Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet

‚Welt‘-Kolumnist Martenstein: ‚Gott wären deutsche Kirchentage peinlich‘

7. Mai 2025 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Gläubigen laufen der Kirche davon, weil das Bedürfnis nach Spiritualität nicht ausreichend gestillt werde, schreibt Martenstein in einem Kommentar zum Evangelischen Kirchentag.


Hannover (kath.net/jg)
Am Deutschen Evangelischen Kirchentag, der von 30. April bis 4. Mai in Hannover stattgefunden hat, zeige sich, warum die Gläubigen in Scharen austreten. Die Kirche sei eine NGO unter NGOs geworden und erfülle das Bedürfnis der Menschen nach Spiritualität nicht mehr, schreibt der Kolumnist und Schriftsteller Harald Martenstein in einem Kommentar für die Zeitung Welt.

Er sei schon auf einigen Kirchentagen gewesen, katholischen und evangelischen. Auf den diesjährigen evangelischen Kirchentag wollte er nicht. Er habe den „heimlichen Verdacht, dass sogar Gott sich bei deutschen Kirchentagen inzwischen nicht mehr blicken lässt. Es wäre ihm peinlich“, schreibt er wörtlich.


Zentrales Thema des Kirchentages war „Demokratie“. Demokratie bedeute Streit, Christentum bedeute unter anderem, sogar seine Feinde zu lieben. Eine christliche Veranstaltung, die diesen Namen verdiene, wäre beispielsweise ein Streitgespräch zwischen einem Vertreter der AfD und einem Vertreter des auf dem Kirchentag stark präsenten Medienunternehmens „Correctiv“ gewesen. Jesus habe kein Problem damit gehabt, mit den Verachteten seiner Zeit zu sprechen, erinnert Martenstein.

Veranstaltungen wie „BDSM und Christsein“ (BDSM umfasst eine Gruppe von Sexualpräferenzen, die mit Bondage, Disziplin, Sadismus und Masochismus zu tun haben) oder „Die Bibel queer gelesen“ wären vor 40 Jahren eine „Großtat der Toleranz“ gewesen. Heute seien sie nur noch eine „Anschleimerei an etwas, das die evangelische Kirche irrtümlich für den Zeitgeist hält“, schreibt Martenstein wörtlich.

Sein Fazit: Die Gläubigen laufen der Kirche davon, weil das Bedürfnis nach Spiritualität nicht ausreichend gestillt werde. Daher sei es kein Wunder, wenn Ersatzreligionen wie etwa die „Klimareligion“ mit ihrer „Weltuntergangserzählung, mit Heiligen, Sündenkatalogen und Bußritualen“, blühen.

Die „Großkirchen“, die katholische wie die evangelische, seien mehrheitlich fast immer auf der Seite der Mächtigen gestanden. Doch hätten sie noch etwas anderes geboten als die Herrschenden: Den Glauben an etwas Ewiges, an Erlösung, eine höhere Instanz, deren Urteil sich letztendlich auch die Mächtigen beugen müssen. „Eine Kirche ohne Glauben braucht kein Mensch“, schreibt Martenstein wörtlich.

Abschließend wagt er ein Gedankenexperiment: „Wenn es irgendwann bei uns ein gefestigtes ultrarechtes Regime gäbe, wäre die evangelische Kirche nach aller historischen Erfahrung unter den Ersten, die sich unterordnen.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 7. Mai 2025 
 

Ja, das wäre sie und das war sie!

Man lege einmal Karten der Konfessionsverteilung vor dem Krieg neben die des Wahlverhaltens bei der letzten halbwegs freien Wahl 1932: Von Südbaden bis Ostpreußen: Je evangelischer, desto brauner - und das in praktisch jedem Wahlkreis 1:1!
Im Moment versucht diese "Kirche ohne Glaube" die radikal linken Diskursverweigerer auf ihrem (bisher?) immer aggressiveren und ideologischeren Marsch durch die Institutionen auch noch links zu überholen. Jedenfalls habe ich vom KT erstmals ünberhaupt den verfassungswidrigen Beschluss gehört, die größte und de facto einzige deutsche Oppositonspartei SOFORT zu verbieten. Vermutlich wollten diese heldenhaften Gratiswiderständler die Demokratie passend zum Kriegsende am 8. Mai auch gleich abschaffen. Aber die Regierungsnähe lag den Landeskirchen ja schon in der Wiege- und sogar im Namen.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz