Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Ankündigung des polnischen Premiers Tusk: Jede Abtreibungsverweigerung geht zum Staatsanwalt

16. März 2024 in Prolife, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kolumnist der kirchlichen Opoka-Stiftung, Piotr Semka, nach Frontalangriff von Donald Tusk auf die ärztliche Gewissensfreiheit: „Die Worte des Premierministers riefen in den meisten Medien keine kritischen Kommentare hervor.“


Warschau (kath.net) „Ich erwarte, dass der Generalstaatsanwalt von Amts wegen eine Untersuchung“ in jedem Fall der Verweigerung der Durchführung eines Abtreibungsverfahrens unter Berufung auf die Gewissensklausel, „unabhängig davon, ob die Folgen dieser Verweigerung tragisch sind oder nicht“. Dies sagte der polnische Premierminister Donald Tusk beim nationalen Treffen seiner Partei „Bürgerplattform“ am 8. März dieses Jahres. Er vertrat weiter: „Die Gewissensklausel kann keine Rechtfertigung für die Unterlassung von Aktivitäten sein, die das Leben oder die Gesundheit einer Frau retten. Wir erwarten, dass der Nationale Berater und die Provinzberater für Gynäkologie alle Gewissensklauseln überprüfen. (...) Jede Weigerung, das Verfahren durchzuführen, wird von Amts wegen der Staatsanwaltschaft gemeldet. Von nun an muss die Staatsanwaltschaft untersuchen, warum jemand das Leben und die Gesundheit der Frau gefährdet hat, und nicht, warum jemand beschlossen hat, die Gesundheit oder das Leben der Frau zu retten.“ „Wir werden konsequent danach streben, ein Gesetz zu verabschieden, das Frauen die Möglichkeit gibt, über ihren Körper und ihre Mutterschaft zu entscheiden.“ Tusk gilt als starker Befürworter der Abtreibung.


Piotr Semka kommentiert in der von einer Stiftung der Polnischen katholischen Bischofskonferenz finanzierten und verantworteten Website „Opoka“, dass diese Ankündigung des polnischen Premierministers „beunruhigend“ sei: „Indem Donald Tusk die Gewissensschutzklausel angreift, greift er das Verfassungsgericht an… Unterdessen riefen die Worte des Premierministers in den meisten Medien keine kritischen Kommentare hervor.“ Semka kritisierte, dass mit dieser Ankündigung die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft nur noch „Fassade“ sei. „Nicht mehr der Generalstaatsanwalt, sondern der Premierminister, der Fraktionvorsitzende der, entscheidet, wen die Staatsanwaltschaft wegen welcher Taten anklagen soll.“ Semka erläuterte, dass sich die Forderung von Tusk nicht mit der Gewissens- und Religionsfreiheit vereinbaren lässt, die von der polnischen Verfassung garantiert wird.

Der „Opoka“-Kommentator stellte abschließend fest: „ Die Frage des Gewissensschutzes von Ärzten wird in den Nachrichten auf Handlungen der Verantwortungslosigkeit oder des Egoismus von Ärzten reduziert. Die katholische öffentliche Meinung sollte genau darauf achten, wie die Empfehlungen des neuen Premierministers umgesetzt werden. Aber heute kann man sagen, dass die Pro-Abtreibungs-Ideologie beginnt, Druck auf die Staatsanwälte auszuüben.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  2. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  3. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  4. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  5. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  6. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  7. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  9. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz