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Papst: Journalisten sollen mutig Fehlentwicklungen anprangern

27. Jänner 2024 in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Franziskus-Botschaft zur Verleihung des internationalen Jacques-Hamel-Preises im französischen Lourdes.


Lourdes/Vatikanstadt (kath.net/ KAP/KNA)
Papst Franziskus hat Journalisten zu sorgfältiger Arbeit aufgerufen. Das gelte insbesondere angesichts eines rasanten Wandels in der Medienwelt, so Franziskus in einer am Donnerstag im französischen Marienwallfahrtsort Lourdes verlesenen Botschaft. Journalisten hätten die Aufgabe, über das Denken anderer zu informieren, "ohne in Klischees und verkürzte Darstellungen zu verfallen". Zugleich sollten sie den Mut haben, Fehlentwicklungen anzuprangern, "vor allem, wenn sie Menschenwürde und Brüderlichkeit verletzen".
Franziskus äußerte sich zur Verleihung des internationalen Jacques-Hamel-Preises. Die Auszeichnung ist nach dem Priester Jacques Hamel benannt, der 2016 in seiner Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray in der Normandie einem islamistischen Attentat zum Opfer fiel. Geehrt werden journalistische Beiträge, die sich mit der Suche nach Frieden und interreligiösem Dialog auseinandersetzen. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an die beiden Journalistinnen Sarah-Christine Bourihane aus Kanada und Romina Gobbo aus Italien.


Bourihane schildert in ihrer Reportage für das katholische Magazin "Le Verbe" das Schicksal einer Ordensfrau, die in Kamerun von Mitgliedern der Terrorgruppe Boko Haram entführt wurde. Gobbio widmet sich in ihrem Beitrag für das Magazin "Il Messagero di Sant'Antonio" dem Wirken des kongolesischen Friedensnobelpreisträgers Denis Mukwege.
Die Auszeichnung fand im Rahmen der Rencontres Internationales Saint Francois de Sales statt. Dieses Journalistentreffen wird vom französischen Verband der katholischen Medien (Federation des Medias Catholiques) organisiert und endete am Freitag. An der 27. Auflage des Treffens nahmen rund 200 Journalisten aus etwa 20 Ländern teil.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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