Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  10. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

Kritik an 'Krippe von Bethlehem' im Vatikan – Jesuskind auf einem Palästinensertuch

11. Dezember 2024 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die palästinensische Propaganda behauptet, Jesus sei der ‚erste Palästinenser‘ gewesen, eine historische Unwahrheit


Vatikan (kath.net/jg)
In der Audienzhalle des Vatikans steht derzeit die „Krippe vom Bethlehem“. Sie wurde am vergangenen Wochenende eingeweiht. Johny Andonia und Faten Nastas Mitwasi, zwei Künstler aus Bethlehem, haben sie gestaltet. An der Feier nahmen auch Vertreter der palästinensischen Botschaft beim Heiligen Stuhl teil, berichtet NiUS.de. Bethlehem liegt im Palästinensischen Autonomiegebiet.

Über der Krippe erhebt sich eine Darstellung des Sterns von Bethlehem. Darauf ist in lateinischer und arabischer Sprache zu lesen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen guten Willens“.

Ramzi Khouri vom Exekutivkomitee der im Westjordanland regierenden PLO richtete Papst Franziskus Grüße von Präsident Mahmoud Abbas aus und drückte seine „tiefe Dankbarkeit für die unerschütterliche Unterstützung des Papstes für die palästinensische Sache und seine unermüdlichen Bemühungen um die Beendigung des Krieges gegen Gaza und die Förderung der Gerechtigkeit aus“.


Das Jesuskind liegt auf einem schwarz-weißen Palästinensertuch. Kritiker sehen darin den Versuch, Jesus und Weihnachten für die palästinensische Sache zu vereinnahmen. Das Palästinensertuch ist ein Symbol des Kampfes der Palästinenser gegen Israel, der auch mit terroristischen Mitteln geführt wird.

Es steht außer Frage, dass Jesus als Jude geboren wurde und als Jude lebte. Gleichzeitig offenbarte er sich als der von den Juden erwartete Messias. Die Abkürzung INRI auf dem Kreuz steht für „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum“ (dt. „Jesus von Nazareth, König der Juden“).

Der Begriff „Palästina“ taucht erst im Jahr 136 auf, als die römischen Besatzer der Provinz Judäa nach einem Aufstand diesen Namen gaben. Der Islam, dem heute die überwiegende Mehrheit der Palästinenser angehört, wurde weitere fünfhundert Jahre später begründet. 637 eroberten die muslimischen Araber Palästina, 638 nahmen sie Jerusalem ein.

Die palästinensische Propaganda behauptet allerdings, Jesus sei der „erste Palästinenser“ gewesen. Sie will die historische Beziehung der Juden zum Land Israel verleugnen, um damit ein Argument gegen die Existenzberechtigung Israels zu konstruieren. Jesus wird in manchen Darstellungen sogar als „Schahid“, also als muslimischer Märtyrer, gezeigt.

Christen haben es in den palästinensischen Autonomiegebieten nicht leicht. 1995 wurde Bethlehem unter die Verwaltung der palästinensischen Autonomiebehörde gestellt. Damals waren rund 80 Prozent der Einwohner Christen. Heute sind es weniger als 20 Prozent.

Eine Umfrage, die vor ein paar Jahren unter Christen im Westjordanland durchgeführt wurde, ergab, dass 77 Prozent von der Anwesenheit fundamentalistischer Salafisten beunruhigt waren. 69 Prozent waren über Milizen wie die Hamas besorgt, 67 Prozent über die Einführung der Scharia als Rechtssystem. 43 Prozent waren der Ansicht, die Muslime wünschten keine Christen im Land.

Die Hamas regiert in Gaza, die PLO im Westjordanland, wo auch Bethlehem liegt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Eselchen 15. Dezember 2024 
 

Unser Herr Jesus Christus

wurde unzweifelhaft von einer jüdischen Frau geboren, was ihn zu einem Juden macht und beschnitten, was ihn zu einem Teil des alten Bundes macht. Es ist also ganz unerheblich, ob er in Palästina, Israel, Babylon oder Ägypten geboren wurde. Da Jesus aber der König der Welt ist, ist er auch der König von Palästina. Ich weiß, dass dies natürlich ein Symbol für etwas ist und etwas aussagen soll. Der Streit geht hier aber eindeutig um des Kaisers Bart und sollte uns eher schmunzeln lassen, dass diese Darstellung die Palästinaanhänger gut finden!


1
 
 Versusdeum 12. Dezember 2024 
 

Das Fettnäpchen-Spontifikat

Immerhin keine Darth-Vader-Krippe mit weiteren Spott-Figuren wie vor ein paar Jahren, darunter eine als "Jesuskind" mit aufgenähtem Genom getarnte Kühlrippe wie ein Trafo im Umspannwerk, sondern "nur" eine gravierende politische Entgleisung. Und dieses Mal hat man wenigstens reagiert.


1
 
 anjali 11. Dezember 2024 
 

Politik

Ich finde das eine Schande und eine Beleidigung gegen Israel .


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  2. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  3. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  4. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  5. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  6. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!
  7. Papst Leo XIV. baut Regierung des Vatikanstaats um
  8. Bußzeremonie im Petersdom wurde vollzogen – Mann hatte gezielt an Hauptaltar uriniert
  9. "Eine wahre Schändung des heiligsten Ortes der Christenheit"
  10. Vatikan hofft auf Spenden von US-Katholiken






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  11. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  12. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  13. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  14. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz