Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  7. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  8. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  9. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  12. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  15. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“

Warum es gut ist, auch im Regen spazieren zu gehen

4. April 2025 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen, dann haben wir gewonnen: Benedicta zur Fastenzeit von Petra Knapp


Linz (kath.net) Es ist eigenartig: Manchmal beginnst du, jene Dinge zu lieben, die dir zunächst eine Last, Anstrengung oder ein Verzicht sind. Wenn du in der Fastenzeit auf Zucker verzichtest, kämpfst du zunächst Tag für Tag damit, nicht zu Schokolade, Kuchen und Keksen zu greifen, bis du dich allmählich daran gewöhnst.

Gleichzeitig spürst du, wie du ein paar Kilo abnimmst, dein Körper sich besser anspürt und du viel mehr Energie hast. Und plötzlich fängst du an, das zu mögen, was zunächst eine massive Einschränkung war. Du hast dich an das positive Gesamtpaket gewöhnt und möchtest es nicht mehr missen.

Bei mir war es die Sache mit dem Hund. Vor vier Jahren kam unser süßer Golden Retriever Welpe zu uns. Ich hatte mich in ein paar schwachen Minuten von meiner Familie überstimmen lassen und wusste glücklicherweise nicht, worauf ich mich da einließ.


Seither gehe ich. Wenn es nass und kalt ist, bei Hitze, Wind, Regen, Sturm und Schnee. Zwei Mal täglich, 365 Mal im Jahr. Zweimal 20 Minuten oder mehr, und in Summe sind das viele, viele Kilometer, die ich mittlerweile zurückgelegt haben. Ich habe häufig Pläne geschrieben, damit jedes Familienmitglied gelegentlich in den Genuss des Hundespaziergangs kommt.

Aber im Alltag ist der kuschelige Vierbeiner dann doch regelmäßig bei mir gelandet.  Und ich habe mich daran gewöhnt. Ich schnüre meine Stiefel und nehme die Leine vom Haken. Gelegentlich widerwillig.  Manchmal komplett verschlafen. Manchmal gestresst, weil mein genießerischer Hund vor lauter Schnüffeln nicht vorankommt.

Aber ich mache es einfach. Meine Beine sind in Bewegung. Ich bete, höre dem Gesang von Amseln und Meisen zu, sehe Hasen über die Felder sausen. Ich habe immer eine gute Kondition und meine Muskeln sind trainiert. Mittlerweile mag ich das alles – obwohl es nach wie vor eine Überwindung ist.

Und so habe ich entdeckt, dass jeder Verzicht etwas freisetzt, das ich dringend brauche – Freude!. Jede Schwäche, die du überwindest, macht Raum frei für etwas Besseres. Und Schritt für Schritt wirst du frei. Es ist eine große Freude, zu spüren, dass du nicht alles haben musst, was du gerade siehst. Selbst wenn dich der Kuchen auf dem Teller anlacht: Du wartest, weil du weißt, dass es noch etwas Besseres gibt als das, was unmittelbar vor mir steht.

Der heilige Thomas von Aquin erklärt, dass Freude durch Liebe ausgelöst wird. Wir empfinden Freude, wenn wir mit einer Person zusammen sind, die wir lieben. Ein echter Verzicht macht uns froh, weil er Raum schafft für eine größere Liebe. Wir geben etwas auf, um Platz für eine Sache von höherem Wert zu schaffen. Weder Designerklamotten noch ein fettes Bankkonto oder der Topjob können dir das geben: Echte Freude, die dann kommt, wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Die große Täuschung
  2. Hoffnung schlägt Optimismus
  3. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  4. Freu dich, Gott liebt dich
  5. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  6. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  7. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  8. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  9. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!
  10. Die mächtige Realität des himmlischen Shalom







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  11. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz