Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  9. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  10. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  11. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  12. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  13. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  14. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

'Welt'-Kritik: Deutsche Kirchen kümmern sich kaum noch um Religion

27. Dezember 2022 in Deutschland, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Harald Martenstein, der bekannte Welt-Kolumnist, übt zu Weihnachten deutliche Kritik am Auftreten der Kirchen: Kirchen müsste wieder mehr mit dem Himmel zu tun haben als mit der Welt


Berlin (kath.net)

"Ich denke dann, dass es auf diese Weise für die Kirche wieder besser laufen könnte, sie müsste wieder mehr mit dem Himmel zu tun haben als mit der Welt. Mit dem Diesseits befassen sich schon alle anderen." Harald Martenstein, der bekannte Welt-Kolumnist, hat zu Weihnachten in einer Kolumne deutliche Kritik am Auftreten der Kirchen in Deutschland geübt, da sich diese kaum noch um Religion kümmern. Die EKD suche laut Martenstein den Anschluss an radikale Aktivisten, die "Klimabewegung" sei für viele schon Religionsersatz. Er stelle sich aber die Frage, was mit der christlichen Nächstenliebe sei. "Jesus hätte auch Vielfliegerinnen, AKW-Betreibern und „Reichsbürgern“ die Füße gewaschen."


Martenstein, der selber laut eigenen Angaben "erzkatholisch" erzogen wurde, sei später aber ausgetreten. Den Grund habe er aber vergessen. Laut dem „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung spiele aber der Glaube an Gott nach wie vor eine große Rolle in Deutschland: 38 Prozent glauben „stark“ oder „ziemlich stark“ an Gott. Eine satte Mehrheit der Austrittswilligen, nämlich 90 Prozent sagt, dass man auch ganz ohne die Kirche Christ sei könne. Laut Martenstein klinge das nicht nach einem grundsätzlichen Nein zum Glaube und sind weiterhin für die Ideen des Christentums offen. "Die Kirchen kümmern sich ja auch, so bizarr es klingen mag, zurzeit kaum noch um Religion."

Der Protestantismus habe sich laut Martenstein fast vollständig in eine Vorfeldorganisation der Grünen verwandelt. "Ob sie da wirklich noch an Gott glauben, ist schwer zu sagen. Aber an Robert Habeck und Fridays for Future glauben viele Pfarrer nach meinem Eindruck ganz bestimmt." Ihre Glaubensbedürfnisse befriedigen nicht wenige Leute inzwischen anderswo, unter anderem viele in der Klimabewegung. Da gibt eine Liste von unhinterfragbaren Geboten, den Weltuntergang als finale Strafe oder Heiligenfiguren wie Greta und die Inhaftierten von der „Letzten Generation“ als Märtyrer. "De facto ist die Klimakirche der Heiligen der letzten Tage schon staatlich anerkannt. Eine zweite Kirche dieser Art ist ebenfalls überflüssig."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  9. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  10. Ein Signal des Himmels?
  11. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  12. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  13. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  14. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  15. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz