Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Schisma auf leisen Sohlen
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Türkei: Mörder von christlichem Journalisten aus Haft entlassen

19. November 2023 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mörder des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink wegen "guter Führung" vorzeitig frei.


Istanbul (kath.net/ KAP)
16 Jahre nach dem Mord an dem christlichen türkisch-armenischen Journalisten und Intellektuellen Hrant Dink ist der Täter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der für den Mord sowie wegen unerlaubten Waffenbesitzes 2011 zu einer Haftstrafe von knapp 23 Jahren verurteilte Ogün Samast kam wegen guter Führung nun frei, wie das türkische Justizministerium laut Medienberichten am Donnerstag bekanntgegeben haben.
Dink war vom damals 16-jährigen Samast am 19. Jänner 2007 vor dem Redaktionsgebäude der Wochenzeitung "Agos" in Istanbul auf offener Straße erschossen worden. Als Chefredakteur der Zeitung trat Dink für die Aussöhnung von Türken und Armeniern ein. Bei Rechtsnationalisten war er verhasst, weil er für eine Anerkennung des türkischen Völkermordes an den Armeniern eintrat. Vor seiner Ermordung war Dink wegen "Verunglimpfung des Türkentums" in mehreren seiner Artikel verurteilt worden.
Nach dem Attentat war Samast vom Tatort geflohen, wurde aber am nächsten Tag an einem Busbahnhof im Nordosten der Türkei festgenommen. Die Polizisten, die Samast aufgriffen, hätten Dinks Mörder als Helden gefeiert und mit ihm hinter einer türkischen Flagge für ein Foto posiert, erinnerte das Nachrichtenportal "AsiaNews" am Freitag.


EGMR verurteilte Türkei
Trotz Hinweisen auf eine Verstrickung von Behördenvertretern in die Ermordung Dinks entschied die türkische Justiz in Prozessen 2011 und 2012, das Verbrechen sei keine breit angelegte Verschwörung. Neben dem zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährigen Samast wurde ein Rechtsradikaler wegen Anstiftung zu einer Haftstrafe verurteilt. 2021 verhängte ein Gericht Haftstrafen gegen drei angeklagte Hintermänner der Tat.
Die Türkei war 2010 wegen des Mordfalls Dink vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt worden. Die türkischen Behörden hätten das Leben des ermordeten Journalisten nicht ausreichend geschützt, urteilten die Straßburger Richter.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  13. Schisma auf leisen Sohlen
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz