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"Denn auf nichts kommt es mehr an in diesem kommenden Jahr!"

10. Jänner 2025 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
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"Gehen wir nicht davon aus, dass diese Suche nach Gottes Gegenwart fern der Oberflächlichkeit ohne Anfechtung stattfinden wird" - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net)

Es waren damals ein paar Tage des Gebetes in einem abgeschiedenen Kloster. In Gemeinschaft, jedoch vollkommener Stille, ohne Gespräche, Musik, Bilder, Geschichten oder andere Ablenkungen. Dass jeder der Anwesenden sich in dieser Zeit nach Gottes Gegenwart ausstreckte, war mir dabei Ermutigung, auch ohne sich darüber austauschen zu können. Auch wenn ich anfangs, als ich meine kleine Zelle schloss und alleine mit der Bibel im dem kargen Raum zurückblieb, kurzfristig den Impuls hatte davonzulaufen, überwand ich mich und fand in diese neue Stille hinein, und darin den Weg in die Gegenwart Gottes mit ihren großen Schätzen. Die Gegenwart, die sich nicht aufdrängt und den Lärm der Welt nicht überbrüllt, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Gegenwart, die gesucht werden möchte. Dieses besondere erste Erlebnis dieser Art auf meinem Glaubensweg liegt viele Jahre zurück, aber ich weiß noch heute, wie mir der Schreck in die Knochen fuhr, als ich mich nach diesen Tagen wieder in mein Auto setzte und das Radio nach Umdrehen des Zündschlüssels in derselben Lautstärke losplärrte, mit der ich auf der Hinfahrt hergefahren war. War ich wirklich in dieser Lautstärke hier angekommen und es war mir gar nicht aufgefallen?


Ich würde mich als Mensch bezeichnen, der Gemeinschaft, Tempo und Action liebt und Langeweile und Zeit, die stillzustehen scheint, schlecht aushält. Das mag sich im Laufe des Lebens eines Menschen verändern, aber die Grundstruktur bleibt wohl dieselbe. Vielleicht mag es auch mit daran liegen, dass ich die ersten Wochen meines Lebens als deutliche Frühgeburt im Inkubator verbracht habe, in einer Zeit, in der diese Babys aus heutiger Sicht darin viel zu viel allein gelassen wurden. Vielleicht hat es auch nichts damit zu tun. Stille und Alleinsein für längere Zeit sind jedenfalls noch nie meine erste Wahl gewesen, auch in Zeiten vor Internet und Co, die die Entscheidung für Stille ohne Ablenkung für uns alle heutzutage schwerer machen.

Und trotz meiner Liebe zu lautem Lobpreis, Festivals und Action war das Thema „inneres Gebet“ immer auch ein gleichermaßen faszinierendes für mich. So habe ich zum Beispiel im Karmel an einem Kurs dazu teilgenommen, und dabei wieder einmal festgestellt, wie schwierig es sein kann, die umherhüpfenden Gedanken vorbeihüpfen zu lassen und mich jedes Mal wieder, in Beständigkeit und ohne aufzugeben, in Gottes Gegenwart zurückzuversetzen. Manchmal mühselig. Meine Ungeduld. Eines wusste ich jedoch immer seit meiner ersten Begegnung mit Gott: es geht nichts über eine ganz persönliche Begegnung mit dem himmlischen Vater, mit Jesus, mit dem Heiligen Geist.

Nichts. Keine Action, kein Konzert, keine singende und betende Menschenmenge, keine Reise, kein Kick der Welt kommt hier auch nur im Entferntesten nahe. Auch die Langlebigkeit der Frucht einer so persönlichen Begegnung mit Gott ist erfahrungsgemäß mit nichts anderem zu vergleichen. Die Frucht, nicht nur für sich selbst, sondern für alle Menschen, mit denen man zu tun hat. Daher lohnt es sich so sehr, diese Stille mit Gott zu suchen. Daher ist dieser Versuch für jeden von uns wohl auch so angegriffen. Und diese Zeit des Gebets, die wir uns bewusst nehmen, ist wiederum notwendig dazu, dass unser ganzes Leben immer mehr in der Gegenwart Gottes sein kann. In Joh 5,19 sagt Jesus, dass selbst der Sohn nichts von sich aus tun kann, und in Joh 15,5 erweitert er diesen Blick und erinnert er uns daran, dass wir wiederum getrennt vom Sohn nichts vollbringen können. Gehen wir nicht davon aus, dass diese Suche nach Gottes Gegenwart fern der Oberflächlichkeit ohne Anfechtung stattfinden wird. Lassen wir gerade dann nicht locker, denn auf nichts kommt es mehr an in diesem kommenden Jahr. Das ist also mein Vorsatz für 2025, und wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen und uns im Gebet dabei unterstützen, wäre das großartig!


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Lesermeinungen

 Mariat 10. Jänner 2025 

Danke für diesen inneren Einblick, während der Stille, der Askese, Frau Noé

Sie beschreiben sehr gut, was in einem vorgeht, der die Stille - leben möchte. Dieser Kampf der weltlichen Bilder und Gedanken - ist täglich so oft, das er sehr mürbe macht.
Dennoch spricht Gott, Jesus, der Hl. Geist - liebend gerne in der Stille.

Die Wüstenväter, z. B. der Hl. Antonius, lebten diesen Kampf - auch gegen die "eigenen Dämonen", die sie zum Aufgeben drängen wollten." Antonius wurde immer wieder von quälenden Visionen heimgesucht. Der Teufel soll ihm in verschiedener Gestalt erschienen sein, um ihn von seinem asketischen Leben abzubringen.", heißt es.
Während seines langen Wüstenaufenthalts wurde Antonius immer wieder von quälenden Visionen heimgesucht. Der Teufel soll ihm in verschiedener Gestalt erschienen sein, um ihn von seinem asketischen Leben abzubringen.
Auch Jesus hatte Versuchungen in der Wüste, dies uns Vorbild sein - und zum Durchhalten in der Stille - Mut machen. So wie Jesus " nichts ohne den Vater tun konnte" - so wir jederzeit mit IHM.


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 gebsy 10. Jänner 2025 

Die umherhüpfenden Gedanken

sind eine wirkliche Herausforderung für unsere Willensstärke, sie vorbeihüpfen zu lassen.
Aber selbst hier ist der Schutzengel stets bereit, einzuspringen, wenn ich ihn lasse ...
Die unmittelbare Begegnung mit der Wirklichkeit des ERLÖSTSEINS schenkt uns JEDE Versuchung, denn Gott hat sich geopfert, damit wir leben - HIER & JETZT FÜR IMMER.


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