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Keine Religion hat derzeit einen so hohen Blutzoll zu zahlen wie das Christentum

30. Oktober 2025 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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WELT übt Kritik am Schweigen der deutschen Medien und Kirchen zur Christenverfolgung: "zwar rühmen sich die Kirchen ihrer sozialen Arbeit,[...] aber ihre verfolgten Glaubensgeschwister kommen in der Prioritätenliste nicht an erster Stelle".


Berlin (kath.net/rn)
Weit über 300 Millionen Menschen werden heutzutage verfolgt, nur weil sie an Jesus Christus glauben. Das sind 15 Prozent aller Christen auf der Welt. Auf das hat die bekannte deutsche Tageszeitung "Die Welt" am Mittwoch hingewiesen. Gideon Böss, der Autor des Beitrags, erinnert daran, dass in Ländern wie Nigeria oder dem Kongo regelrechte Genozide durch Islam-Gruppen stattfinden und dass fast alle Länder, in denen Christen unterdrückt werden, muslimische Bevölkerungsmehrheiten die Mehrheit haben oder sich die Länder als muslimisch definieren.


"Keine Religion hat derzeit einen so hohen Blutzoll zu zahlen wie das Christentum. Umso erstaunlicher ist es, wie in der deutschen Öffentlichkeit über diese Religion gesprochen wird. Von Empathie und Sorge keine Spur, stattdessen herrscht Misstrauen", schreibt Böss, der dann deutsche Medien wie den "Spiegel" kritisieren, weil diese regelmäßig auf eine angebliche Machtergreifung in den USA durch Christen verweisen und dabei das Kreuz regelmäßig in verzerrender Weise darstellen.

Bei den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland sei das Christentum nur dann ein Thema, wenn es um Missbrauch oder um Kirchenaustritt gehe, so Böse. In den Jugendkanälen des ÖRR werde Panik verbreitet, wenn christliche Sportler zu ihren Glauben stehen. Doch das Thema "Christenverfolgung" spiele keine Rolle.

Böss stellte dann fest, dass nicht nur linke Themen das kaum aufgreifen sondern auch die Politik und sogar die Kirchen selbst dazu schweigen würden. "Zwar rühmen sich die Kirchen ihrer sozialen Arbeit, betonen ihren Einsatz für Flüchtlinge und gegen Rassismus, aber ihre verfolgten Glaubensgeschwister kommen in der Prioritätenliste nicht an erster Stelle. Oft auch nicht an zweiter, dritter oder vierter", schreibt Böss und stellt fest, dass in Deutschland über die am meisten verfolgte Religion der Welt kaum gesprochen werde. Diese Gleichgültigkeit sei nicht nur ein Verrat an den verfolgten Menschen, sondern auch an den christlichen Werten, auf denen unsere westliche Welt aufbaue.


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