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Papst ordnet Verhältnisse in seiner Lieblingskirche in Rom neu

22. März 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Franziskus erlässt umfangreiche Statuten für zuletzt unter Sonderverwaltung stehende Basilika Santa Maria Maggiore


Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) Mit einer Personalentscheidung und geänderten Statuten hat Papst Franziskus die Verhältnisse in der Papstbasilika Santa Maria Maggiore neu geordnet. Die größte Marienkirche Roms ist die vom Papst am häufigsten aufgesuchte Kirche außerhalb des Vatikans und auch der Ort, an dem er begraben werden will.

Wie das vatikanische Presseamt am Mittwoch mitteilte, ernannte Franziskus den litauischen Erzbischof Rolandas Makrickas (52) zum Koadjutor des Erzpriesters mit dem Recht auf Nachfolge. Erzpriester der Basilika ist der polnische Kardinal Stanislaw Rylko (78).

Franziskus hatte Makrickas im Dezember 2021 zum "außerordentlichen Kommissar" für die in Turbulenzen geratene Basilika ernannt. Zudem hatte er die Aufgabe, das Leben des zur Basilika gehörenden Kapitels von Geistlichen "neu zu ordnen".


Mit einem ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten "Handschreiben" hob der Papst nun die Sonderverwaltung auf und erließ zugleich umfangreiche Statuten für die Kirche und ihr Kapitel. Die Geistlichen sollen sich vor allem um Marienfrömmigkeit, Beichte und Liturgie kümmern; dabei sollen sie gregorianische Gesänge und lateinische Gottesdienste pflegen.

Spanischer König bleibt Ehrenkanoniker

Der Papst bestätigte die historische Kuriosität, wonach der spanische König zugleich ranghöchster Ehrenkanoniker der Basilika ist. Die Zahl der Kapitelmitglieder (Kanoniker) halbierte er auf zwölf.

Das Statut regelt genau die Verwaltung der Einnahmen aus den zur Basilika gehörenden Immobilien und Finanzanlagen sowie die Gehälter der Kanoniker. Das Kapitel der Basilika bleibt eine eigene kirchenrechtliche Körperschaft, wird aber dem Heiligen Stuhl "angegliedert". Für die öffentliche Ordnung und das Bauwesen ist die Regierung des Vatikanstaats zuständig.

Das Gotteshaus ist eine von vier Papstbasiliken Roms, die unter direkter Jurisdiktion des Heiligen Stuhls stehen und dem Papst anvertraut sind: Neben Santa Maria Maggiore ist dies der Petersdom, die Lateranbasilika San Giovanni in Laterano (Sankt Johannes im Lateran) und San Paolo fuori le Mura (Sankt Paul vor den Mauern), für die Benedikt XVI. die rechtlichen Verhältnisse 2005 neu geordnet hatte.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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