Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

DUBIA - Keine (klaren) Antworten von Papst Franziskus

2. Oktober 2023 in Aktuelles, 34 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fünf prominente Kardinäle der katholischen Kirche haben im Sommer 5 „Dubia“-Anfragen an Papst Franziskus gestellt, zuerst gab es eine sehr schnelle und offensichtlich unklare Antwort, dann bevorzugte Franziskus das Schweigen


Rom (kath.net/rn)

Wieder ein Schreiben nach Rom, wieder ein Schreiben an Papst Franziskus, wieder keine Antworten. Was ist passiert? Im Juli 2023 haben fünf Kardinäle (Brandmüller, Burke, Íñiguez, Sarah und Zen) nach einigen Aussagen verschiedener Bischöfe eine sogenannte „Dubia“ an Papst Franziskus geschickt. Im Kern ging es in dem Schreiben vom 10. Juli um Fragen, ob die Göttliche Offenbarung gemäß den Zeitveränderungen interpretiert werden soll oder ob diese Offenbarung für immer bindet und veränderlich sei und es daher auch keinen Widerspruch geben könne.

Auch die Frage nach der Segnung von Homosexuellen war in dem Brief ein Thema. Dazu wird unter anderem auf Genesis (Kapitel 1) , auf den Hl. Paulus (Röm 1,24 ff) und auf die Enzyklika Veritatis Splendor verwiesen und der Hl. Vater gefragt, ob die katholische Kirche von ihren Prinzipien abweichen dürfe und objektiv sündhafte Situationen wie z.b. Homo-Verbindungen als „mögliches Gut“ betrachten könne. Außerdem wird die Behauptung, dass „Synodalität“ ein konstitutives Element der Kirche sei, in Frage gestellt. Die Kardinäle erinnern den Papst daran, dass eine Bischofssynode nicht das Kollegium der Bischöfe vertrete, sondern lediglich beratenden Charakter habe. Der Papst wird gefragt, ob Synodalität nicht im Widerspruch zum 2. Vatikanum stehe (Lumen Gentium 22), in dem festgehalten wird, dass die höchste Autorität der Kirche vom Papst und vom Bischofskollegium ausgeübt werde.


In weiteren Anfragen wird der Hl. Vater gefragt, ob sich die Theologie der Kirche geändert habe und man daher Frauen zum Priestertum weihen dürfe. Dazu wird erneut auf das 2. Vatikum verwiesen (Lumen Gentium 10) und auch auf das Schreiben von Johannes Paul II. „Ordinatio Sacerdotalis, in dem klar gestellt wurde, dass die Kirche niemals das Recht habe, Frauen zu Priestern zu weihen. Am Ende wird der Papst noch über die Aussage „Vergebung ist ein Menschenrecht“ angefragt und der Papst gefragt, ob man wirklich jeden lossprechen müsse, wie Franziskus dies selbst gefordert habe. Die Kardinäle stellen daher an Franziskus die Frage, ob keine Reue erforderlich sei, wie es im Konzil von Trient festgelegt wurde.

Die Kardinäle bekamen bereits am darauffolgenden Tag eine Antwort von Papst Franziskus, die aber offensichtlich nicht zufriedenstellend war. So sandten sie am 21. August erneut eine Dubia an Franziskus. Man bat in dem Brief den Papst, dass dieser auf die Fragen klar mit „Ja“ oder „Nein“ antworten möge, da seine Antworten weiterhin Zweifel beinhaltet haben. Bis heute 2. Oktober gab es keine Antworten mehr. Dadurch sahen sich die Kardinäle genötigt, angesichts der Bischofssynode an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_06081


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  3. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  4. Wir machen da was mit Medien
  5. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  6. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  7. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  8. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  9. Fatima-Tag in Berlin
  10. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  11. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  12. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz