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| ![]() Warum es gut ist, auch im Regen spazieren zu gehenvor 15 Stunden in Kommentar, keine Lesermeinung Wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen, dann haben wir gewonnen: Benedicta zur Fastenzeit von Petra Knapp Linz (kath.net) Es ist eigenartig: Manchmal beginnst du, jene Dinge zu lieben, die dir zunächst eine Last, Anstrengung oder ein Verzicht sind. Wenn du in der Fastenzeit auf Zucker verzichtest, kämpfst du zunächst Tag für Tag damit, nicht zu Schokolade, Kuchen und Keksen zu greifen, bis du dich allmählich daran gewöhnst. Gleichzeitig spürst du, wie du ein paar Kilo abnimmst, dein Körper sich besser anspürt und du viel mehr Energie hast. Und plötzlich fängst du an, das zu mögen, was zunächst eine massive Einschränkung war. Du hast dich an das positive Gesamtpaket gewöhnt und möchtest es nicht mehr missen. Bei mir war es die Sache mit dem Hund. Vor vier Jahren kam unser süßer Golden Retriever Welpe zu uns. Ich hatte mich in ein paar schwachen Minuten von meiner Familie überstimmen lassen und wusste glücklicherweise nicht, worauf ich mich da einließ. Seither gehe ich. Wenn es nass und kalt ist, bei Hitze, Wind, Regen, Sturm und Schnee. Zwei Mal täglich, 365 Mal im Jahr. Zweimal 20 Minuten oder mehr, und in Summe sind das viele, viele Kilometer, die ich mittlerweile zurückgelegt haben. Ich habe häufig Pläne geschrieben, damit jedes Familienmitglied gelegentlich in den Genuss des Hundespaziergangs kommt. Aber im Alltag ist der kuschelige Vierbeiner dann doch regelmäßig bei mir gelandet. Und ich habe mich daran gewöhnt. Ich schnüre meine Stiefel und nehme die Leine vom Haken. Gelegentlich widerwillig. Manchmal komplett verschlafen. Manchmal gestresst, weil mein genießerischer Hund vor lauter Schnüffeln nicht vorankommt. Aber ich mache es einfach. Meine Beine sind in Bewegung. Ich bete, höre dem Gesang von Amseln und Meisen zu, sehe Hasen über die Felder sausen. Ich habe immer eine gute Kondition und meine Muskeln sind trainiert. Mittlerweile mag ich das alles – obwohl es nach wie vor eine Überwindung ist. Und so habe ich entdeckt, dass jeder Verzicht etwas freisetzt, das ich dringend brauche – Freude!. Jede Schwäche, die du überwindest, macht Raum frei für etwas Besseres. Und Schritt für Schritt wirst du frei. Es ist eine große Freude, zu spüren, dass du nicht alles haben musst, was du gerade siehst. Selbst wenn dich der Kuchen auf dem Teller anlacht: Du wartest, weil du weißt, dass es noch etwas Besseres gibt als das, was unmittelbar vor mir steht. Der heilige Thomas von Aquin erklärt, dass Freude durch Liebe ausgelöst wird. Wir empfinden Freude, wenn wir mit einer Person zusammen sind, die wir lieben. Ein echter Verzicht macht uns froh, weil er Raum schafft für eine größere Liebe. Wir geben etwas auf, um Platz für eine Sache von höherem Wert zu schaffen. Weder Designerklamotten noch ein fettes Bankkonto oder der Topjob können dir das geben: Echte Freude, die dann kommt, wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuBeneDicta
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