Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  13. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen

Polen: Krankenhausdirektorin aus ideologischen Gründen entlassen – 25.000 Menschen protestieren

10. Oktober 2024 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Agnieszka Chrobak wurde als Direktorin einer Frauenklinik in Breslau entlassen, weil sie der Tötung eines Kindes durch Abtreibung in diesem Krankenhaus nicht zugestimmt sowie Reliquien der seligen Familie Ulma in Krankenhauskapelle gebracht hatte.


Breslau (kath.net/pl) Dr. ing. Agnieszka Chrobak wurde aus ihrem Amt als Direktorin der A. Falkiewicz-Frauen- und Kinder-Fachklinik in Breslau (Westpolen) entlassen, weil sie der Tötung eines Kindes durch Abtreibung in diesem Krankenhaus auf der Grundlage einer psychiatrischen Bescheinigung nicht zugestimmt sowie Reliquien der Seligen Familie Ulma in die Krankenhauskapelle gebracht hatte. Die Klinik steht nicht in kirchlicher Leitung. Das berichtete die polnische katholische Presseagentur KAI.

Seit März gibt es eine Medienkampagne gegen Dr. Chrobak, berichtet KAI weiter: „So haben die ‚Gazeta Wyborcza‘ und andere abtreibungsbejahende Medien eine ganze Reihe von Artikeln veröffentlichten, in denen Chrobak angegriffen und sogar lächerlich gemacht wurde und in denen die Überführung von Reliquien der seligen Ulma-Familie in die Krankenhauskapelle und das Versäumnis des Krankenhauses, Abtreibungen durchzuführen, als etwas Skandalöses dargestellt wurden. Als es so aussah, dass es der Direktorin gelungen war, sich zu verteidigen, startete die ‚Gazeta Wyborcza‘ letzte Woche einen weiteren Angriff und berichtete, dass Dr. Chrobak auf der Grundlage einer Bescheinigung eines Psychiaters Einwände gegen die Tötung eines Kindes erhoben habe.


Es sei empörend, dass die amtlichen Stellen der Woiwodschaft dieser Schikane nachgegeben haben, kommentiert Zbigniew Kaliszuk, Vizepräsident der Stiftung Proelio Group, der einen Appell an den Vorsitzenden der Woiwodschaft, Paweł Gancarz, zur Verteidigung von Direktorin Chrobak vorbereitet hat. Über 25.000 Menschen unterzeichneten den Aufruf und er wurde dem Vorsitzenden der Woiwodschaft persönlich übergeben.“

Kaliszuk argumentierte gemäß Darstellung der KAI, „dass die Woiwodschaft Niederschlesien der berüchtigte Spitzenreiter in der Abtreibungsstatistik in Polen ist und es viele Krankenhäuser gibt, in denen man ein ungeborenes Kind leicht töten kann. Es ist traurig, dass nicht zumindestens ein Krankenhaus betrieben werden darf, in dem das Leben ungeborener Kinder respektiert wird und in dem Frauen sicher sein können, dass ihr Kind immer mit dem gebührenden Respekt und der Würde behandelt wird und sie sich dadurch nicht unwohl fühlen, dass im Zimmer nebenan ein Kind wie ihr eigenes getötet werden könnte. Es wird so viel über das ‚Recht zu wählen‘ geredet – was ist mit dem „Recht zu wählen“ für Frauen, die eine Abtreibung nicht befürworten?“

Außerdem bezeichnete es Kaliszuk als „traurig, dass der Woiwodschaftsrat nicht darauf geachtet hat, dass Direktor Chrobak das Krankenhaus wunderbar weiterentwickelte, die Standards der perinatalen Versorgung erhöhte, dass das Krankenhaus von den Patienten gelobt wurde und Ärzte aus ganz Polen in das Krankenhaus kamen um zu lernen, wie man Endometriose behandelt. Sollte in Polen nur die Möglichkeit zählen, ungeborene Kinder gegen eine psychiatrische Bescheinigung zu töten?“

In der Petition wurde auch argumentiert, dass die gegen die Direktorin erhobenen religiösen Vorwürfe absurd seien und gegen geltendes Recht verstießen. In diesem Krankenhaus zwinge niemand den Patienten religiöse Überzeugungen auf: Sie werden nicht gezwungen, in die Krankenhauskapelle zu gehen, und die Behandlung hängt nicht von religiösen Fragen ab. Doch sei die Möglichkeit, in der Nähe von Reliquien der Familie Ulma zu beten, für die gläubigen Patienten des Krankenhauses sehr wertvoll. Warum sollte es unverschämt sein, ihnen dies zu erlauben, wenn es ungläubige Patienten in keiner Weise betrifft?

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  9. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Die Stunde der Heuchler
  12. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  13. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  14. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  15. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz