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„Appell für das Leben“ in Augsburg: Bischof Meier und Diözesanrat richten offenen Brief an Bundestag

27. Juni 2023 in Prolife, 8 Lesermeinungen
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„Das Thema Schutz des Lebens, gerade auch in seinen vulnerabelsten Phasen am Beginn und Ende“ - Gesetzentwurf zur Sterbehilfe: „Wir appellieren eindringlich an Sie, bei der Abstimmung gegen diesen Gesetzentwurf zu stimmen.“


Augsburg (kath.net/pba). Anlässlich der bevorstehenden Abstimmung zur gesetzlichen Neuregelung des assistierten Suizids haben sich Bischof Dr. Bertram Meier und die Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg, Hildegard Schütz, in einem offenen Brief an den Deutschen Bundestag gegen eine Normalisierung der Beihilfe zum Suizid ausgesprochen.

Besonders im Fokus des Briefes steht dabei ein Gesetzentwurf, der nur drei Wochen vor der für Anfang Juli 2023 angesetzten Abstimmung im Bundestag vorgelegt wurde. „Das Thema Schutz des Lebens, gerade auch in seinen vulnerabelsten Phasen am Beginn und Ende“, treibe den Bischof und die Diözesanratsvorsitzende in hohem Maße um, weshalb sie die von diesem Entwurf vorgesehene weitreichende Liberalisierung der Sterbebeihilfe „mit großer Sorge“ wahrnähmen: „Deswegen appellieren wir eindringlich an Sie, bei der Abstimmung gegen diesen Gesetzentwurf zu stimmen.“


Vor dem Hintergrund des christlichen Weltbildes befürworteten sie stattdessen einen parteiübergreifenden Gesetzesentwurf um Lars Castellucci (SPD), der die Suizidbeihilfe auch weiterhin über das Strafrecht regeln wolle, wobei sie auch hier noch für weitere Verbesserungen einträten. Vor allem aber sei es „zentral und wichtig, körperlich und seelisch leidenden und sterbenden Menschen Zuwendung entgegenzubringen, sie empathisch zu begleiten, ihre Würde zu achten und sie ganzheitlich zu unterstützen.“ Die katholische Kirche könne dazu bereits ein vielfältiges Angebot an Beratungs-, Unterstützungs- und Pflegeleistungen vorweisen: „Die Beihilfe zum Suizid, der assistierte Suizid auch nach vorgeschriebener Beratung, darf deshalb kein übliches Mittel der Wahl werden oder gar beworben werden.“

Archivfoto Bischof Meier (c) Bistum Augsburg


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Lesermeinungen

 Johannes14,6 28. Juni 2023 
 

LEBENSSCHUTZ IST EIN MENSCHHEITSTHEMA, kein christliches Sondergut

"In der Ablehnung der Suizidbeihilfe ist Bischof Voderholzer deutlich klarer, indem er dafür steht, dass alle katholischen Einrichtungen / Krankenhäuser nicht gezwungen werden dürfen, Suizidbeihilfe in ihren Einrichtungen zu dulden"

Das ist ein außerordentlich wichtiger Punkt und berührt das Recht auf Religionsfreiheit und Freiheit der Berufsausübung -- Beschäftigte ( Ärzte, Pflegepersonal) dürfen niemals gegen ihre Überzeugung zu einer Mitwirkung an der Tötung gezwungen werden, weder am Anfang, noch am Ende des Lebens!

B. Voderholzer warnt davor, uns als Christen nicht zurückdrängen zu lassen in eine "Nische", eine "Sonderethik".

Vielmehr gebieten Vernunft und natürliches Sittengesetz ( VOR jedem christl. Glauben), das LEBEN ZU SCHÜTZEN.

Eine klare, eindeut. Stellungn. der DBK in diesem Sinne wäre wünschenswert und es dürfte KEINE Zusammenarbeit mit Kräften geben, die sich als KATHOLIKEN polit. Forderungen zur Ausweitung/ Ausbildung ZUR ABTREIBUNG zu eigen machen.

Gedanken für den Tag: Gott ist ein Freund des Lebens. Datum: 06.09.2022 Dauer: 00:08:06 Ref.: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer


2
 
 jakob19 27. Juni 2023 
 

girdberg74

Vielen Dank für Ihre Replik, die ich mit Interesse gelesen habe. Im Prinzip sind wir uns in der Ablehnung des assistierten Suicids einig. Ich hatte, vielleicht irrtümlich, Ihrem Beitrag entnommen, dass Sie die Gesprächsbereitschaft Bischof Meiers und seines Diözesanrats eher negativ beurteilen.

In einem Punkt scheinen wir uns aber deutlich zu unterscheiden. Mir geht es darum, Fälle von assistiertem Suicid, die grundsätzlich nicht zu verhindern sind, so weit wie irgend möglich zu verringern und möglicht überflüssig zu machen, während es Ihnen meinem Eindruck nach um das Grundsätzliche des assistierten Suicids geht.

Nur fürchte ich, dass die Tatsache, dass aktive Sterbehilfe grundsätzlich moralisch verwerflich ist, für das praktische Leben der Patienten keine Rolle spielt. Für die ist nach allen Erfahrungen der Palliativmedizin wichtig, dass sie bis zu ihrem (natürlichen) Tod eine menschenwürdige Lebensqualität haben. Ich habe den Eindruck, dass hier Theorie gegen Praxis steht.


1
 
 girsberg74 27. Juni 2023 
 

Ad @jacob19

Danke für Ihre Stellungnahme, vielleicht dass ich einiges genauer fasse, dass ich nachfasse.

1. Ich habe nichts gegen diesen Brief, erst recht nichts gegen das Ziel; habe nur versucht, die Wirkung einzuschätzen, weil ich in einer Grundsatzfrage Verhandlungsmasse wahrnehme.

2. Ihre Anmerkung „Noch so schöne Predigten nutzen hier gar nichts“ hat sich auf eine Person meines Beitrags bezogen?

3. Ihre Anmerkungen zu Palliativ und Hospiz sind wünschenswert, weichen aber der grundsätzlichen Problematik von Suizidbeihilfe aus. (Die Antwort wäre peinlich.)

Rainer Beckmann sagt dazu, dass der Suizidwillige sein Leben als „nichts (mehr) wert“ ansieht, der Suizidhelfer stimmt dem zu: „Ja, Dein Leben ist nichts (mehr) wert / Du bist nichts (mehr) wert.)

Ausführlich dazu:
http://www.ik-augsburg.de/htm/schriften.html
Irregeleiteter Fortschritt
(Berichtband der theol. Sommerakademie 2009)
Eigenverlag des Initiativkreises, Landsberg
ISBN 978-3-9808068-8-6


1
 
 jakob19 27. Juni 2023 
 

Ich kann mich dem Brief von Bischof Meier und vom Diözesanrat nur voll und ganz anschließen. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass menschliches Leben von der ersten bis zur letzten Minute geschützt werden muss. Und ich bin im Gegensatz zu Girsberg74 sehr froh, dass Bischof Meier mit den Abgeordneten des Bundestags im Gespräch bleibt, weil nur so der Einfluss der Kirche auf die Politik überhaupt geltend gemacht werden kann. Noch so schöne Predigten nutzen hier gar nichts.
Nur müsste meines Erachtens eine zweite Eingabe folgen, die eine gesetzliche Regelung einer ausgedehnten ambulanten und stationären Palliativmedizin und des Hospizwesens einfordert. Damit würden erfahrungsgemäß die meisten Anfragen nach assistiertem Suizid gegenstandslos werden.


3
 
 girsberg74 27. Juni 2023 
 

Alles ganz nett,

man hat sich aber nur gegen die Normalisierung der Suizidbeihilfe ausgesprochen, scheint aber bei Verhandlungen darüber (grundsätzlich) dabei zu sein, also Gespräche nicht abzulehnen.

Misslich ist, dass bald jeder Bischof sein eigenes Statement in dieser Sache abgibt, was @ottokar zu recht kritisiert, indem er darlegt, dass die Bischofskonferenz und das ZdK hätten sprechen müssen; wozu gibt es diese Einrichtungen überhaupt? - Glasperlenspiele, weiter nichts.
In der Ablehnung der Suizidbeihilfe ist Bischof Voderholzer deutlich klarer, indem er dafür steht, dass alle katholischen Einrichtungen / Krankenhäuser nicht gezwungen werden dürfen, Suizidbeihilfe in ihren Einrichtungen zu dulden, wenn schon das Übel nicht abzuwenden ist.

Der eigentliche Schwachpunkt in der Diskussion ist die Berufung auf den christlichen Hintergrund. Wer weiß schon im Tiefsten, was das ist. Mir fällt dazu nur das Wischi-Waschi hinsichtlich der „Organspende“ ein


4
 
 ottokar 27. Juni 2023 
 

Diese Forderung hätte eigentlich von dem Vorsitzenden der DBK und von der Vorsitzenden des ZDK komme


3
 
 bibelfreund 27. Juni 2023 
 

Augsburg ist CSU-Land

Ein Strauß, selbst noch ein Stoiber, wären Sturm gelaufen. Der Chef-Opportunist Söder will lieber den grünen Abtreibern Liebkind sein als den wenigen verbliebenen Christen. Die sind (siehe neue Bundesländer) ohnehin längst5 bei der afd mit ihren EINDEUTIGEN Positionen zu den von Meier angesprochenen Themen.


3
 
 Herbstlicht 27. Juni 2023 
 

Handreichung - so oder so?

Wer für eine problemlose Abtreibung ist, hat sicher auch kein Problem damit, Suizid-Hilfe für gut und erstrebenswert zu halten.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob eine Hand dem körperlich oder seelisch Kranken z.B. den Giftbecher reicht ...

oder diesselbe Hand dem Kranken die Hand reicht, ihn tröstet, um ihm Zuwendung, seelische Stärkung und Ermutigung zu schenken.

Mögen also die (äusserst gut besoldeten) Damen und Herren Politiker sich ihrer Verantwortung bewusst werden!


6
 

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