Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Klimakrise: Tück gegen kirchliche Allianz mit "Letzter Generation"

12. September 2023 in Österreich, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Dogmatiker in "Rupertusblatt"-Interview: "Strategische Allianzen" mit Klimaaktivisten nicht sinnvoll, wo dadurch "rechtswidrige Handlungen" gebilligt werden - Kritik an aufsehenerregendem Kärntner "Gletscherbegräbnis": "Requien" für Gletscher


Salzburg/Wien/Klagenfurt (kath.net/KAP) Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück hat seine Kritik an"strategischen Allianzen" der Kirchen mit der "Letzten Generation" erneuert. Bei allem Verständnis für die Dringlichkeit des Klimaschutz-Anliegens lehne er diese Formen des Protests entschieden ab, "da sie die Schädigung anderer in Kauf nimmt", betont Tück im Interview mit dem Salzburger "Rupertusblatt" (aktuelle Ausgabe). "Kirche schießt dort über das Ziel hinaus, wo sie strategische Allianzen mit der 'Letzten Generation' eingeht und damit rechtswidrige Handlungen wie Attacken auf Kunstwerke, Straßen- und Flughafenblockaden, die nicht nur wirtschaftliche Schäden, sondern auch Menschenleben gefährden, billigt", so der Wiener Dogmatiker. Es drohten "chaotische Verhältnisse", wenn Störaktionen dieser Art Schule machten.


Zugleich unterstrich Tück, dass die Klimakrise keine Verharmlosung zulasse. Für Christen bedeute dies, individuell Verantwortung zu übernehmen und einen nachhaltigen Lebensstil zu pflegen. "Die Imperative des Konsumismus sollten wir dabei unterbrechen und neu über eine Kultur des Verzichts nachdenken." Die Kirche habe an sich keine besondere Kompetenz in Klimafragen, sie könne jedoch allgemein für das Thema sensibilisieren "und umweltschädliche Praktiken kritisch anfragen - sowohl systematisch im Blick auf Industrie und Wirtschaft wie auch persönlich im Blick auf das Verhalten des Einzelnen."

Außerdem wäre es zielführend, anstelle einer theologischen Aufladung der Begriffe im Klimadiskurs ("Umwelt-Sünder", "Klima-Hölle", "Ablass" durch Umweltaufschlag bei Flugreisen) die Begriffe Umkehr, Verantwortung und Gerechtigkeit neu ins Zentrum zu rücken, so Tück. Der Ambo sei im Übrigen kein Ort der Politisierung, ergänzte der Theologe. "Der Ambo in der Kirche ist der Ort, das Evangelium in diese Zeit zu übersetzen und die Verantwortung vor Gott, dem Schöpfer, in Erinnerung zu rufen. Das hat Folgen für den Lebensstil. Der Ambo ist aber kein politisches Rednerpult, von dem aus Regeln für ein ökologieverträgliches Handeln erlassen werden - das wäre im Gottesdienst deplatziert."

Kritik an "Requien" für Gletscher

Kritik übte der Dogmatiker außerdem an Aktionen wie dem jüngsten "Gletscherbegräbnis" in Kärnten, an dem sich auch die katholische Kirche beteiligt hatte. Zwar würden solche "kreativen Gottesdienst-Formate" der weit verbreiteten "Ohnmacht, der Trauer und der Wut auf eine halbherzige Politik friedlichen Ausdruck" verleihen - er halte allerdings "Requien" für Gletscher für "theologisch heikel", führte Tück aus: "Requien gelten Personen, deren Namen man dem Gedächtnis Gottes anempfiehlt; sie haben eine österliche Dimension und sind von der Hoffnung geleitet, dass der Verstorbene das ewige Leben bei Gott erlange. Das lässt sich auf 'sterbende Gletscher' nicht übertragen."

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz