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Fürchte dich nicht du kleine Herde. Auszug 4

12. August 2023 in Buchtipp, 6 Lesermeinungen
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Auszug 4 aus dem neuen Buch von Gabriele Kuby zum Synodalen Weg: „Fürchte dich nicht du kleine Herde. Wenn die Hirten mit den Wölfen tanzen“.


Linz (kath.net)

Fürchte dich nicht, du kleine Herde

Wir dürfen trauern. Wir haben unsere Hirten verloren. Wir bräuchten sie so nötig in einer vaterlosen Welt, um von ihnen Wegweisung zu empfangen, von ihnen geschützt zu werden, in ihnen die Vaterliebe Gottes zu erkennen und uns selbst als seine Kinder zu erfahren. Im kulturellen Krieg unserer Zeit sind die Gläubigen schutzlos geworden. Aber nicht nur die Schafe sind von ihren Hirten verlassen, auch die ungläubige Welt erleidet einen unermesslichen Verlust, der dem Bösen Tür und Tor öffnet, wenn es ist kein Gegengewicht mehr da ist, wenn die Stimme der Wahrheit verstummt.

 Christen sind nun die „kleine Herde“ geworden, der Jesus zuruft:
Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen euch das Reich zu geben (Lk 12,32).

Wir haben eine unzerstörbare Quelle der Hoffnung und der Kraft: Jesus Christus. Er erbarmt sich der verlorenen Schafe, die keinen Hirten mehr haben. (Mk 6,34)

Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe (Joh 10,14-15).

Das ist die Quelle unserer unzerstörbaren Hoffnung. Jesus sammelt heute seine Schafe. Wie frisches Grün unter morschem Holz entstehen überall neue christliche Initiativen, getragen von Menschen, die tatsächlich Jünger Jesu sind. Die kleine Herde kennt die Stimme Jesu, die durch treue, opferbereite Priester spricht. Im Internet finden sich unzählige Personen, Initiativen, Organisationen, Konferenzen, Kurse, Apps, Podcasts, Videos, Nachrichtenportale, die von Jüngern Jesu getragen werden. (Besonders hingewiesen sei auf die Initiative Neuer Anfang, welche durch Aufklärung, Analysen, Katechese und Glaubenspraxis die kleine Herde sammelt.)


Es besteht kein Mangel an guter geistlicher Nahrung. An den Nachfolgern Jesu ist es, sie in die Tat umzusetzen.

Wie leben wir aus der Hoffnung, wie trägt sie unser Leben inmitten einer zerfallenden Zivilisation? Jesus sagt es uns in seiner allerersten Predigt, nachdem er getauft und von Satan versucht worden ist:

Kehrt um und glaubt an das Evangelium (Mk 1,15).

Umkehr bedeutet, sich vom Hochmut des eigenen Ichs, von den Leidenschaften und Begierden, den Sünden, Lastern und Süchten, dem verkehrten Denken, der Lüge, der Unversöhnlichkeit immer neu ab- und Gott zuzuwenden. Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch in meinem eigenen Herzen. Es ist das Schwerste und das Fruchtbarste, was ein Mensch tun kann. Immer fühlen wir uns bedroht, wenn unsere „ungeordneten“ Seiten zum Vorschein kommen, bedroht im eigenen Selbstgefühl, bedroht, weil wir fürchten, die Liebe und Akzeptanz der anderen zu verlieren.

Im selben Atemzug sagt Jesus: „. . . und glaubt an das Evangelium.“ Er fordert nichts, was er nicht gibt. In den Evangelien finden wir den Anker, um vom Treibsand dieser Welt nicht weggeschwemmt zu werden, dort sprudelt das lebendige Wasser, dort finden wir Jesus selbst, denn er ist DAS WORT. „Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe“ (Jes 55,11).

Das Wort Gottes richtet die vertikale Dimension in unserem Leben auf, die in der säkularisierten Welt, in der wir leben, weitgehend zum Einsturz gebracht wurde. Das tägliche Lesen des Alten und Neuen Testaments erlaubt uns, aus der Perspektive Gottes auf uns selbst und die Welt zu schauen. Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde, er ist mein Schöpfer, zu ihm darf ich – oh, welches Wunder – Vater, Abba sagen.

Mehr denn je brauchen wir in den Turbulenzen dieser Zeit ein hörendes Herz, eine Hotline zum Heiligen Geist.

Wann sollen wir reden, wann schweigen? Wann will Gott, dass wir uns zu ihm bekennen, auch wenn das Opfer kostet? Bedenken wir, was Jesus sagt:

Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen (Mt 10,32-33).

Alles kommt für die kleine Herde darauf an, Gott zu vertrauen. Am überlieferten Glauben festzuhalten ist das eine. Aber erst das Vertrauen macht uns fähig, frohen Mutes dem Unbekannten entgegenzugehen. Wir brauchen uns nicht an Erscheinungen und Prophetien zu klammern: Glaubend auf Gottes Wort zu vertrauen, genügt. Haben wir nicht im eigenen Leben erfahren, dass es gerade die Krisen waren, die zu neuen Ufern geführt haben, zu mehr Sinn, zu tieferem Glauben, zu innerem Wachstum? Die Größe der gegenwärtigen Krise wird der Größe des Neuen entsprechen, das Gott vorbereitet.

Es gibt keine Strategien und Kuschelecken, die uns Sicherheit schenken könnten. Die Welt ist von Heidenangst geschüttelt. Auf diesem Klavier spielen die Mächtigen ihre Marschmusik und bereiten so dem Antichristen den Weg. Von der Genesis bis zur Offenbarung, vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel, sagt Gott dem Menschen: FÜRCHTE DICH NICHT! Wir verlieren die Heidenangst und gewinnen das Vertrauen eines Gotteskindes, wenn wir Gott als unseren Vater und Maria als unsere Mutter annehmen.

Wir Heutigen machen das Ich zum Gott, besudeln die Reinheit, verachten die Demut, halten das Weibliche für minderwertig, die Mutter für entbehrlich, die Hingabe für Unterwerfung. Es bewährt sich nicht. Lernen wir also von der Mutter Jesu den Willen Gottes zu tun, empfänglich zu werden für seine Weisung, das Kind in die Mitte zu stellen und unter dem Kreuz auszuharren.

Es hat sich nichts geändert: Wir werden sterben, und wir sterben nur einmal. Dann kommt die Herrlichkeit.

kath.net Buchtipp
Fürchte dich nicht du kleine Herde
wenn die Hirten mit den Wölfen tanzen
Von Gabriele Kuby
Fe-medienverlag 2023
100 Seiten; 184 mm x 119 mm
ISBN: 978-3-86357-384-3
Preis: 9,20 Euro


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Lesermeinungen

 Johannes14,6 12. August 2023 
 

@Zeitzeuge

Danke sehr für den Hinweis auf das Memorandum, dem das Zitat entstammt!

Es lohnt sich, den Text nochmal ganz zu lesen, die angesprochenen Punkte sind ja noch ganz aktuell, auch - was mir nicht mehr so deutlich war, im Hinblick auf das Ausmaß der finanziellen Probleme des Vatikans - "aber sie sind weit weniger wichtig als die geistlichen und lehrmäßigen Gefahren, denen die Kirche insbesondere in der Ersten Welt ausgesetzt ist."

Und wenn Kard Pell in Abschnitt 1 die Angriffe auf die Lehre benennt und fordert:

"Die GLAUBENSKONGREGATION muss handeln und sprechen."

dann klingt das wie ein wehmütiges Echo aus längst vergangener Zeit, denn dieser Ort gehört mit Kard. in spe "Tucho" Fernandez dem NEUEN LEHRAMT, das inspiriert von Papst Franziskus nach 2000 Jahren Irrtumsgeschichte apostolischer und patristischer Tradition und so vieler Heiliger (auch Verteidiger des Ehesakramentes) endlich alles richtig stellen wird


3
 
 Zeitzeuge 12. August 2023 
 

Werter Johannes 14,6:

Im Link für Interessenten noch einmal das Memorandum
von "Demos", der als Kardinal Pell identifiziert
wurde (vgl. tagespost.de vom 15.01.23, Guido Horst
mit Verweis auf den Vatikanisten Sandro Magister.

beiboot-petri.blogspot.com/2023/01/roma-loquitur-confusio-augetur-rom-hat.html


1
 
 Zeitzeuge 12. August 2023 
 

Der gläubige Katholik verfügt mit Hilfe der Gnade GOTTES über ein unerschütterliches

GOTTVERTRAUEN!

Ein Zitat von über 50 aus der Hl. Schrift dazu:


"Röm 8,35 Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
Röm 8,36 In der Schrift steht: Um deinetwillen sind wir den ganzen Tag dem Tod ausgesetzt; wir werden behandelt wie Schafe, die man zum Schlachten bestimmt hat.
Röm 8,37 Doch all das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.
Röm 8,38 Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten
Röm 8,39 der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."

Nie wird ihm das Laudetur Jesus Christus nicht
mehr von den Lippen kommen; auch weiß er aus
der Offenbarung GOTTES, daß die hl. kath. Kirche
als GOTTGEWOLLTE Heilsanstalt unvergänglich ist.

In diesem Sinn wünsche ich allen hier einen
gesegneten und besinnlichen Sonntag!


1
 
 Johannes14,6 12. August 2023 
 

"Wir dürfen trauern. Wir haben unsere Hirten verloren"

Wie wahr.

Der Verlust ist noch deutlicher zu spüren seit dem Tod Benedikts XVI., der sich zeitlebens als Mitarbeiter der Wahrheit verstand und dafür Widerstand erfuhr. (Sprungbereite Feindseligkeit - von außen, noch schmerzlicher aus dem Inneren der Kirche).

Besonders verkannt und zu Unrecht beschuldigt und angefeindet war er in Deutschland, auch im Hinblick auf seinen ernsthaften Kampf gegen klerikalen Missbrauch - nicht nur mit Worten, sondern auch im Handeln.

Seine Worte - auch nur kurze Zitate (ich erwähnte schon den Dienst der Tagespost) bringen KLARHEIT, Frieden und Ermutigung.

Der Ausspruch Kard. Pells ist bekannt:
früher: Roma locuta, Causa finita.
jetzt gilt: ROMA LOCUTA, CONFUSIO AUGETUR.

Gal 5,22 ff an ihren Früchten...


3
 
 golden 12. August 2023 
 

Frühere Bücher von Frau Kuby waren vorausschauend-prophetisch,

dieses ist realistisch.Ja, das Böse breitet sich aus,
die "kleine Herde"braucht aber bei all ihrer Kleinheit nicht vergessen, dass ihr HERR immer noch grösser ist.Die die Sünde empfehlen,mögen frech und dreist in den Medien erscheinen;aber mit ihrem Bekenntnis zum Bösen melden sie sich in die Hölle ab.


2
 
 J. Rückert 12. August 2023 
 

Ein Zuviel an Bosheit raubt das Vertrauen in Gott

Das Martyrium der Christen unterm Islam verpufft wie ungehört. Das Schwert entscheidet seit Jahrhunderten. Eine dezimierte, versprengte Herde von Christen, immer in existentieller Gefahr. Weizenkörner zwischen Mühlsteinen. Jetzt kommen auch wir dran.
Wir befinden uns in einer Phase, in der das Böse alle Grenzen überschreitet. Es stehen sich Mächte gegenüber, von denen wir nicht mehr wissen, wer der Bösere ist - wie am Ende der „animal farm“, wo die Tiere nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden können.
Ein Zuviel an Bosheit raubt das Vertrauen in Gott. Kann es nach Auschwitz noch einen Gott geben?, fragte man.


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