Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

Lügen haben kurze Beine

30. März 2023 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abtreibungsbefürworter stellen nach Münchner Marsch fürs Leben eine Falschbehauptung auf, um sie dann mit viel Tamtam zu widerlegen – Veranstalter bringt Nachweise und dekonstruiert die freche Falschbehauptung


München (kath.net) Ausgerechnet das „Beweisfoto“ der Abtreibungsbefürworter belegt, dass es sich bei der Falschbehauptung der Pro-Abtreibungs-Aktivistin Lina Dahm um Fakenews handelt (siehe Screenshot oben). Lina Dahm zeigt auf ihrem Twitterauftritt ein Foto, wie auf einer Leinwand ein Foto des Münchner Kardinals Reinhard Marx erscheint zusammen mit dem Text: „Seine Exzellenz, der Erzbischof von München und Freising Reinhard Kardinal Marx sendet den Teilnehmern am Münchner Marsch fürs Leben seine Grüße und Segenswünsche“. Von einem Grußwort ist in diesem angeblichen „Beweisfoto“ allerdings nirgends die Rede, Dahm scheint die Unterscheidung zwischen „Grüße und Segenswünsche senden“ zu „Grußwort“ nicht geläufig zu sein.

Dahms zwei Falschbehauptungenzu diesem Foto auf Twitter lauten im wörtlichen Zitat:
- Beim “Marsch fürs Leben” radikaler AbtreibungsgegnerInnen in #Muenchen am 25. März 2023 präsentierten die VeranstalterInnen, der Verein "Stimme der Stillen" um Silja Fichtner, ein Grußwort von Kardinal Marx. Jetzt stellt sich heraus, so ein Grußwort hat es nie gegeben.
-  Bei der Auftaktkundgebung auf dem Königsplatz zeigten die VeranstalterInnen auf der Videoleinwand ein großes Foto von Kardinal Marx, sein Wappen und ein angebliches Grußwort. Parallel sagte der Moderator Christian Schuhmacher, dass der Kardinal "im Gebet verbunden sei".


Frei von Kenntnisnahme der Fakten legt Dahm nochmals nach: „Meinem Kollegen, dem Münchner Journalisten @robertandreasch kam das zurecht komisch vor und fragte beim Erzbistum nach und bat ggf. um die Übersendung dieses Grußworts. Von dort kam gestern die eindeutige Aussage: “Ein solches Grußwort hat es nicht gegeben, mit besten Grüßen”.

Hintergrund zu dieser Falschbehauptung ist die Antwort einer Mitarbeiterin des Ressorts Caritas und Beratung des Erzbischöflichen Ordinariats München. Auf die Einladung von Kardinal Marx zur Teilnahme am Marsch fürs Leben durch Silja Fichter/Verein Stimme der Stillen hatte die Ordinariatsangestellte wörtlich geantwortet (der Brief vom 16.2.2023 liegt der kath.net-Redaktion vor):

„Herr Kardinal Marx kann aus terminlichen Gründen nicht am Marsch für das Leben in München am 25.3.2023 teilnehmen. Ein Grußwort in Schriftform zum Verlesen wird nicht erstellt, jedoch kann ich Ihnen im Auftrag von Herrn Kardinal Marx mitteilen, dass er den Teilnehmenden seine Grüße und Segenswünsche sendet. Seine Grüße und Segenswünsche können somit auf der Veranstaltung weitergegeben werden.“

Auf diesen Brief hat der Münchner Marsch fürs Leben völlig korrekt seine Information über „Grüße und Segenswünsche“ aufgebaut (wie das Foto von Lina Dahm ja auch versehentlich dokumentiert). Die Antwort des Erzbistums auf die Frage nach einem Grußwort des Kardinals lautete deshalb zu Recht: „Ein solches Grußwort hat es nicht gegeben.“ Was auch der Verein Stimme der Stillen in einer Presseaussendung bestätigt. Der Verein betont dabei eigens: „An genau diese Vorgaben hat sich der Verein Stimme der Stillen gehalten“, gemeint sind die Vorgaben aus dem Brief vom 16.2.

Gemäß Pressemeldung hat der Verein Stimme der Stillen das Erzbistum München und Freising „gebeten, die Presseanfrage von Herrn Andreasch sowie seine Antwort dem Verein zu übermitteln“, außerdem auch „den Inhalt des Schreibens vom 16.2.23 auch Herrn Andreasch bekanntzumachen“. Außerdem fordert der Verein „Herrn Andreasch und Frau Dahm auf, ihre Twitter-Einträge entsprechend zu berichtigen“.

Foto © Julia Dahm/Screenshot/Twitter


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  15. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz