Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  7. Besser keine Laienpredigt
  8. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  9. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!

Neuer Prediger des Päpstlichen Hauses relativiert kirchliche Lehre zur Homosexualität

20. November 2024 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Bibel enthalte keine Verurteilung homosexueller Neigung oder Orientierung, meint P. Roberto Pasolini OFMCap. Die Glaubenskongregation hat hingegen homosexuelle Neigungen als ‚objektiv ungeordnet’ bezeichnet.


Vatikan (kath.net/jg)
Das Vatikanische Presseamt hat am 9. November bekannt gegeben, dass P. Roberto Pasolini OFMCap Prediger des Päpstlichen Hauses ist. Er löst den mittlerweile 90-jährigen P. Raniero Cantalamessa ab, der diese Aufgabe seit 1980 wahrgenommen hat.

Pasolini hat in der Vergangenheit mehrmals die Lehre der Kirche über Homosexualität relativiert, indem er behauptet hat, die Autoren der Bibel hätten Homosexualität nicht als „Orientierung“ gesehen, da es dieses Konzept in der Kultur dieser Zeit nicht gegeben habe.

Die katholische Kirche hat homosexuelle Handlungen von Beginn an klar verurteilt. Eine der frühesten Quellen ist im 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther zu finden, wo es heißt: „Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.“ (1 Kor 6,9)


Bei einem Vortrag im Februar 2024 stellte Pasolini die Frage, ob es in der Heiligen Schrift irgendeine Form von Zustimmung zu homosexuellen Beziehungen gibt. Die Antwort sei „nicht einfach nein, weil es diese Geschichten gibt.“

Er brachte als Beispiele Beziehungen zwischen Männern im Alten und Neuen Testament, etwa zwischen David und Jonathan. Ohne diesen direkt eine homosexuelle Beziehung zu unterstellen, betonte Pasolini, dass die Bibel verurteile, „was wir Homosexualität nennen könnten“. Das Wort „Homosexualität“ bezeichne Dinge, welche die Bibel verurteile, nämlich homosexuelle Handlungen.

Die Bibel spreche aber nie von Homosexualität in allgemeinen Begriffen. Es gebe kein Urteil über homosexuelle Orientierung, über Menschen, die gleichgeschlechtliche Neigungen „auf emotionaler, psychologischer Ebene“ erfahren und sich von diesen „nicht lösen können oder wollen“. Die Bibel kenne nur heterosexuelle Neigungen, da diese die einzigen seien, welche die Kultur dieser Zeit gekannt habe. „Homosexuelle Menschen“ würden in der Bibel daher im Gegensatz zu unserer Zeit nicht vorkommen.

Die Glaubenskongregation hat in einem „Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Seelsorge für homosexuelle Personen“ im Jahr 1986 festgestellt: „Die spezifische Neigung der homosexuellen Person ist zwar in sich nicht sündhaft, begründet aber eine mehr oder weniger starke Tendenz, die auf ein sittlich betrachtet schlechtes Verhalten ausgerichtet ist. Aus diesem Grunde muß die Neigung selbst als objektiv ungeordnet angesehen werden.“

Diesen Menschen müsse man sich „mit besonderem seelsorglichen Eifer“ annehmen, „damit sie nicht zu der Meinung verleitet werden, die Aktuierung einer solchen Neigung in homosexuellen Beziehungen sei eine moralisch annehmbare Entscheidung“, heißt es in dem von Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation unterzeichneten und von Papst Johannes Paul II. gebilligten Schreiben.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  9. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  10. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  11. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  12. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Besser keine Laienpredigt
  15. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz