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Mexico: Priester legt Gläubigen Dornenkrone auf den Kopf

25. Februar 2024 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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Ein Jahrhunderte altes Ritual gibt es in Mexicaltzingo, wo der „Senor de la Penitencia“ verehrt wird.


Mexiko (kath.net / pk) In einer Pfarre in der Nähe von Guadalajara (Mexiko) nimmt der Priester jeden Freitag nach der Eucharistiefeier die Dornenkrone vom Kruzifix und setzt sie den Messbesuchern auf. Rund um das Kruzifix des „Senor de la Penitencia“ („Herr der Buße“) ranken sich zahlreiche Wunder und Heilungen, meldet das Portal „Aleteia“.

Nach der Abendmesse stellen sich die Messbesucher in einer Schlange an, und einem nach dem anderen wird eine vergoldete Dornenkrone ohne echte Dornen auf den Kopf gelegt. Dieses Ritual soll die Menschen ermutigen, aktiv Buße zu tun.


Das Kruzifix hat eine interessante Geschichte: Im 16. Jahrhundert gab es in der Gegend bei Mexicaltzingo nur eine kleine Kapelle, wo Franziskanerpatres Messen feierten. Die lebensgroße Statue auf dem Kruzifix wurde mit der Zeit so desolat, dass die Ordensbrüder sie verbrennen wollten. Die Asche sollte für den Beginn der Fastenzeit genutzt werden.

Sie beauftragten einen Einheimischen, dies zu erledigen. Dieser bat jedoch darum, das Kruzifix in seinem Haus aufstellen zu dürfen, um es zu verehren. Als er es nach einiger Zeit in ein Dominikanerkloster brachte, wo ein Teil des Kopfes der Jesus-Figur restauriert werden sollte, passierte ein Wunder: Die kaputte Skulptur wies plötzlich keine Schäden mehr auf.
 

Sie wurde in der Kapelle von San Juan Bautista in Mexicaltzingo aufgestellt, wo später eine große Kirche errichtet wurde, in der das Kruzifix seither von vielen tausenden Menschen verehrt wurde und wo immer wieder Wunder passierten.

 

 

Fotos: (c) https://elcolordelafe.com/2019/03/08/5716/

 


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 25. Februar 2024 
 

Eine sehr bewegende Geschichte!

Sie erinnert mich an das, was ich heutzutage an der Kirche vermisse: Leidenschaft für Christus, die wir nach der Eucharistiefeier in der neuen Woche in die Welt tragen sollen - zu Traurigen, Kranken, Hoffnungslosen usw. "Leidenschaft", Passion, für Christus, die sich in der Messfeier durch intensive Teilnahme ausdrücken müsste: durch inniges Singen und Beten und Sich-Selbstdarbringung mit dem Opfer von Brot und Wein. Aber da ist fast nichts mehr zu spüren! So leer, wie man ankommt, kehrt man nach Hause zurück. Auch äußerlich wirkt es in den Kirchen, auf den Altären, steril und lieblos: in der Predigt heute, Am Fest der Verklärung des Herrn" nette Fastenanregungen, aber der Name "Jesus" und seine Verklärung - das alles kam überhaupt nicht vor. - Wir erleben die "Passions-Zeit" der Kirche - auch ohne Dornenkrone.


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