Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Ankündigung des polnischen Premiers Tusk: Jede Abtreibungsverweigerung geht zum Staatsanwalt

16. März 2024 in Prolife, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kolumnist der kirchlichen Opoka-Stiftung, Piotr Semka, nach Frontalangriff von Donald Tusk auf die ärztliche Gewissensfreiheit: „Die Worte des Premierministers riefen in den meisten Medien keine kritischen Kommentare hervor.“


Warschau (kath.net) „Ich erwarte, dass der Generalstaatsanwalt von Amts wegen eine Untersuchung“ in jedem Fall der Verweigerung der Durchführung eines Abtreibungsverfahrens unter Berufung auf die Gewissensklausel, „unabhängig davon, ob die Folgen dieser Verweigerung tragisch sind oder nicht“. Dies sagte der polnische Premierminister Donald Tusk beim nationalen Treffen seiner Partei „Bürgerplattform“ am 8. März dieses Jahres. Er vertrat weiter: „Die Gewissensklausel kann keine Rechtfertigung für die Unterlassung von Aktivitäten sein, die das Leben oder die Gesundheit einer Frau retten. Wir erwarten, dass der Nationale Berater und die Provinzberater für Gynäkologie alle Gewissensklauseln überprüfen. (...) Jede Weigerung, das Verfahren durchzuführen, wird von Amts wegen der Staatsanwaltschaft gemeldet. Von nun an muss die Staatsanwaltschaft untersuchen, warum jemand das Leben und die Gesundheit der Frau gefährdet hat, und nicht, warum jemand beschlossen hat, die Gesundheit oder das Leben der Frau zu retten.“ „Wir werden konsequent danach streben, ein Gesetz zu verabschieden, das Frauen die Möglichkeit gibt, über ihren Körper und ihre Mutterschaft zu entscheiden.“ Tusk gilt als starker Befürworter der Abtreibung.


Piotr Semka kommentiert in der von einer Stiftung der Polnischen katholischen Bischofskonferenz finanzierten und verantworteten Website „Opoka“, dass diese Ankündigung des polnischen Premierministers „beunruhigend“ sei: „Indem Donald Tusk die Gewissensschutzklausel angreift, greift er das Verfassungsgericht an… Unterdessen riefen die Worte des Premierministers in den meisten Medien keine kritischen Kommentare hervor.“ Semka kritisierte, dass mit dieser Ankündigung die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft nur noch „Fassade“ sei. „Nicht mehr der Generalstaatsanwalt, sondern der Premierminister, der Fraktionvorsitzende der, entscheidet, wen die Staatsanwaltschaft wegen welcher Taten anklagen soll.“ Semka erläuterte, dass sich die Forderung von Tusk nicht mit der Gewissens- und Religionsfreiheit vereinbaren lässt, die von der polnischen Verfassung garantiert wird.

Der „Opoka“-Kommentator stellte abschließend fest: „ Die Frage des Gewissensschutzes von Ärzten wird in den Nachrichten auf Handlungen der Verantwortungslosigkeit oder des Egoismus von Ärzten reduziert. Die katholische öffentliche Meinung sollte genau darauf achten, wie die Empfehlungen des neuen Premierministers umgesetzt werden. Aber heute kann man sagen, dass die Pro-Abtreibungs-Ideologie beginnt, Druck auf die Staatsanwälte auszuüben.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz