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Warum es gut ist, auch im Regen spazieren zu gehen

4. April 2025 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
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Wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen, dann haben wir gewonnen: Benedicta zur Fastenzeit von Petra Knapp


Linz (kath.net) Es ist eigenartig: Manchmal beginnst du, jene Dinge zu lieben, die dir zunächst eine Last, Anstrengung oder ein Verzicht sind. Wenn du in der Fastenzeit auf Zucker verzichtest, kämpfst du zunächst Tag für Tag damit, nicht zu Schokolade, Kuchen und Keksen zu greifen, bis du dich allmählich daran gewöhnst.

Gleichzeitig spürst du, wie du ein paar Kilo abnimmst, dein Körper sich besser anspürt und du viel mehr Energie hast. Und plötzlich fängst du an, das zu mögen, was zunächst eine massive Einschränkung war. Du hast dich an das positive Gesamtpaket gewöhnt und möchtest es nicht mehr missen.

Bei mir war es die Sache mit dem Hund. Vor vier Jahren kam unser süßer Golden Retriever Welpe zu uns. Ich hatte mich in ein paar schwachen Minuten von meiner Familie überstimmen lassen und wusste glücklicherweise nicht, worauf ich mich da einließ.


Seither gehe ich. Wenn es nass und kalt ist, bei Hitze, Wind, Regen, Sturm und Schnee. Zwei Mal täglich, 365 Mal im Jahr. Zweimal 20 Minuten oder mehr, und in Summe sind das viele, viele Kilometer, die ich mittlerweile zurückgelegt haben. Ich habe häufig Pläne geschrieben, damit jedes Familienmitglied gelegentlich in den Genuss des Hundespaziergangs kommt.

Aber im Alltag ist der kuschelige Vierbeiner dann doch regelmäßig bei mir gelandet.  Und ich habe mich daran gewöhnt. Ich schnüre meine Stiefel und nehme die Leine vom Haken. Gelegentlich widerwillig.  Manchmal komplett verschlafen. Manchmal gestresst, weil mein genießerischer Hund vor lauter Schnüffeln nicht vorankommt.

Aber ich mache es einfach. Meine Beine sind in Bewegung. Ich bete, höre dem Gesang von Amseln und Meisen zu, sehe Hasen über die Felder sausen. Ich habe immer eine gute Kondition und meine Muskeln sind trainiert. Mittlerweile mag ich das alles – obwohl es nach wie vor eine Überwindung ist.

Und so habe ich entdeckt, dass jeder Verzicht etwas freisetzt, das ich dringend brauche – Freude!. Jede Schwäche, die du überwindest, macht Raum frei für etwas Besseres. Und Schritt für Schritt wirst du frei. Es ist eine große Freude, zu spüren, dass du nicht alles haben musst, was du gerade siehst. Selbst wenn dich der Kuchen auf dem Teller anlacht: Du wartest, weil du weißt, dass es noch etwas Besseres gibt als das, was unmittelbar vor mir steht.

Der heilige Thomas von Aquin erklärt, dass Freude durch Liebe ausgelöst wird. Wir empfinden Freude, wenn wir mit einer Person zusammen sind, die wir lieben. Ein echter Verzicht macht uns froh, weil er Raum schafft für eine größere Liebe. Wir geben etwas auf, um Platz für eine Sache von höherem Wert zu schaffen. Weder Designerklamotten noch ein fettes Bankkonto oder der Topjob können dir das geben: Echte Freude, die dann kommt, wenn wir unseren Verzicht plötzlich zu lieben beginnen. 


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Lesermeinungen

 lakota 6. April 2025 
 

Liebe Petra Knapp

danke für diesen Artikel über das Verzichten und das schöne Beispiel mit dem Hund - ganz genauso ist es!


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 Robi7 5. April 2025 
 

Fastenzeit

Die Gospa lehrt uns wie wir fasten sollen - mit Brot und Wasser. Verzichte sind schön und gut und können uns zu dem wirklichen Fasten führen. Wir sollen aus Liebe zu Gott, uns selbst und den Mitmenschen fasten - und für den Frieden in der Welt. Alle anderen Motive haben mit dem Christsein nichts zu tun.


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