Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Warum es gut ist, auch im Regen spazieren zu gehen

4. April 2025 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen, dann haben wir gewonnen: Benedicta zur Fastenzeit von Petra Knapp


Linz (kath.net) Es ist eigenartig: Manchmal beginnst du, jene Dinge zu lieben, die dir zunächst eine Last, Anstrengung oder ein Verzicht sind. Wenn du in der Fastenzeit auf Zucker verzichtest, kämpfst du zunächst Tag für Tag damit, nicht zu Schokolade, Kuchen und Keksen zu greifen, bis du dich allmählich daran gewöhnst.

Gleichzeitig spürst du, wie du ein paar Kilo abnimmst, dein Körper sich besser anspürt und du viel mehr Energie hast. Und plötzlich fängst du an, das zu mögen, was zunächst eine massive Einschränkung war. Du hast dich an das positive Gesamtpaket gewöhnt und möchtest es nicht mehr missen.

Bei mir war es die Sache mit dem Hund. Vor vier Jahren kam unser süßer Golden Retriever Welpe zu uns. Ich hatte mich in ein paar schwachen Minuten von meiner Familie überstimmen lassen und wusste glücklicherweise nicht, worauf ich mich da einließ.


Seither gehe ich. Wenn es nass und kalt ist, bei Hitze, Wind, Regen, Sturm und Schnee. Zwei Mal täglich, 365 Mal im Jahr. Zweimal 20 Minuten oder mehr, und in Summe sind das viele, viele Kilometer, die ich mittlerweile zurückgelegt haben. Ich habe häufig Pläne geschrieben, damit jedes Familienmitglied gelegentlich in den Genuss des Hundespaziergangs kommt.

Aber im Alltag ist der kuschelige Vierbeiner dann doch regelmäßig bei mir gelandet.  Und ich habe mich daran gewöhnt. Ich schnüre meine Stiefel und nehme die Leine vom Haken. Gelegentlich widerwillig.  Manchmal komplett verschlafen. Manchmal gestresst, weil mein genießerischer Hund vor lauter Schnüffeln nicht vorankommt.

Aber ich mache es einfach. Meine Beine sind in Bewegung. Ich bete, höre dem Gesang von Amseln und Meisen zu, sehe Hasen über die Felder sausen. Ich habe immer eine gute Kondition und meine Muskeln sind trainiert. Mittlerweile mag ich das alles – obwohl es nach wie vor eine Überwindung ist.

Und so habe ich entdeckt, dass jeder Verzicht etwas freisetzt, das ich dringend brauche – Freude!. Jede Schwäche, die du überwindest, macht Raum frei für etwas Besseres. Und Schritt für Schritt wirst du frei. Es ist eine große Freude, zu spüren, dass du nicht alles haben musst, was du gerade siehst. Selbst wenn dich der Kuchen auf dem Teller anlacht: Du wartest, weil du weißt, dass es noch etwas Besseres gibt als das, was unmittelbar vor mir steht.

Der heilige Thomas von Aquin erklärt, dass Freude durch Liebe ausgelöst wird. Wir empfinden Freude, wenn wir mit einer Person zusammen sind, die wir lieben. Ein echter Verzicht macht uns froh, weil er Raum schafft für eine größere Liebe. Wir geben etwas auf, um Platz für eine Sache von höherem Wert zu schaffen. Weder Designerklamotten noch ein fettes Bankkonto oder der Topjob können dir das geben: Echte Freude, die dann kommt, wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Technisch brillant, geistig obdachlos
  2. Beschließen ohne zu entscheiden?
  3. Die große Täuschung
  4. Hoffnung schlägt Optimismus
  5. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  6. Freu dich, Gott liebt dich
  7. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  8. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  9. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  10. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“







Top-15

meist-gelesen

  1. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  2. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  3. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fast der gleiche Glaube?
  8. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  9. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  10. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  11. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  12. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  13. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  14. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  15. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz