Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

Bischof Barron: Synodalität wird nicht „konstruiert“

28. September 2024 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die brisanten Themen seien „im Grunde genommen vom Tisch“, schreibt Bischof Robert Barron kurz vor seiner Abreise zur Weltsynode in Rom.


Saint Paul (kath.net / pk) Das Hören auf den Heiligen Geist hat Priorität: Diesen Schwerpunkt des „Instrumentum Laboris“ zur Weltbischofssynode wertschätzt der US-amerikanische Bischof Robert Barron in einem Statement, das er auf der Website „Word on Fire“ veröffentlichte, kurz vor seiner Abreise nach Rom, wo er im Oktober als einer von fast 500 Teilnehmern an der Weltsynode teilnimmt.

„Wenn wir einander zuhören, dann deswegen, damit wir gemeinsam die Stimme des Heiligen Geistes unterscheiden können“, hält Barron fest, der Bischof der Diözese Winona-Rochester ist.

„Ich halte das für ein wichtiges Korrektiv zu einer Tendenz vom letzten Jahr, Synodalität auf eine kongregationalistische oder demokratische Art und Weise zu konstruieren – als ob die Kirche durch den Konsens, der aus dem Dialog der Getauften entsteht, regiert würde“. Dieses Mal werde „die stärker übernatürliche Dimension der Synodalität“ ins Licht gerückt.

Barron reflektierte auch die im Synodenprozess verwendete Methode der „Gespräche im Geist“, von der im „Instrumentum Laboris“ behauptet wird, dass sie uneingeschränkte Zustimmung gefunden habe. „Ich für meinen Teil teile diese ungebremste Begeisterung nicht“, schreibt der Bischof. Positiv an der Methode sei, dass man „in den entscheidenden Momenten des Gesprächs innehalten und beten“ müsse, räumte er ein. Außerdem müsse jeder im Gesprächskreis einen Beitrag leisten, was verhindere, dass die extrovertierteren Teilnehmer das Gespräch dominieren können.


Als negativ an der Methode kritisiert Barron, „dass die strenge Kontrolle über den Dialog und das übertriebene Beharren auf gegenseitigem Zuhören die Dinge oft etwas hochgestochen werden ließen und einen echten Austausch, Diskussion und Auseinandersetzung mit den Themen verhinderte. Vielleicht war es gut, dass wir uns in der ersten Runde ausführlich gegenseitig zugehört haben, aber ich hoffe, dass wir dieses Mal zu einer kreativen Meinungsverschiedenheit kommen werden.“

Barron, Gründer der „Word on Fire Catholic Ministries“, zeigte sich dankbar über die Gelegenheit, „mit einer außergewöhnlichen Vielfalt von katholischen Führungskräften in Kontakt zu treten.“ Er freue sich darauf, seine Freundschaft mit Bischof Stefan Oster aus Passau zu vertiefen, und ebenso jene mit Bischof Georg Bätzing, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, selbst wenn er „in den meisten theologischen Fragen nicht mit ihm übereinstimme“.

Die brisanten Themen Frauenordination, verheiratete Priester, die Öffnung der Kirche für die LGBT-Community sind nach Meinung Barrons „im Grunde genommen vom Tisch“, da sie in die Beratungen der Studiengruppen verwiesen worden seien. „Da sie nicht im Mittelpunkt unserer Diskussion stehen werden, kann die Synode zu dem Thema zurückkehren, das der Papst uns ursprünglich zugewiesen hat, nämlich die Synodalität selbst“, schreibt der Bischof.

Der Titel des Instrumentum Laboris laute „Wie wir eine missionarische synodale Kirche sein können“, erinnerte er. Barron weist darauf hin, dass viele der „synodalen“ Institutionen in der US-amerikanischen katholischen Kirche bereits vorhanden seien. Hier müsse diskutiert werden, „wie sie umgesetzt und gestärkt werden können“. Im „Instrumentum“ sei „die Rolle des Bischofs als Einheitsprinzip und letzter Entscheidungsträger als Teil des apostolischen Erbes der Kirche klar bekräftigt“ worden, erläuterte Barron. Er habe jedoch auch „mit Freude festgestellt, dass sowohl männliche als auch weibliche Laien aufgerufen wurden, sich an der Leitung der Gemeinschaft zu beteiligen“.

Er habe bereits beim letzten Treffen „häufig darauf hingewiesen, dass zumindest im amerikanischen Umfeld Frauen bereits eine sehr wichtige Rolle im kirchlichen Leben spielen“, schreibt Barron. „Das soll natürlich nicht heißen, dass in dieser Hinsicht alles in Ordnung ist, aber es soll darauf hinweisen, dass das amerikanische Modell vielleicht in anderen Teilen der Kirche nachahmenswert ist.“

Das Treffen zur Synodalität findet von 2. bis 27. Oktober in Rom statt. Ihm vorgelagert sind zwei Einkehrtage, die mit einem Bußgottesdienst am 1. Oktober ihren Abschluss finden. Vier Wochen lang diskutieren 493 Bischöfe und Delegierte aus der ganzen Welt täglich – ausgenommen ist der Sonntag – von 8.30 bis 19.30 Uhr.

Unter den deutschen Teilnehmern sind die Bischöfe Bätzing, Meier, Genn, Oster und Overbeck, aus Österreich nehmen Bischof Lackner sowie Kardinal Schönborn teil. Stimmberechtigt sind 365 Teilnehmer, die restliche Gruppe besteht aus Gesandten, Beobachtern und Beratern ohne Stimmrecht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz