Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  8. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  9. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  10. So fühlt sich Nachhausekommen an
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Erzbischof von Toulouse will seine Stadt vor „finsteren Bedrohungen“ schützen

25. Oktober 2024 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Satanistische Elemente enthält eine Show, die Ende Oktober in den Straßen von Toulouse aufgeführt wird. Der Erzbischof hat nun die Stadt dem Heiligsten Herz Jesu geweiht.


Toulouse (kath.net / pk) Der Erzbischof von Toulouse hat seine Stadt am 16. Oktober dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Damit reagiert er auf die Show „La porte des Ténèbres“ („Das Tor zur Finsternis“), die dort von 25. bis 27. Oktober öffentlich gezeigt wird. Erzbischof Guy de Kerimel erklärte gegenüber „Aleteia“, er wolle seine Stadt von „finsteren Bedrohungen“ schützen. „Finstere Wolken brauen sich über unserer Welt zusammen“, meinte er.

Die von öffentlichen Geldern finanzierte „urban opera” zeigt riesige, bewegliche Statuen wie den Minotaurus, Ariadne und Lilith und verwendet etliche satanistische Symbole. Auf dem Poster, wo für die Show geworben wird, sind die drei riesenhaften Protagonisten von zahlreichen gruseligen und erschreckenden Figuren oder Phänomenen umgeben, unter anderem brennenden Kirchen, gehenden Skeletten etcetera.


Der Erzbischof kritisiert die öffentliche Präsentation. „Manchen Leuten gefallen Horror-Filme, aber du musst zahlen, damit du sie anschauen kannst“, sagte er im Gespräch mit  „Aleteia“. „Wenn wir uns das nun (die Show, Anm. d. Red.) nicht anschauen wollen, müssen wir uns einfach drei Tage lange zuhause verkriechen. Allein die Größe der Strukturen macht es schwer, sich diesem traurigen Schauspiel zu entziehen.“

Lilith ist eine altorientalische Dämonin, ein Mischwesen, zu dem es verschiedene Überlieferungen gibt. In der Show ist sie Halb-Frau und Halb-Skorpion. Sie kontrolliere „den Übergang zwischen unserer Welt und der Unterwelt“, heißt es in einer Erklärung der Veranstalter. Der Leiter der Show, Francois Delarozière, sagte der AFP, mit ihrer Show würde „eine Geschichte von Liebe, Tod, Leben und Leben nach dem Tod“ erzählt. „Wir alle haben das Recht zu sagen, was wir wollen und was wir denken, aber wir haben nicht das Recht zu zensurieren und verbieten.“

In der ganzen Show finden sich jede Menge an satanistischen Symbolen und Bezügen. Im ersten Akt, der am 25. Oktober gezeigt wird, werden drei „ungeheure Zeichen” präsentiert, nämlich das Kreuz des Satans, das Siegel von Luzifer und das Zeichen des Tieres.

Der Erzbischof von Toulouse ist überzeugt, dass der Show nur geistlich entgegengetreten werden kann. Die Weihe sei „ein geistlicher Akt, um unsere Stadt Toulouse und unsere Diözese vor diesen dunklen Bedrohungen und vor Verzweiflung zu schützen. Wir brauchen Gelassenheit und nicht Dunkelheit.”

„Ich wollte etwas einbringen, das uns hilft, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken, aber durch eine geistliche Antwort, denn ich glaube nicht, dass Petitionen oder persönliche Angriffe sehr effektiv sind“, sagte der Erzbischof. „Wie hat Jesus gesiegt? Wir sind Jünger Christi und als solche dürfen wir nicht nach dem Geist dieser Welt reagieren, sondern nach dem Geist Christi.“ Es gebe „keinen anderen Sieg über das Böse und den Tod als die Liebe und das Erbarmen“, sagte er.

Auch die protestantischen Gemeinden kritisierten die Show. „Wir lieben Toulouse für seine Geschichte, seine Kultur und seine Dynamik. (...) Toulouse ist Leben, Freude und Schönheit! Die Kirchenvertreter sind jedoch schockiert und beunruhigt über die Wahl des Themas für dieses Stück, das Toulouse als ,Tor zur Finsternis‘ darstellt“, reagierten Vertreter des Französischen Evangelischen Bundes.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  11. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  12. Gott schütze Venezuela!
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. So fühlt sich Nachhausekommen an
  15. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz