Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. Der stumme Gott unserer Zeit
  4. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Neuer Prediger des Päpstlichen Hauses relativiert kirchliche Lehre zur Homosexualität

20. November 2024 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Bibel enthalte keine Verurteilung homosexueller Neigung oder Orientierung, meint P. Roberto Pasolini OFMCap. Die Glaubenskongregation hat hingegen homosexuelle Neigungen als ‚objektiv ungeordnet’ bezeichnet.


Vatikan (kath.net/jg)
Das Vatikanische Presseamt hat am 9. November bekannt gegeben, dass P. Roberto Pasolini OFMCap Prediger des Päpstlichen Hauses ist. Er löst den mittlerweile 90-jährigen P. Raniero Cantalamessa ab, der diese Aufgabe seit 1980 wahrgenommen hat.

Pasolini hat in der Vergangenheit mehrmals die Lehre der Kirche über Homosexualität relativiert, indem er behauptet hat, die Autoren der Bibel hätten Homosexualität nicht als „Orientierung“ gesehen, da es dieses Konzept in der Kultur dieser Zeit nicht gegeben habe.

Die katholische Kirche hat homosexuelle Handlungen von Beginn an klar verurteilt. Eine der frühesten Quellen ist im 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther zu finden, wo es heißt: „Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.“ (1 Kor 6,9)


Bei einem Vortrag im Februar 2024 stellte Pasolini die Frage, ob es in der Heiligen Schrift irgendeine Form von Zustimmung zu homosexuellen Beziehungen gibt. Die Antwort sei „nicht einfach nein, weil es diese Geschichten gibt.“

Er brachte als Beispiele Beziehungen zwischen Männern im Alten und Neuen Testament, etwa zwischen David und Jonathan. Ohne diesen direkt eine homosexuelle Beziehung zu unterstellen, betonte Pasolini, dass die Bibel verurteile, „was wir Homosexualität nennen könnten“. Das Wort „Homosexualität“ bezeichne Dinge, welche die Bibel verurteile, nämlich homosexuelle Handlungen.

Die Bibel spreche aber nie von Homosexualität in allgemeinen Begriffen. Es gebe kein Urteil über homosexuelle Orientierung, über Menschen, die gleichgeschlechtliche Neigungen „auf emotionaler, psychologischer Ebene“ erfahren und sich von diesen „nicht lösen können oder wollen“. Die Bibel kenne nur heterosexuelle Neigungen, da diese die einzigen seien, welche die Kultur dieser Zeit gekannt habe. „Homosexuelle Menschen“ würden in der Bibel daher im Gegensatz zu unserer Zeit nicht vorkommen.

Die Glaubenskongregation hat in einem „Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Seelsorge für homosexuelle Personen“ im Jahr 1986 festgestellt: „Die spezifische Neigung der homosexuellen Person ist zwar in sich nicht sündhaft, begründet aber eine mehr oder weniger starke Tendenz, die auf ein sittlich betrachtet schlechtes Verhalten ausgerichtet ist. Aus diesem Grunde muß die Neigung selbst als objektiv ungeordnet angesehen werden.“

Diesen Menschen müsse man sich „mit besonderem seelsorglichen Eifer“ annehmen, „damit sie nicht zu der Meinung verleitet werden, die Aktuierung einer solchen Neigung in homosexuellen Beziehungen sei eine moralisch annehmbare Entscheidung“, heißt es in dem von Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation unterzeichneten und von Papst Johannes Paul II. gebilligten Schreiben.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  5. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  6. Realitätsverlust im Bistum Chur
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz