Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Türkei: Mörder von christlichem Journalisten aus Haft entlassen

19. November 2023 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mörder des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink wegen "guter Führung" vorzeitig frei.


Istanbul (kath.net/ KAP)
16 Jahre nach dem Mord an dem christlichen türkisch-armenischen Journalisten und Intellektuellen Hrant Dink ist der Täter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der für den Mord sowie wegen unerlaubten Waffenbesitzes 2011 zu einer Haftstrafe von knapp 23 Jahren verurteilte Ogün Samast kam wegen guter Führung nun frei, wie das türkische Justizministerium laut Medienberichten am Donnerstag bekanntgegeben haben.
Dink war vom damals 16-jährigen Samast am 19. Jänner 2007 vor dem Redaktionsgebäude der Wochenzeitung "Agos" in Istanbul auf offener Straße erschossen worden. Als Chefredakteur der Zeitung trat Dink für die Aussöhnung von Türken und Armeniern ein. Bei Rechtsnationalisten war er verhasst, weil er für eine Anerkennung des türkischen Völkermordes an den Armeniern eintrat. Vor seiner Ermordung war Dink wegen "Verunglimpfung des Türkentums" in mehreren seiner Artikel verurteilt worden.
Nach dem Attentat war Samast vom Tatort geflohen, wurde aber am nächsten Tag an einem Busbahnhof im Nordosten der Türkei festgenommen. Die Polizisten, die Samast aufgriffen, hätten Dinks Mörder als Helden gefeiert und mit ihm hinter einer türkischen Flagge für ein Foto posiert, erinnerte das Nachrichtenportal "AsiaNews" am Freitag.


EGMR verurteilte Türkei
Trotz Hinweisen auf eine Verstrickung von Behördenvertretern in die Ermordung Dinks entschied die türkische Justiz in Prozessen 2011 und 2012, das Verbrechen sei keine breit angelegte Verschwörung. Neben dem zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährigen Samast wurde ein Rechtsradikaler wegen Anstiftung zu einer Haftstrafe verurteilt. 2021 verhängte ein Gericht Haftstrafen gegen drei angeklagte Hintermänner der Tat.
Die Türkei war 2010 wegen des Mordfalls Dink vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt worden. Die türkischen Behörden hätten das Leben des ermordeten Journalisten nicht ausreichend geschützt, urteilten die Straßburger Richter.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  3. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  4. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  5. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  6. Vatikan teilt mit: Papst nach Lungen-Eingriff wohlauf
  7. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  8. Was eine Messe wiegt
  9. Eucharistischer Weltkongress 2028 in Sydney - 24. Sept. bis 1. Oktober 2028
  10. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  11. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  12. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  13. „Taste the North“ - kulinarischen Reise durch den Norden Europas. Ein Kochbuch vom Bonifatiuswerk
  14. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  15. Kirchweihfest im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz