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Nur Niedergang und keine Hoffnung

20. November 2023 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
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Die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung zeigt die Fremdheit der Sozialwissenschaften gegenüber der Kirche und ihrem innersten Wesen. Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Wer Sozialstudien über die Kirche oder wie im aktuellen Fall über Kirchenmitglieder liest, könnte den Eindruck gewinnen, die Voraussetzung, sich für die Mitarbeit an einer solchen Studie zu qualifizieren sei größtmögliche Ahnungslosigkeit vom Wesen der Kirche. Der Grund dafür ist recht einfach beschrieben, es geht um den Wunsch größtmöglicher Objektivität. Eine solche verlangt einen maximalen Abstand zum beobachteten Phänomen. Zudem, das ist Prinzip der Sozialforschung, sind soziale Aggregate grundsätzlich nach gleichen Gesetzmäßigkeiten zu beurteilen. Für die Kirche ergibt sich hier ein Problem, das am Ende der Kolumne aufgelöst wird. Natürlich ist die Kirche als Ansammlung von Menschen ohne weiteres auch als ein soziologisches Phänomen aufzufassen und kann als solches wissenschaftlich erforscht und umschrieben werden. Da gelten dann in der Tat keine anderen Gesetzmäßigkeiten als bei Fußballfans oder Numismatikern. Vor diesem Hintergrund gelesen ist die KMU, in voller Länge Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, (Alles Ablästern über dieses Wort, das als eines der deutschesten Worte schlechthin angesehen werden kann, ist ausdrücklich erlaubt.) eine sehr interessante Sozialstudie. Den Hirten müssten die Ohren klingeln und der Frack sausen, liest man darin, dass sich nur ein Drittel der Kirchenmitglieder definitiv nicht vorstellen kann, aus der Kirche auszutreten. An dieser Stelle ist angeraten, kurz die Ebene der Sozialstudie zu verlassen.

Als die Menschen Jesus zu ihrem Brotkönig machen wollten, öffnete er ihnen die Augen, wozu der Menschensohn in die Welt gekommen ist. Sicher nicht als Mutter aller Sozialstaaten. Die Menschen fanden das unerhört und wandten sich ab. Statt seine Apostel mit einer Sozialstudie zu beauftragen, fragte der Herr, ob sie auch gehen wollten. Es war eine Sternstunde des Petrus, die entscheidende Gegenfrage zu stellen: „Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Von hier aus zurück zur Sozialstudie und ihren Interpreten. Allein der Blick auf die hochflüchtigen Kirchenmitglieder lässt beispielweise Ingo Brüggenjürgen, Chefredakteur des Domradios, sofort das Hohelied der Kirchenreformen anstimmen. Tatsächlich sehen der KMU zu Folge 96 Prozent der Kirchenmitglieder erheblichen Reformbedarf und es sind natürlich wieder einmal die alten Kamellen. Die KMU beschreibt aber nur das Phänomen und kratzt bei den Ursachen nur an der Oberfläche. Der Chefredakteur des Domradios betont hingegen, diese Forderungen lägen außerhalb des Glaubensbekenntnisses. Aber korrelieren sie wirklich gar nicht damit? Zuerst aber ein Blick dorthin, wo die Kirche gewinnt, bevor der Blick wieder zurück auf die ekklesiale Verliererseite geht.


Die Kirche gewinnt dort, wo sie aus der Caritas ein Brotkönigtum gemacht hat. Auch das ist eine spannende Erkenntnis aus der KMU, die hier natürlich stark überspitzt dargestellt wird, um sie zu verdeutlichen. Während die Caritas, die Nächstenliebe, gute Werke um Christi Liebe zu den Menschen willen hervorbringt, also ganz klar in der Nachfolge Christi steht, partizipiert die Firma Caritas gewinnorientiert am Milliardenmarkt der sozialen Dienstleistungen unserer Tage. Achtung, wenn die Caritas als Unternehmen agiert, dann muss sie gewinnorientiert arbeiten. Marktschelte wäre an dieser Stelle fehl am Platz. Kritik ist von ganz anderer Seite vorzubringen. Gehört ein gewinnorientiert arbeitender Sozialdienstleister in die Hände der Kirche oder würde man ihn besser in die Freiheit entlassen? Diese Frage ist zu diskutieren, denn eine Gesellschaft, die die Pflege der Alten und Kranken in den säkulären Bereich integriert hat, bedarf dieses Dienstes der Kirche so nicht mehr. Die wirkliche christliche Nächstenliebe fokussiert zu Recht die, die durch das staatliche Netz fallen. Und da gäbe es reichlich zu tun. Schwangere in Not, Sterbende, denen man den Suizid schönreden möchte und viele andere. Menschen, die durch bestehende soziale Raster fallen gibt es reichlich. Hier ist ein Feld für die Caritas, bei dem man nur wirtschaftliche Verluste einfährt, sich aber einen Schatz im Himmelreich erwirbt, der nicht von Motten zerfressen wird.

Warum bleiben Menschen in der Kirche? Weil die Kirche so viel Gutes tut. Vor allen Mitarbeitenden, die Werbung für die Firma Caritas machen, sei hier der Hut gezogen. Chapeau! Der Coup ist geglückt. Die Caritas ist weitaus vertrauenswürdiger als die Kirche. Nun kann man auch die Bischöfe verstehen, die Caritas wirft ja auch weitaus mehr ab als dieser ganze Seelsorge- und Verkündigungskram. Das kostet nur Geld, bringt jede Menge Unmut, Priestermangel fördert die Unzufriedenheit noch. Da kommen doch die augendienerischen Reformversprechen des Synodalen Weges gerade recht, um das Image der Kirche aufzupolieren. Zudem werden diese Forderungen gebetsmühlenartig seit über 50 Jahren erhoben und werden genauso lange wieder und wieder und wieder von der Kirche verworfen. Klar, dass 96 Prozent der Menschen exakt diese Reformen wollen. Sie hören doch Tag für Tag nichts anderes.

An dieser Stelle lohnt es, noch eine andere Zahl aus der KMU ins Spiel zu bringen. Nur 19 Prozent der Deutschen glauben an einen „Gott, der sich in Jesus Christus zu erkennen gibt“. Das war exakt die Formulierung nach der gefragt war. Der Kern des kirchlichen Glaubens ist exakt dieses Christusbekenntnis. „Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ In seiner Argumentation für Reformen betont Ingo Brüggenjürgen, die Forderungen lägen außerhalb des Credo, doch die Gegenfrage sei erlaubt, wie steht es denn um die Kernfragen des Credo?

Im Christusbekenntnis haben wir jedenfalls eine deutliche Antwort der KMU erhalten. 81 Prozent der Menschen in Deutschland sagen mehr oder weniger deutlich „nein“ zu Christus und damit zum Kern des Credo. In einem Land, in dem konfessioneller Religionsunterricht Verfassungsrang hat, müsste man sich schon fragen, wie eine solche Ablehnung des Glaubens zustande kommt. Vermutlich muss man den Religionsunterricht seit der Würzburger Synode eher als Religionskritikunterricht auffassen. Dann wird ein Schuh daraus. Wer Erfahrungen mit Erstkommunionkindern oder Firmlingen hat, kann es wissen. Weder darf man Kenntnisse der Grundgebete noch Kenntnisse der Glaubensgrundlagen voraussetzen. Sakramentenkatechese ist Erstverkündigung, wird aber immer noch so angelegt, als lebe man in einer Volkskirche. Das Scheitern ist bekannt. Wie also kann man davon reden, dass 96 Prozent der Menschen Reformen der Kirche wollen, wenn man klar erkennen kann, dass diese Menschen von völlig falschen Voraussetzungen ausgehen.

Die KMU beschreibt wirklich gut und zutreffend den soziologischen Zustand der Kirche als gesellschaftlicher Großgruppe in der säkularen Gesellschaft in Deutschland im Jahr 2023. Seitens der Bischöfe gönnt man sich im Elfenbeinturm der Vollversammlung der DBK im Frühjahr 2024 einen halben Studientag auf dem dann kluge Wissenschaftler kluge Worte zur klugen Studie sagen dürfen. Man wird auf der Pressekonferenz zum Studientag episkopale Sorgenfalten bewundern dürfen und aufmerksam lauschen, welche klugen Sätze man den Bischöfen ins Stammbuch geschrieben hat. Eines ist sicher, auch die bischöfliche Botschaft wird die Reformagenda beschwören, um so viele Menschen wie eben nur möglich bei der Kirchensteuerstange zu halten.

Wer hinreichend masochistisch veranlagt ist, sich von dem Text einer Sozialstudie nicht abschrecken zu lassen, lese die KMU. Sie enthält wirklich interessante Erkenntnisse. Die allerwichtigste Erkenntnis aber ist diese: Mit keiner Zeile erwähnt oder erfragt die KMU den einen und einzigen Grund, den es gibt, um Mitglied in der Kirche zu sein und zu bleiben: Extra ecclesiam nulla salus. (Es gibt kein Heil außerhalb der Kirche.) Es ist ein einfacher Satz, zitiert nach Cyprian von Karthago und von der Kirche auf dem Konzil von Ferrara–Florenz zum Dogma erhoben. Das zweite Vatikanum hat dies Dogma nicht etwa abgeschafft, sondern für die moderne Welt präzisiert. Nur wer in der Lage ist mit Hilfe des Vernunftgebrauches einzusehen und zu erkennen, dass die Kirche zum Heil unbedingt erforderlich ist, wird nur durch die Kirche das Heil erlangen können. Die Gnade wirkt eben mit der Natur und nicht gegen sie. Die Kirche ist ein Gnadengeschenk Gottes an uns Menschen zu unserem Heil. Dass die Kirche trotzdem aus sündigen Menschen besteht, ist eher ein Hoffnungszeichen, denn wenn alle diese Versager eine Chance auf das Heil haben, dann auch ich, der ich ja auch stets vor dem Anspruch Christi versage. Egal wie viele Sozialstudien wir noch bekommen, ohne eine Neuevangelisierung wird uns jede Sozialstudie nur weiterhin den Niedergang beschreiben.


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Lesermeinungen

 JP2B16 21. November 2023 
 

"Nur" oder "Immerhin noch", könnte man durchaus fragen ...

19% sind immerhin 35% mehr als die aktuellen Umfragewerte der Grünen (14%).
In Anbetracht der nicht enden wollenden und mit immensen Aufwand betriebenen Kampagnen, die die großen Medien pro  Grüne und contra bekennende Christen (vornehmlich lehramtstreue Katholiken und konservative Freikirchler) seit Jahrzehnten führen,  um die genuin Grünen als die ewig Guten zu preisen und die genuin Christgläubigen (Lebensrechtler) als die Grundbösen anzuprangern, empfinde ich die 19% im Vergleich als gar nicht so schlecht. Zumal der Osten Deutschlands 40 Jahre programmatische Entchristianisierung erleiden musste.
Da müssen sich die Medien den Erfolg ihres Kampfes gegen bekennende Christen schon selber schön reden.


0
 
 ThomasR 21. November 2023 
 

@ lakota

Sie haben völlig Recht!

Es geht mir nicht nur um Erstkommunion nach der Beichte, sondern auch endlich um eine Rückkehr zur guten katholischer Vorbereitung zur Beichte und Erstkommunion
Kinder 5-8 Jahre alt freuen sich auch emistens sehr an guten Angeboten in der Pfarrgemeinde teilzunehmen - Kirche ist auch für Kinder


1
 
 modernchrist 21. November 2023 
 

Wo gibt es Engagierte, die sich

zusammentun und gemeinsam über eine Erneuerung der Ehevorbereitung nachdenken? Das wäre so wichtig. Bereits zur Firmvorbereitung sollte es ein Modul "Partnerschaft und Liebe" geben, um v o r dem Beginn der pillengesicherten Verhältnisse der jungen Leute schon Maßstäbe eingepflanzt zu haben. Ist mal mit der Pille begonnen worden, läuft schon vieles nicht mehr glücklich. Niemand macht die jungen Frauen auch darauf aufmerksam, dass der wahnsinnig grassierende Brustkrebs bei jungen Frauen wahrscheinlich durch diese Hormone verursacht wird. Rechtzeitig und v o r der Aufnahme von Sexualverhältnissen müssen Jugendliche auf ihr Lebensglück vorbereitet werden. Verfehltes Glück der Eltern erzeugt auch vielfach unglückliche Kinder! Wie wichtig wären hier Reformen und Vorschläge, Aber die Hirten interessieren sich eher für Buntstreifengruppen als für die normalen Leute.


1
 
 ottokar 21. November 2023 
 

Wie Recht doch Stefan Fleischer hat!

Auch ich vermute, dass viele Priester und Bischöfe nicht mehr an die unbefleckte Empfängnis unseres Herrn Jesus Christus aus der Jungfrau Maria glauben, auch nicht daran,dass das Nichtbefolgen der Gebote unseres Herrn Sünde ist ,dass es einen Teufel gibt und vor allem, dass nach den Wandlungsworten Jesus Christus in Brot und Wein gegenwärtig ist (Incarnation). Das musste in den 1960iger Jahren bereits Kardinal Döpfner nach einer anonymisierten Umfrage unter den Priestern seiner Diazöse feststellen.Die dann folgende Säkularisierung in den Priesterseminaren ab den 1970iger Jahren beklagte damals bereits Kardinal Ratzinger und erwähnte diesen destruktiven Ist-Zustand wiederholt ,selbst noch als Papst emeritus.Wie sich unter diesen fatalen Zuständen im Führungspersonal und bei 91% von Menschen mit Glaubensverlust eine Kirche erholen kann, das genzt an ein Wunder, das aber mit Gottes Führung möglich ist.Unsere Kirche muss ganz klein werden, um wieder gross zu werden (Papst Benedikt XVI).


0
 
 lakota 21. November 2023 
 

@ThomasR

Das Problem fängt doch schon lange vor der Beichte an.
Wenn nach Weihnachten die Vorbereitung auf die Erstkommunion beginnt, wird bei uns in der Kirche immer ein Bild oder eine Tafel aufgestellt, da hängen dann die Fotos der künftigen Erstkommunikanten dran.

Es ist aber NIE ein Kind am Sonntag in der Hl.Messe!
Man müsste Eltern und Kindern klar machen, was Erstkommunion bedeutet und wem das damit ernst ist, wer das wirklich will, hat auch sonntags in der Hl.Messe zu sein.
Wer dazu keine Lust hat, darf nach meiner Meinung auch nicht zur Erstkommunion.


2
 
 pikkuveli 21. November 2023 
 

Gott ist nicht tot!

81% glauben nicht mehr an Gott - gemäß der Frageweise der Studie.
Die Studie selbst rechnet wohl nicht einmal damit, dass da ein Gott existieren könnte, der handelt. Jetzt. Und wenn die Steine schreien! (Lukas 19: Und als Jesus schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! 39 Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! 40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.)


2
 
 ThomasR 21. November 2023 
 

@modernchrist

wir brauchen auch wieder die Erstkommunion ausschließlich nach der Beichte (Ausnahme sind selbstverständlich z.B. behinderte Kinder)

bis zu 50% der Erstkommunionen ohne Beichte ist kein gutes Omen für die Kirche in Deutschland und es ist nix Corona-es ist Entwicklung von letzten 20 Jahren

Zur Erinnerung 2018 in schismatisch blasphemischer Erklärung von Ingolstadt (genau 50 Jahre nach Königstein) hat DBK (mit ganz wenigen Ausnhamen) die heilige Kommunion für evangelische Ehepartner gefordert und die Verpflichtung zur Beichte für evangelische Ehepartner hat niemand gefordert

Einschreiten vom Nuntius/Hlg. Vater wegen Erstkommunion ohne Beichte in Deutschland dringedst gefragt.

www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/3461550_Erstkommunion-ohne-Beichte.html


3
 
 Chris2 21. November 2023 
 

"Wir brauchen kein Kirchenvolksbegehren,

wir brauchen ein Kirchenvolksbekehren". Diese Worte eines deutschen Bischofs sind aktueller denn je. Und was hätte je besser belegt, dass das bloße "verstehen" jedes Wortes durch die Zelebration in der Landessprache noch lange kein "Begreifen" bedeutet - ganz im Gegenteil. Und statt der Revolution der "synodalen Wege" und dem in Zeitraffer zu einem absoluten Nichts kollabierenden kleinsten gemeinsamen Nenner (Schwarze Löcher können stattdessen ganze Galaxien um sich herum bilden) benötigen wir (und Priester, Bischöfe und Papst) Katechese, Katechese und nochmals Katechese...


3
 
 Adamo 20. November 2023 
 

Das hat doch die Gottesmutter vorausgesagt,

dass in der Endzeit nur noch eine kleine Herde von wahren Gläubigen übrig bleiben wird.

Jetzt ist diese Zeit da!
Realisiert das denn niemand?


3
 
 modernchrist 20. November 2023 
 

Nur noch 19 Prozent!!!!

Das finde ich die wichtigste Zahl. Was nützt es, für die anderen 81 % die Kirche zu Tode zu reformieren, bis zur Unkenntlichkeit zu transformieren? Keiner beginnt zu glauben, wenn der Pfarrer plötzlich heiraten kann oder Frauen Priesterinnen sind. Kein einziger wird dadurch am Sonntag zur Messe kommen. Vielleicht nicht austreten, aber was hilft das? Es hält nur den Apparat aufrecht. Wir brauchen keinen Apparat, wir brauchen Evangelisation auf breiter Ebene. Hier soll man endlich mit Reformen beginnen: Ehevorbereitung, Sakramentenvorbereitung! Ohne gute Ehevorbereitung verfehlen jedes Jahr Tausende ihr Glück und enden in Scheidungen. Welch ein Versagen unserer Hirten!


7
 
 Stefan Fleischer 20. November 2023 

@ Marcus, der mit dem C

Nur 19 Prozent der Deutschen glauben an einen Gott, der sich in Jesus Christus zu erkennen gibt.
Wäre es nicht höchste Zeit, diesen Prozentsatz einmal bei unseren Bischöfen, Priestern und Katecheten etc. zu erheben. Dann würde sich zeigen, ob nicht auch dort die Mehrheit nicht mehr glaubt. Dabei aber müsste man aufpassen. Viele würden sicher sagen, sie würden glauben. Doch wenn mehr etwas nachhackt würde sich schnell zeigen, dass die meisten von ihnen für sich ein grosse ABER hinter diese Aussage setzen. Zumindest nach meinen Erfahrungen ist es doch so, wie ein Aphorismus formuliert:
«In unserer aufgeklärten Welt hat der Aberglaube Hochkonjunktur, aber mehr noch jener ABER-Glaube, der sagt: «Ich glaube, ABER …»


8
 
 ThomasR 20. November 2023 
 

Ausrichtung der Synode (gottlosen Synode)

geht auf die externe Beratung durch große säkulere Beratungsfirmem zurück

-Kosten in Millionenhöhe -

und nicht auf Gebetserfahrung des Kirchenvolkes und Lehre von Papst Franziskus - es kann nur in Mehrung der Kirchenaustritte und im Untergang münden


1
 
 Jörgen 20. November 2023 
 

Natürlich sind Reformen nötig

Zitat Domradio:
"Die Reformbefürworter beim Synodalen Weg dürfen sich auf ganzer Linie bestätigt sehen"

Wäre auch schlimm, wenn jemand keinen Reformbedarf sehen würde. Leider fehlt offenbar die Phantasie, dass auch andere Reformen als die des synodalen Weges gemeint und nötig sein könnten.


3
 
 physicus 20. November 2023 
 

Einmal mehr zeigt sich, wie daneben der deutschsynodale Weg ist

Die essentielle Frage, wie man 81% der Menschen erreicht, die nicht an Christus glauben, wurde nicht ernsthaft thematisiert. Stattdessen wurden sekundäre Themen durchgekaut, auf die dann noch falsche Antworten gegeben wurden.


5
 
 ThomasR 20. November 2023 
 

es sind Früchte der Beratung der Institution Kirche durch große

sekuläre Beratungsfirmen, die das Wesen der Kirche als Leib Christi und Ort der Heiligung der Seelen
nicht verstehen bzw überhaupt nicht wahrnehmen
(Kirche ist auch keine Firma, kein Konzern, kein Verband bzw. Verein)

(Aufträge seitens der Institution Kirche vermutlich in zweistelligen Millionenhöhe jährlich!)
und nicht an Pastoralinstitute (eigentlich an allen theologischen Fakultäten vorhandne)

Die Aufträge an große sekuläre Beratungsfirmen und Rechtsanwaltskanzleiene (dazu kommem noch Aufträge an Privatfirmen der Angestellte bzw der Eheleute der Angestellten in Ordinariaten wie im Fall Kloster Reutberg&München und Firma der Ehefrau eines Mitgliedes der Finanzkommission des Erzbistums) werden vergeben obwohl manche Oridnariate über mehrere hunderte eigene festangestellte MItarbeiter- sind sie also alle unkompetent?- verfügen


1
 
 O sancta simplicitas 20. November 2023 
 

Resumee

Nicht Masse macht Klasse.
10 Rechtgläubige sind besser als 100000 Scheingläubige


3
 
 Marcus, der mit dem C 20. November 2023 
 

@Fink

Das Problem dabei ist der hauptamtliche Ballast. Denn die Ungläubigkeit existiert längst bei den Hauptamtlern, geweiht oder ungeweiht. Selbst wenn man unrealistisch optimistisch wäre und annimmt, daß 50% der Hauptamtler gläubig und rechtgläubig sind, so sind die Beharrungskräfte der anderen nicht zu unterschätzen. Wenn man in die Kirchengeschichte schaut, dann liest man, daß jede Krise damit behoben wurde, daß man das Priesterseminar reformierte und gläubige und eifrige Dozenten dafür berief. Die brachten wiederum eifrige und gläubige Priester hervor, die das Volk bekehrten konnten.


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 golden 20. November 2023 
 

Perspektivwechsel:Wie kann man NICHT Teil der Kirche sein wollen ?

Ein Beispiel aus der See-Schiffahrt (Schiffsnamen=Fiktiv)
Das Urlaubsschiff "Ich bin es wert" ist gesunken,alle treiben auf dem Meer.Zum Glück ist Rettung nahe.Die "Arche des Heils",ein offensichtlich altes Schiff.Kapitän Cyprian ruft:Ein anderes Schiff kommt nicht !Doch einige Schwimmer sagen sich: Da will ich nicht hinein,zuwenig Spass und Täterätä.Einige werden gerettet.Sie haben mit Furcht und Zittern erkannt,wie nahe der Ertrinkinkestod ist.


5
 
 Fink 20. November 2023 
 

"Nur 19 Prozent der Deutschen glauben an einen Gott, der sich in Jesus Christus

zu erkennen gibt." -DA liegt das Problem. Die Illusion von der Volkskirche, spätestens jetzt ist sie ausgeträumt. Und der schulische "Religionskritikunterricht"- ein lebendiger Glaube kommt da bestimmt nicht heraus. -Wir müssen neu aufbauen in einer (rechtgläubigen) Minderheitenkirche.


6
 

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