Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

„Demokratie, in der nur noch linke Positionen zulässig sind, ist keine Demokratie“

13. November 2024 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Kolumnist Harald Martenstein spricht im „Presse“-Interview über die Wahl Trumps Martenstein thematisiert auch seine eigene frühere Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei


Wien (kath.net / pk) „Demokratie, in der nur noch linke Positionen zulässig sind, ist keine Demokratie.“ Das sagt einer der bekanntesten deutschen Kolumnisten, Harald Martenstein, in einem „Presse“-Interview. Rechts und links seien „die klassischen Koordinaten des Parteisystems seit 1789“, bemerkte er. „Es gehört dazu, dass es Kräfte des Beharrens gibt, Kräfte, die sagen: „Lasst uns doch schauen, was sich bewährt hat, und lasst uns das Alte gegen das Neue verteidigen.“ Das ist oft klug und immer legitim.“

Die bevorstehende Trump-Regierung beunruhige ihn nicht. „Er hat während seiner ersten Amtszeit keinen Krieg begonnen, und ich glaube, er hat es auch in seiner zweiten nicht vor.“ Sorgen bereiten ihm eher als Deutscher, „dass sich die deutsche Regierung gar nicht auf die Möglichkeit eingestellt hat, dass Trump gewinnen könnte“.


Deswegen habe es kaum Kontakte gegeben. „Mit diesem Mann muss man doch im Gespräch bleiben, man kann doch nicht beleidigt sein und so tun, als gäbe es ihn gar nicht“, kritisiert Martenstein die deutsche Ignoranz. „Jetzt geht es darum, einen Modus Vivendi mit Trump zu finden.“

Kritik an der Persönlichkeit Trumps könne durchaus gerechtfertigt sein. Dennoch: „Trump wäre nicht der erste verhaltensauffällige Mensch, der an das Ruder eines Staatswesens kommt. Bei ihm weiß man immerhin, welche Knöpfe man bedienen muss, um seine Eitelkeit und sein Geltungsbedürfnis zu befriedigen.“ Im Unterschied zu Kamala Harris hätten die Leute genau gewusst, wofür Trump stehe. „Und das wollten sie haben, darum haben sie ihn gewählt. Ob er doof, fragwürdig oder verlogen ist, spielt für viele seiner Wähler keine Rolle. Sie wollen ihn nicht heiraten, sie wollen seine Politik.“

In seiner persönlichen Biografie habe es einen Bruch gegeben, erzählt er. „Bis Anfang 20 bin ich sehr links gewesen und Mitglied in der Kommunistischen Partei. Ich habe erlebt, wie es ist, wenn sich das innere Koordinatensystem ändert. Was mich an der Linken abgestoßen hat, war das Freiheitsfeindliche und Doktrinäre. Seitdem verorte ich mich politisch in der liberalen Ecke.“

„Liberal heißt für mich, zum Beispiel, die Leute so leben zu lassen, wie sie leben möchten, und ihnen nicht den Mund zu verbieten“, erklärt der Kolumnist. „Ich habe relativ lange, länger, als man mir zutraut, die Grünen gewählt, weil ich sie für eine Partei gehalten habe, die für Freiheit ist. Und dann ist mir das, was aus dieser Ecke kam, irgendwann zu autoritär geworden und zu staatsgläubig.“ Er vertrete keine „rechten Positionen“, wie ihm oft unterstellt werde. „Aber ich finde es natürlich völlig legitim, rechte Positionen zu vertreten.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  3. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  4. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  5. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  6. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  7. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  8. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  9. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  10. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  11. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  12. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  13. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  14. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz