Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  10. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  11. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  12. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  13. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  14. Zeitliche und ewige Zukunft
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

'Kiew bekam zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben'

24. Februar 2025 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Drei Jahre Krieg in der Ukraine - Eine fundierte Analyse zum Ist-Zustand und zu den Verhandlungen bietet die NZZ und erklärt, warum Trump trotz Verbalentgleisungen nicht das größte Problem der Europäer ist - Von Roland Noé


Wien (kath.net/rn)
Drei Jahre Ukraine-Krieg und noch immer kein Ende. Zur Erinnerung an die Fakten: Vor drei Jahren hat Russland die Ukraine überfallen und ermordet seit dieser Zeit täglich Menschen. Tausende Kinder wurden verschleppt, Frauen vergewaltigt und ganze Landschaften niedergebombt. Verantwortlich dafür ist alleine Russland und sonst Niemand, weder die Ukrainer noch die Nato oder sonst irgendwer. Wer etwas anderes behauptet, der ist ein Lügner. Daher muss man natürlich auch die Behauptungen des US-Präsidenten Donald Trump von letzter Woche klar zurückweisen, auch die öffentliche Beschimpfung von des ukrainischen Präsidenten Wlodymyr Selensky durch den US-Präsidenten war letztklassig und passen überhaupt nicht zu seinen ukraine-freundlichen Personal-Entscheidungen wie Außenminister und Sonderberater für die Ukraine. Von der konservativen „New York Post“ bekam Trump am Freitag eine klare Antwort und auch aus England, die sonst sehr eng mit den USA sind, kam vom britischen Verteidigungsminister John Healey eine klare Ansage zu Selensky: „Er wurde gewählt – er ist der gewählte Führer der Ukraine und er hat das getan, was Winston Churchill während des Zweiten Weltkriegs getan hat – er hat die Wahlen während des Krieges ausgesetzt.“

Derzeit gibt es erstmals direkte Gespräche zwischen den USA und Russland über ein Ende des Krieges. Die wenigsten Zeitungen bringen dazu wirklich fundierte Analysen und begnügen sich mit einer Mischung aus billigen Schlagzeilen und Panikmache. Ganz anders die NZZ. Eric Gujer, der Chefredakteur, schreibt dazu am Freitag: „Donald Trump hat Wort gehalten. Das ist auch deutlich mehr, als sein Vorgänger Joe Biden hinbekommen hat – ganz zu schweigen von den Europäern. Diese kritisieren zwar laut, dass sie bei den Verhandlungen nicht dabei sind. Aber sie hatten drei Jahre Zeit, das Sterben zu stoppen.“


Die NZZ kritisierte dann auch, dass drei Jahre lang die Ukraine von den Europäern halbherzig unterstützt wurde. Im Verhältnis zum gesamteuropäischen Bruttoinlandprodukt sei die die Unterstützung mit Geld und Waffen beschämend gering gewesen. Die Schweizer Zeitung betonte auch, dass es viel zu früh sei zu behaupten, dass die USA die Ukraine im Stich lassen würde. „Wäre dem so, müsste er nicht verhandeln, sondern könnte den Kurs Bidens fortsetzen: Kiew bekam zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Fatalistisch schaute der Westen zu, wie Moskau die Ukraine zermürbt“, schreibt die Zeitung. Die Verhandlungen stünden erst am Anfang, man solle ihre Resultat abwarten.

Die NZZ übte weiters Kritik an den Europäern, weil diese nicht rechtzeitig auf militärische Stärke setzten. „Der moralische Zeigefinger ist hoch erhoben, die strategische Voraussicht geht gegen null. Warum sollten die USA auf solche Bundesgenossen Rücksicht nehmen?“ Für Trump gehe es jetzt vor allem darum, dass Putin nicht den Gesprächen den Rücken kehrt. Doch ein Diktatfrieden zu Putins Bedingungen ließe laut Gujer Trump genauso schwach aussehen wie gar keine Vereinbarung. Die bisherigen Konzessionen der USA sind im Prinzip ähnlich wie die der Europäer. Laut NZZ seien auch die Europäer nie bereit gewesen, die ukrainische Freiheit mit dem eigenen Leben zu verteidigen. „Das hindert sie freilich nicht daran, die angebliche amerikanische Nachgiebigkeit zu verurteilen. Heuchelei in Sicherheitsfragen war schon immer eine Untugend der Europäer“, schreibt Gujer dazu und warnt, dass der „kalte Krieg“ mit Russland lange dauern werde. Dafür müsse man sich wappnen mit mehr Soldaten und besserer Ausrüstung. Für die EU sei eine Stärkung ihrer Wirtschaftskraft von großer Wichtigkeit. Denn ohne dieser gäbe es laut NZZ auch keine angemessene Verteidigung.

LESETIPP:  

New York Post: Mr. President: Putin is THE dictator and 10 Ukraine-Russia war truths we ignore at our peril (Link)

Kyiw Post: OPINION: Why a US-Ukraine Resources Deal Makes Sense for Ukraine (Link)

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  8. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  9. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  14. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  15. United Airlines einigt sich mit entlassenem Mitarbeiter, der LGBT-Ideologie kritisiert hat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz