Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Kardinal Ambongo: Fiducia supplicans hat viel Schaden angerichtet

19. September 2025 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Franziskus habe ihm erlaubt, das siebenseitige Dokument der afrikanischen Bischöfe mit dem Titel ‚Nein zur Segnung homosexueller Paare in den afrikanischen Kirchen‘ zu veröffentlichen.


Gniezno (kath.net/jg)
Fridolin Kardinal Ambongo, Erzbischof von Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) hat in einem Interview mit OSV News erneut Kritik an der vatikanischen Erklärung Fiducia supplicans geübt.

Das Dokument habe „viel Schaden“ unter den katholischen Gläubigen und über diese hinaus verursacht, sagte er während eines Besuches in Gniezno (Polen). „Ich glaube, dass Fiducia ein schlechtes Kapitel“ im Pontifikat von Papst Franziskus ist, sagte Kardinal Ambongo. Es sei zwischen zwei Sitzungen der Synode über die Synodalität veröffentlicht worden. Dadurch sei der Eindruck entstanden, die Synode habe das Dokument beschlossen. 

Die Teilnehmer der Synode hätten das Dokument vor seiner Veröffentlichung aber nie gesehen, betonte der Kardinal. „Das mindeste, was wir erwartet haben, war, dass es diskutiert würde, zumindest auf der Synode, aber es ist nicht diskutiert worden“, sagte der Kardinal wörtlich.


Angesichts der Kritik an Fiducia supplicans, die in Afrika nicht nur von Christen, sondern auch von Seiten anderer Religionsgemeinschaften geübt worden sei, habe er die Angelegenheit in die Hand genommen. Von allen Seiten seien negative Reaktionen gekommen, von Laien, Priestern, Ordensleuten, Bischöfen, die sehr verärgert gewesen seien.

Als Vorsitzender des Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) habe er alle Bischofskonferenzen Afrikas angeschrieben und sie gebeten, sich zu treffen, das Dokument zu analysieren und ihm ihre Reaktionen zu schicken. Das Ergebnis sei ein siebenseitiges Dokument gewesen, welches er persönlich Papst Franziskus in Rom übergeben habe, erinnerte sich Kardinal Ambongo. 

Er habe mit Papst Franziskus über Fiducia supplicans und die Kritik der afrikanischen Bischöfe gesprochen. „Von diesem Zeitpunkt an hat er seine Meinung geändert“, sagte Kardinal Ambongo wörtlich. Seither sei von Fiducia supplicans nicht mehr die Rede gewesen. Er habe das siebenseitige Dokument der afrikanischen Bischöfe mit Erlaubnis von Papst Franziskus veröffentlicht. Es sei keine Stellungnahme gegen den Papst gewesen, aber dieser habe verstanden, dass er einen Fehler gemacht habe, betonte der Kardinal.

Auf Nachfrage von OSV News, ob Papst Franziskus die Veröffentlichung von Fiducia supplicans bedauert habe, antwortete Kardinal Ambongo, dass er nicht ins Detail gehen könne, da es sich um vertrauliche Informationen handle. Er wies aber darauf hin, der Papst habe ihm erlaubt, das Dokument mit dem Titel „Nein zur Segnung homosexueller Paare in den afrikanischen Kirchen“ zu veröffentlichen. „Wenn er mich autorisiert hat, es zu veröffentlichen, dann kann ich daraus schließen, dass er zumindest unseren Ansatz verstanden hat“, sagte Kardinal Ambongo wörtlich.

 

Foto; Archivbild Kardinal Ambongo mit Papst Franziskus

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz