Landeskirche, Kirchenrat Dan Peter: „Selbstverständlich haben wir von den Vorwürfen gegenüber Helmut Kentler und seinen vielfältigen Vernetzungen quer durch Deutschland gelesen und gehört. Aber uns ist bis dato keine Beziehung zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg bekannt. Kann es sein, dass Sie aufgrund der Namensähnlichkeit einer Verwechslung erlegen sind? Martin Bonhoeffer, nicht der Evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer(1906-1945), ist Namensgeber der (reformpädagogischen) Einrichtung in Tübingen, die inzwischen kit jugendhilfe heißt. https://www.kit-jugendhilfe.de/einrichtung/martin-bonhoeffer-in-der-kritik - [Zitat ebenda:] Nach langer Krankheit und Tod von Martin Bonhoeffer, der von 1976 an Leiter der Einrichtung war, wurde diese 1991 in „Martin-Bonhoeffer-Häuser“ umbenannt. Nach wiederholt kritischen Anfragen an die Person Martin Bonhoeffers hinsichtlich seines Wirkens im Kontext der Missbrauchsskandale an der Odenwaldschule fand eine aktive Auseinandersetzung im Verein statt. In Folge hat die Mitgliederversammlung im Jahr 2019 beschlossen, den Namen abzulegen. Seit 1.10.2020 trägt die Einrichtung den Namen kit jugendhilfe. – Aber vielleicht irren wir und es gibt doch evangelische Bezüge. Dann bitten wir um Hinweise oder Aufklärung.“

Das Rauschen im Blätterwald über den aufschlussreichen Zwischenbericht der Uni Hildesheim blieb übrigens bequem überschaubar, die Rolle der (ausschließlich!) evangelischen Kirche allzu gern nicht benannt, siehe beispielhaft den Bericht in der „Süddeutschen Zeitung“: „Kriminalität – Berlin:Kentler-Missbrauchskandal: Studie bringt neue Erkenntnisse“ (Link zur SZ). Es stellt sich hier – übrigens nicht zum ersten Mal – die Frage, ob „katholischer Missbrauch“ mit deutlich strengerem Maßstab gemessen und medial gejagt wird als „evangelischer Missbrauch“, mit besonderer Steigerung bei lehramtstreuen katholischen Bischöfen (der Kölner Kardinal Rainer Woelki wird deutlich mehr gejagt als der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, obwohl sich ausgerechnet gegen Bode die Vorwürfe stapeln).

Abschließend unser Praxistipp an „wohlmeinende“ Journalistenkollegen: Falls Sie doch nicht umhinkommen sollten, über die  schwerwiegenden Vorwürfe des Zwischenberichts an evangelische Einrichtungen zu berichten, dann können Sie statt „Strukturen der evangelischen Kirche“ einfach auch nur „kirchliche Strukturen“ schreiben. Der brave, breit vor-„informierte“ Leser wird bereitwilligst „katholische“ Strukturen assoziieren.


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Lesermeinungen

 Hängematte 24. Dezember 2022 
 

@Motte

Lieber Motte, ich schätez Ihre Beiträge sehr. Wenn ich nicht schnell geantwortet hätte, wäre ich einfach nicht mehr dazugekommen.
Ebenfalls ein gnadenvolles Weihnachtsfest.


0
 
 Ulrich Motte 24. Dezember 2022 
 

Hängematte: Die offizielle katholische Lehre

über Kirche kenne ich wie auch die Debatte darum in dieser Kirche/Konfession,auch unter Theologen dort, allein schon zum Wort "Subsistit". Mir ging es "nur" darum, mögliche Mißverständnise bzgl. des üblichen ev. Kirchenbegriffs auszuräumen: Frohe Weihnachten!


0
 
 Hängematte 24. Dezember 2022 
 

@Motte - 2.Teil

und auf der anderen Seite, »dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind«,55 nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen.56 Bezüglich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ist festzuhalten, dass »deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet«.57


2
 
 Hängematte 24. Dezember 2022 
 

@Motte: Die Antwort ist in "Dominos Iesus" Nr. 16 aus dem Jahr 2000

Die Gläubigen sind angehalten zu bekennen, dass es eine geschichtliche, in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität zwischen der von Christus gestifteten und der katholischen Kirche gibt: »Dies ist die einzige Kirche Christi... Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (vgl. Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut (vgl. Mt 28,18ff.), für immer hat er sie als die Säule und das Fundament der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) errichtet. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht [subsistit in] in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird«.54 Mit dem Ausdruck »subsistit in« wollte das Zweite Vatikanische Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht,


3
 
 Ulrich Motte 23. Dezember 2022 
 

Hängematte - Was ist Kirche?

Der übliche gesamtevangelische Kirchenbegriff ist, daß die Kirche die alleinige Schöpfung Christi (und nicht von Menschen) ist und die Kirche die Gesamtheit aller wahren Christen in allen Konfessionen ist und nicht unbedingt identisch mit einzelnen kirchlichen Organisationen.


0
 
 chorbisch 23. Dezember 2022 
 

@ Chris2

Wo sehen Sie da einen Zusammenhang? Warum sollte eine Kirchenordnung, die 1918 untergegangen ist, heute Einfluß auf den Umgang mit sexuellem Mißbrauch haben?

Auch zum Verhalten der Kirche in der NS-Zeit sehe ich hier keinen Zusammenhang, außer, daß der Schock der Nachgeborenen über dieses Verhalten sicher großen Anteil am Linksschwenk der EKD seit den 60er Jahren hat.
Ursache für die hohen Stimmenanteile der Nazis in Ostpreußen sind wohl auch die dort besonders üblen wirtschaftlichen Verhältnisse infolge der Trennung vom übrigen Deutschland durch den Korridor gewesen. Da wurde Hitler mit seinen Versprechungen als "Retter" gesehen.

Der Staat hat die "Ehe für Alle" erlaubt und sieht Homosexualität als etwas "Normales" an. Aber Pädophilie ist immer noch strafbar und es gibt genug Berichte, daß die Behörden dagegen vorgehen. Also nochmal: Wo ist der Zusammenhang?


0
 
 Chris2 23. Dezember 2022 
 

Warum auch sollten sie?

Die EKD ist längst bis zur Unkenntlichkeit entchristlicht und fast nur noch eine NGO unter vielen. Zeitgeist statt Heiliger Geist. Die Regierungsnähe gehörte von Anfang an systembedingt zur DNA von Luthers Gründung (Landesherr = Bischof). Augenfällig war sie auch bei der letzten freien Wahl vor der Machtübernahme durch die Parteigenossen Nationalsozialisten, sogar fast 1:1 bis in den allerletzten Wahlkreis hinein (vgl. z.B. den einzigen katholischen Wahlkreis in Ostpreußen).


3
 
 Zeitzeuge 23. Dezember 2022 
 

Erstaunlich, daß unsere Fachtheologen hier nicht in die "Exkursdebatte"

über die Ekklesiologie der kath. Kirche eingreifen!

Also verlinke ich unten den entsprechenden Traktat
des +FTh Joseph Schumacher für gläubige Katholiken.

Eigentlich stellt der Artikel aber ein ganz
anderes, trauriges Thema vor, dazu einige
Infos für daran Interessierte:

Bezahlartikel bei idea.de: Missbrauch bei
Evangelikalen häufiger als angenommen

domradio.de: In Amerika erreicht Missbrauchs-
debatte evangelikale Kirche

mit Hinweisen auf die entsprechende Initiative
Silence ist not spiritual mit eig. Website

und pastormontmc!

www.theologie-heute.de/DEMONSTRATIOCATHOLICATRAKTAT3ENDREDATION09.pdf


4
 
 ThomasR 23. Dezember 2022 
 

vielleicht kann sich an die Sache Maria Jepsen (Bischöfin ad)

inzwischen besser erinnern?

www.spiegel.de/panorama/justiz/staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-gegen-maria-jepsen-ein-a-855530.html


1
 
 Hängematte 22. Dezember 2022 
 

@Ulrich Motte

Der Kirchenbegriff ist ganz offensichtlich unterschiedlich gesehen in den protestantischen Konfessionen und der kath. Kirche: Nach ihrer Aussage sei die Kirche eine rein menschliche Organisation - wenn ich Sie richtig verstanden habe.
Die kath.Auffassung lt. der Konstitution "Lumen Gentium" 3;5 des 2.Vatikanischen Konzils:
"Als der Herr ist Christus auch der Haupt der Kirche, die sein Leib ist (Epheser.1,22) Obwohl in den Himmel aufgenommen und verherrlicht, da er seine Sendung voll erfüllt hat, bleibt er auf Erden in seiner Kirche. Die Erlösung ist die Quelle der Autorität, die Christus kraft des Heiligen Geistes über die Kirche ausübt (Eph.4,11-13). Die Kirche, das heißt das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi, ist Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden."


3
 
 Ulrich Motte 22. Dezember 2022 
 

Hängematte

Sie haben viel Recht! Christliche Kirche ist etwa sowenig genaue Übersetzung wie katholische Kirche: Allgemeine Kirche ist ganz wie Sie es andeuten die korrekte Übersetzung. Das Apostolische Glaubensbekenntis sagt kaum Falsches, viel Richtiges, erwähnt aber vieles Wichtige nicht, etwa Gottes Wort. Kirche heißt übersetzt "Die dem Herrn gehören". Es ist problematisch zu bekennen, an die zu glauben, denn das sind ja Menschen. Und Glaube an eine Organisation findet auch keine biblische Basis. Man kann selbstverständlich und sollte bejahen, daß Christus die Christenheit schuf.


1
 
 SpatzInDerHand 22. Dezember 2022 

@Hãngematte:

Wobei es durchaus Gründe gibt zu sagen, dass ein Schimmel weiß ist. Denn es gibt auch Schimmel in verschiedenen Farben, der Ausdruck "weißer Schimmel" taugt nicht für das, was Sie sagen wollten. Aber natürlich ist zu verstehen, was Sie meinen.


0
 
 Hängematte 22. Dezember 2022 
 

@[email protected] Motte

Das Große Glaubensbekenntnis, oder genannt Nicäno-Konstantinopolitanum betet "Ich glaube an die heilige katholische Kirche."
Dieses Glaubensbekenntnis gehört auch in der evangelischen Kirche zu den Grundtexten des Gottesdienstes (siehe Link unten). Katholisch bedeutet in diesem Fall "allgemein". Wenn jemand aber "christliche Kirche" betet - so ist ds wie der "weiße Schimmel". Kirche gibt es nämlich nur im Christentum und nicht in anderen Religionen.

de.wikipedia.org/wiki/Nicäno-Konstantinopolitanum


4
 
 Ulrich Motte 22. Dezember 2022 
 

Courger : Was ist Kirche?

Das ist sehr umstritten. Soweit ich weiß, bezeichnet etwa Dominus Jesus die Orthodoxen Kirchen als Kirchen, die evgl. Kirche wohl nur eingeschränkt. Der für die Ökumene damals im Vatikan verantwortliche Kardinal Kasper nannte das aber, soweit ich noch weiß, unglücklich. Das Wort Kyriakos, von dem sich das deutsche Wort Kirche ableitet, kommt in der Bibel gar nicht vor. Aber einige hier leiteten Kirche ab von dem griechischen Wort für die örtliche Gemeinde oder Versammlung. Kirche im Sinne einer weltweiten straff organsieten Organisation lääst sich zumindest aus der Bibel nur an den Haaren herbeigezogen ableiten. Sehr viele deutschsprachige konservative Gemeinden in der BRD nennen sich gerne "nur" Gemeinde, meiden das Wort Kirche. Alle dürften sich einig sein, daß sie nicht Kirche im katholischen Sinne sein wollen, ihre Nichtanerkennung durch "Rom" (oder Teile davon) als "Kirche" völlig egal ist..., sozusagen "Roms" Problem...


1
 
 chorbisch 22. Dezember 2022 
 

@ bibelfreund

Gibt es konkrete Hinweise, oder Beweise, daß Richard von Weizsäcker von den Verbrechen an der Odenwaldschule gewußt, und zu deren Vertuschung beigetragen hat?
Nur, daß er dort Elternsprecher war, reicht meiner Meinung nach nicht, den Stab über ihn zu brechen.
Ich erinnere daran, daß hier die Versuche, Papst Benedikt etwas anzuhängen, nur weil in seiner Amtszeit der berüchtigte "Priester H" in seine Diözese versetzt worden war, scharf zurückgewiesen wurden.
Daß die Medien und die Öffentlichkeit an die katholische Kirche schärfere Maßstäbe anlegt, könnte auch damit zu tun haben, daß deren Maßstäbe in Sachen Moral und Sitte zumindest offiziell strenger sind.
Auch die FAZ hat in der Vergangenheit kritisiert, da die EKD so tun konnte, als gebe es bei ihr keine Mißbrauchsfälle.
Und warum haben die "alternativen Medien" da nicht längst recherchiert, anstatt nur über "zweierlei Maß" zu jammern?


2
 
 Coburger 22. Dezember 2022 
 

@Ulrich Motte

Es gibt lediglich eine, von Christus Jesus selber gegründete Kirche: die des Petrus und der Apostel, die römisch-katholische.
Der Begriff Konfession ist irreführend, und gilt den Protestanten m.Er. als Deckmäntelchen für ihre Kirche Marke Eigenbau.


3
 
 bibelfreund 22. Dezember 2022 
 

Das Schweigen der Mütter

Der evang. Religionslehrer Andreas Späth hast wie kein anderer über diese protestantische Sauerei geforscht und publiziert. Er hat Kontakte zu Opfern, deren Leben durch diverse Weizsäcker-Jünger und dieses ganze EKD-Grünen-Spinnennetz zerstört wurde. Als er das Schweigen der Mütter ansprach, gab es eine. Aufschrei. Inzwischen ist selbst die linksliberale Süddeutsche Zeitung diesem Phänomen auf der Spur. Eine ganze Doppelseite war überschrieben mit den Worten: Das Schweigen der Mütter. In den Familien ist das das himmelschreiende Unrecht, das nicht aufgearbeitet ist: die Opfer hatten nicht nur unter den Tätern zu leiden, sondern viel schlimmer: die wissenden Mütter schwiegen zu dieser sauerei, die dann noch klerikal-politisch-wissenschaftlich verharmlost wurde als Befreiung der Sexualität.


6
 
 Ulrich Motte 22. Dezember 2022 
 

No guilt by association

heißt ein englisches Sprichwort: Wer jemanden kennt, auch gut, ist nicht unbedingt mitschuldig an dessen Schandtaten: Wie viele Ehefrauen wissen nichts von den sexuellen Schandtaten ihrer Männer...


1
 
 lakota 22. Dezember 2022 
 

Richtig!

..."dann können Sie statt „Strukturen der evangelischen Kirche“ einfach auch nur „kirchliche Strukturen“ schreiben. Der brave, breit vorinformierte Leser wird bereitwilligst „katholische“ Strukturen assoziieren."

So ist es!
Wenn jemand von "Kirche" schreibt, denkt die große Mehrheit an die katholische Kirche.
Vielleicht bedeutet das ja auch, daß die EKD ect. als KIRCHE in der Gesellschaft kaum noch wahrgenommen wird, von ihren (wenigen) Äusserungen her eher als Ableger der Grünen.
Leider hechelt die RKK da hinterher.


5
 
 siebenbuerger 22. Dezember 2022 
 

Wundert mich nicht

Die EKD genießt doch unter den linken Journalisten-Soldaten im In-und Ausland ein hohes Ansehen. Ihre Jahrzehnte lange Anbiederung an den antichristlichen Zeitgeist hat sie das zu verdanken. Sie ist letztlich, zusammen mit den Staatskirchen Nordwesteuropas, das Modell dessen, was an "Kirche" in einem durch und durch atheistischen Staat wie der BRD, Holland, Schweden usw noch "erlaubt" ist. Der politische Atheismus wird ja immer mächtiger dort.
Die EKD hat ja alles übernatürliche, alles christliche ausgestoßen. Damit wurde sie auch zum Vorbild der neuen Deutsch-"katholiken" um Bätzing.
Übrigens weiß ich von einigen Bekannten in Deutschland, die protestantisch sind, dass es in der EKD sehr viele Missbrauchfälle gab, jedoch keinerlei Aufarbeitung. Es stecken wohl zu viele Mächtige mit im linken Sexual-Sumpf drin denke ich...


6
 
 Zeitzeuge 22. Dezember 2022 
 

Wenn ich sage, daß es diese Schandtaten a u c h z.B. im EKD-Bereich

gegeben hat, ist das kein "Aufrechnen" oder

"Herunterspielen" solcher schwer sündhaften

Untaten im Bereich der kath. Kirche.

Aber, wäre es nicht eine Frage der Gerechtigkeit,

wenn die Leitmedien über die anderen Bereiche

mit gleicher Intensität die Menschen informieren

würden?

Im Link ein Beispiel aus der EKD, wo vor nicht

langer Zeit endlich eine Aufarbeitungskommission

unter Beteiligung der Opfer gegründet wurde.

Warten wir ab, was dabei herauskommt - und wie

intensiv die Medien darüber berichten.

www.deutschlandfunkkultur.de/missbrauchsaufklaerung-in-der-evangelischen-kirche-ganz-100.html


5
 
 Hilfsbuchhalter 22. Dezember 2022 

Das Rauschen im Blätterwald

hat schon lange eine Schlagseite. Wahr sind nicht Fakten, sondern allein das, was in der Zeitung steht. Und hier steht nun einmal, worüber die vorwiegend linken Journalisten schreiben. Was ein Skandal ist, bewerten die Medien. Mit Argumenten werden wir einen solchen Krieg niemals gewinnen können. Angesichts der Ideologien unserer Zeit werden wir uns künftig wohl noch warm anziehen müssen. Denn man darf heute alles sagen, nur nicht die Wahrheit. Und schon gar nicht dann, wenn sie katholisch ist.


5
 
 Xaverflo 22. Dezember 2022 
 

evangelisch.de : sieht nichts, hört nichts ..

Ich habe mal eben auf evanglisch.de nachgeschaut, das vergleichbar mit katholisch.de ist. Eine dortige Suche ergab, dass auf evangelisch.de der letzte Beitrag über Kentler&Co aus dem Jahr 2021 stammt. Das heisst aktuell wird dort gar nicht darüber berichtet. In den alten Beiträgen ist zumindest in den Überschriften von "staatlicher Verantwortung" die Rede.


4
 
 Ulrich Motte 22. Dezember 2022 
 

Es wäre sinnvoll, meine ich,

breiter und besser, als daß wohl bisher geschah, wissenschaftlich von verschiedenen bis gegensätzlichen Seiten untersuchen zu lassen, welche Konfessionen und welche Richtungen innerhalb von Konfessionen auffällig höheren oder geringeren Mißbrauch bzw. Duldung von Tätern aufweisen. Die Debatte sollte nicht Billigpolemikern überlassen sein. Dabei sind einfache Statistiken oft schon polemisch. Man muß - nur ein Beispiel- auch berücksichtigen, inwieweit Täter aus Milieus stammen, die mehr oder weniger Täter hervorbringen. Eins betonten beim Aufkommen so vieler Mißbrauchsfälle die katholischen Erzbischöfe von Freiburg und Hamburg; Unsere Ansprüche als Priester sind höher. Hinweise auf Täter "andernorts" wollten sie demgemäß "niedriger hängen". Für alle Konfessionen und Richtungen darin ist das Vorbild: Je höher sie Wesen, Rang und Macht ihrer Leiter einstufen, um so mehr wiegen Vorwürfe gegen Leiter und Strukturen!


1
 
 bibelfreund 22. Dezember 2022 
 

Verharmlosung pur

Allein schon Ihre Überschrift ist nichtssagenden — erst recht dieses Geschwurbel der Pressestellen —- hier muß doch klar genannt werden, welche Kräfte am werk waren — alle miteinander verwoben im Netzwerk von EKD und Kirchgentag. Allein das Spinnennetz um den späteren Bundespräsidenten v Weizsäcker, der zudem Elternsprecher der versauten Odenwaldschule war und mit dem gesamten Pädo-Pack verwoben und befreundet war, Becker, von Hentig, Kentler. Der Mann war Regierender Bürgermeiuster Berlin… Dieses Puzzle gilt es aufzurollen, damit den Lesern dsie Augen aufgehen über den wahren Protestantismus in Deutschland, vor allem Berlin. Diese Pädo-Kriminellen wurden bis zuletzt von der EKD hofiert u von Weizsäcker gehätschelt.


5
 

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