Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Fürchte dich nicht du kleine Herde. Wenn die Hirten mit den Wölfen tanzen!

22. Juli 2023 in Buchtipp, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auszug 1 aus dem neuen Buch von Gabriele Kuby - Diese Woche zum Synodalen Weg - Wenn die Sexuallehre der Kirche eingehalten worden wäre, dann gäbe es keinen sexuellen Missbrauch


Linz (kath.net)

1. Auszug

In der Präambel des Synodalen Wegs heißt es:

Als Synodalversammlung gehen wir einen Weg der Umkehr und der Erneuerung . . .Wir stellen uns der Kritik und der berechtigten Anklage der Betroffenen von sexualisierter Gewalt, Machtmissbrauch und deren Vertuschung in der Kirche. Das Evangelium, Gottes Frohe Botschaft, wollen wir neu hören und verkünden – in Worten und Taten. So steht der Synodale Weg im Dienst der Evangelisierung. Es ist unverzichtbar, Schuld offen zu bekennen und auch die strukturellen Ursachen dieser Schuld aufzuarbeiten.

„Umkehr“, „Erneuerung“, „Evangelisierung“, „Schuld offen bekennen“, dies beschreibt den Weg der Reinigung, der allein einen Neubeginn ermöglichen würde. Aber da ist er schon, der Pferdefuß im zweiten Halbsatz: Es sollen „auch die strukturellen Ursachen dieser Schuld“ aufgearbeitet werden.

Wer den Synodalen Weg, den unsäglichen Druck auf kirchentreue Bischöfe und Laien, die Texte und die Diskussionen mitverfolgt hat, weiß: Die Revision der Sexuallehre der Kirche ist das zentrale Anliegen des Synodalen Weges. Denn wenn es die Sexuallehre der Kirche ist, die den Missbrauch überhaupt erst hervorgerufen hat, dann müssen nicht primär die Täter, sondern die katholische Sexuallehre vor Gericht gestellt werden mit dem Ziel, sie über Bord zu werfen.

Im Grundtext „Leben in gelingenden Beziehungen – Grundlinien einer erneuerten Sexualethik“ heißt es: „Wir verpflichten uns, jede*r in ihrer*seiner Verantwortung, unter Beachtung der Erkenntnisse der Humanwissenschaften und in Treue zur Botschaft Jesu von der Liebe Gottes zu allen Menschen für eine Veränderung der Lehre und der Praxis der Kirche im Umgang mit menschlicher Sexualität Sorge zu tragen.“


Zwar erhielt dieser Grundtext nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Bischöfe, was zu Beschimpfungen und tränenreichem Protest vor laufender Kamera führte, aber er zeigt, wohin die Reise gehen soll.

Ein naiver Geist würde sagen: Wenn die Sexuallehre der Kirche eingehalten worden wäre, dann gäbe es keinen sexuellen Missbrauch. Sex nur in der Ehe zwischen Mann und Frau. Um diesen geradlinigen Gedanken außer Kraft zu setzen, haben 208 Synodale drei Jahre lang getagt, Millionen Kirchensteuergelder verbrannt, gestritten, geweint, manipuliert, übertölpelt, geschwiegen und einer Flut schwindelerregender Papiere zugestimmt, welche die Kirche „erneuern“ sollen, sie aber in Wahrheit den Mächten dieser Welt vollständig ausliefern. Sie machen damit die Kirche überflüssig und führen die restlichen Gläubigen, denen die geistliche Heimat genommen wurde, in die Irre.

Wirkt so der Heilige Geist?

Nein, so kann er nicht wirken, denn nur wer Jesus liebt und deswegen seine Gebote hält, kann den Geist der Wahrheit empfangen (vgl. Joh 14,15-24).

Die Sexuallehre der Kirche muss nach Meinung der Synodalen noch aus einem weiteren Grund geändert werden, nämlich wegen der „Diskrepanz zur Lebenswelt der Gläubigen“. „Insbesondere die Lehre, die den Geschlechtsverkehr nur im Rahmen einer rechtmäßigen Ehe und nur in der ständigen Offenheit zur Zeugung von Nachkommen für ethisch legitim erachtet, hat zu einem weitgehenden Bruch zwischen Lehramt und Gläubigen geführt.“

Dieser Bruch soll nun aufgehoben werden, indem die Kirche die hypersexualisierte Lebenswelt der (Un)gläubigen wortreich legitimiert und die Ideologien übernimmt, welche die christliche Anthropologie an der Wurzel bekämpfen. Dass die Nachfolge Jesu zu allen Zeiten zu einem Bruch mit der Welt führt (vgl. Joh 15,18-19) und deswegen Millionen Menschen ihr Leben für Jesus hingegeben haben, das will die Mehrheit der Hirten, die „Eigentum der Welt“ geworden sind, nicht mehr wahrhaben und verkünden.

Begründungsfolie für den Bruch mit dem Lehramt sind zum einen umstrittene „Erkenntnisse der Theologie“ wie jene des Theologen Magnus Striet. Für ihn ist die Würde des Menschen in seiner subjektiven Willensfreiheit begründet. Sie wird von ihm nicht als Gabe Gottes begriffen, „da dieser Gott dann immer am Grund der Freiheit wirksam bliebe“. Eine solche Abhängigkeit von Gott, kommt für Striet nicht in Frage. Zum anderen wird der Bruch mit dem Verweis auf die nicht näher bestimmten „Humanwissenschaften“ begründet. Es wird unterstellt, „die Humanwissenschaften“ seien zu einem Konsensus gelangt, wie die Identität und Sexualität des Menschen einzuschätzen seien. Davon kann keine Rede sein. Wissenschaftlicher Diskurs lebt von Uneinigkeit, genau dadurch kommt es zu wissenschaftlichem Fortschritt. Der Synodale Weg hat von Anfang an, selektiv das als „humanwissenschaftlich gesichert“ bezeichnet, was für die Begründung für den Bruch mit dem christlichen Menschenbild und der katholischen Sexualmoral zweckdienlich war.

Zwei Fragen drängen sich auf: Haben die „Humanwissenschaften“ Erkenntnisse zu Tage gebracht, die dem Schöpfer des Himmels und der Erde entgangen sind? Sollte der heilige Paulus die praktizierte Homosexualität seiner Zeit nicht richtig wahrgenommen haben? Können die Humanwissenschaften ethische Kriterien liefern, wie der Mensch seine von Gott gegebene Willensfreiheit einsetzen muss, um das Gute zu wählen und das Böse zu meiden? Dafür haben Christen bisher den Maßstab in der Bibel und den darin offenbarten Weisungen Gottes gefunden. Für die Synodalen gelten sie nicht mehr.

kath.net Buchtipp
Fürchte dich nicht du kleine Herde
wenn die Hirten mit den Wölfen tanzen
Von Gabriele Kuby
Fe-medienverlag 2023
100 Seiten; 184 mm x 119 mm
ISBN: 978-3-86357-384-3
Preis: 9,20 Euro


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz