Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  11. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

DUBIA - Keine (klaren) Antworten von Papst Franziskus

2. Oktober 2023 in Aktuelles, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fünf prominente Kardinäle der katholischen Kirche haben im Sommer 5 „Dubia“-Anfragen an Papst Franziskus gestellt, zuerst gab es eine sehr schnelle und offensichtlich unklare Antwort, dann bevorzugte Franziskus das Schweigen


Rom (kath.net/rn)

Wieder ein Schreiben nach Rom, wieder ein Schreiben an Papst Franziskus, wieder keine Antworten. Was ist passiert? Im Juli 2023 haben fünf Kardinäle (Brandmüller, Burke, Íñiguez, Sarah und Zen) nach einigen Aussagen verschiedener Bischöfe eine sogenannte „Dubia“ an Papst Franziskus geschickt. Im Kern ging es in dem Schreiben vom 10. Juli um Fragen, ob die Göttliche Offenbarung gemäß den Zeitveränderungen interpretiert werden soll oder ob diese Offenbarung für immer bindet und veränderlich sei und es daher auch keinen Widerspruch geben könne.

Auch die Frage nach der Segnung von Homosexuellen war in dem Brief ein Thema. Dazu wird unter anderem auf Genesis (Kapitel 1) , auf den Hl. Paulus (Röm 1,24 ff) und auf die Enzyklika Veritatis Splendor verwiesen und der Hl. Vater gefragt, ob die katholische Kirche von ihren Prinzipien abweichen dürfe und objektiv sündhafte Situationen wie z.b. Homo-Verbindungen als „mögliches Gut“ betrachten könne. Außerdem wird die Behauptung, dass „Synodalität“ ein konstitutives Element der Kirche sei, in Frage gestellt. Die Kardinäle erinnern den Papst daran, dass eine Bischofssynode nicht das Kollegium der Bischöfe vertrete, sondern lediglich beratenden Charakter habe. Der Papst wird gefragt, ob Synodalität nicht im Widerspruch zum 2. Vatikanum stehe (Lumen Gentium 22), in dem festgehalten wird, dass die höchste Autorität der Kirche vom Papst und vom Bischofskollegium ausgeübt werde.


In weiteren Anfragen wird der Hl. Vater gefragt, ob sich die Theologie der Kirche geändert habe und man daher Frauen zum Priestertum weihen dürfe. Dazu wird erneut auf das 2. Vatikum verwiesen (Lumen Gentium 10) und auch auf das Schreiben von Johannes Paul II. „Ordinatio Sacerdotalis, in dem klar gestellt wurde, dass die Kirche niemals das Recht habe, Frauen zu Priestern zu weihen. Am Ende wird der Papst noch über die Aussage „Vergebung ist ein Menschenrecht“ angefragt und der Papst gefragt, ob man wirklich jeden lossprechen müsse, wie Franziskus dies selbst gefordert habe. Die Kardinäle stellen daher an Franziskus die Frage, ob keine Reue erforderlich sei, wie es im Konzil von Trient festgelegt wurde.

Die Kardinäle bekamen bereits am darauffolgenden Tag eine Antwort von Papst Franziskus, die aber offensichtlich nicht zufriedenstellend war. So sandten sie am 21. August erneut eine Dubia an Franziskus. Man bat in dem Brief den Papst, dass dieser auf die Fragen klar mit „Ja“ oder „Nein“ antworten möge, da seine Antworten weiterhin Zweifel beinhaltet haben. Bis heute 2. Oktober gab es keine Antworten mehr. Dadurch sahen sich die Kardinäle genötigt, angesichts der Bischofssynode an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_06081


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz