Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Türkei: Mörder von christlichem Journalisten aus Haft entlassen

19. November 2023 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mörder des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink wegen "guter Führung" vorzeitig frei.


Istanbul (kath.net/ KAP)
16 Jahre nach dem Mord an dem christlichen türkisch-armenischen Journalisten und Intellektuellen Hrant Dink ist der Täter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der für den Mord sowie wegen unerlaubten Waffenbesitzes 2011 zu einer Haftstrafe von knapp 23 Jahren verurteilte Ogün Samast kam wegen guter Führung nun frei, wie das türkische Justizministerium laut Medienberichten am Donnerstag bekanntgegeben haben.
Dink war vom damals 16-jährigen Samast am 19. Jänner 2007 vor dem Redaktionsgebäude der Wochenzeitung "Agos" in Istanbul auf offener Straße erschossen worden. Als Chefredakteur der Zeitung trat Dink für die Aussöhnung von Türken und Armeniern ein. Bei Rechtsnationalisten war er verhasst, weil er für eine Anerkennung des türkischen Völkermordes an den Armeniern eintrat. Vor seiner Ermordung war Dink wegen "Verunglimpfung des Türkentums" in mehreren seiner Artikel verurteilt worden.
Nach dem Attentat war Samast vom Tatort geflohen, wurde aber am nächsten Tag an einem Busbahnhof im Nordosten der Türkei festgenommen. Die Polizisten, die Samast aufgriffen, hätten Dinks Mörder als Helden gefeiert und mit ihm hinter einer türkischen Flagge für ein Foto posiert, erinnerte das Nachrichtenportal "AsiaNews" am Freitag.


EGMR verurteilte Türkei
Trotz Hinweisen auf eine Verstrickung von Behördenvertretern in die Ermordung Dinks entschied die türkische Justiz in Prozessen 2011 und 2012, das Verbrechen sei keine breit angelegte Verschwörung. Neben dem zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährigen Samast wurde ein Rechtsradikaler wegen Anstiftung zu einer Haftstrafe verurteilt. 2021 verhängte ein Gericht Haftstrafen gegen drei angeklagte Hintermänner der Tat.
Die Türkei war 2010 wegen des Mordfalls Dink vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt worden. Die türkischen Behörden hätten das Leben des ermordeten Journalisten nicht ausreichend geschützt, urteilten die Straßburger Richter.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  2. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  3. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  4. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  5. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  6. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  7. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  8. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  9. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  10. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  11. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  12. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  15. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz