Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück

19. Jänner 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Große Freude unter katholischen Ukrainern: Sie erhalten frühere katholische Kirche für zunächst 50 Jahre zur kostenlosen Nutzung zurück – Die Geschichte der St. Nikolaus-Kirche spiegelt die jüngere ukrainische Geschichte wider


Kyiv (kath.net/pl) Die St. Nikolaus-Kirche in Kyiv zählt zu den nationalen kulturellen Wahrzeichen der Hauptstadt der Ukraine. Nach Jahrzehnten mit Rechtsstreitigkeiten, Verzögerungen und konkurrierenden Ansprüchen hat die römisch-katholische Gemeinschaft der Ukraine nun das Recht erhalten, die historische Kirche für die nächsten 50 Jahre im Rahmen eines mit dem Staat unterzeichneten Abkommens zu nutzen. Die Kirche bleibt zwar im Besitz des Staates – ein Faktum, das durch die Beschlagnahmung in der Sowjetzeit geschaffen worden war –, sie wird nun aber hauptsächlich als Pfarrkirche genutzt werden. Die Kirche hätte sich zwar gewünscht, dass die neogotische Kirche nun ganz in ihren Besitz übergeht, das hat sich allerdings vorläufig zerschlagen. Dennoch weist die Pfarrei darauf hin, dass dieser aktuelle Schritt "erst der Anfang" sei.


Am 6. Januar, dem Epiphaniefest, wurde in der überfüllten Nikolauskirche die Übergabe an die Katholiken mit einer Messfeier begangen, der Apostolische Nuntius in Kyiv, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, hielt die Predigt.

Die Kirche hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Mit dem Bau im Zentrum Kyivs wurde 1899 begonnen, sie wurde 1909 geweiht. Der erste Pfarrer der Kirche war Józef-Jan Żmigrodzki aus Niemirów in Podole. Er wurde 1930 von den Russen zu sieben Jahren Arbeitslager verurteilt wurde und starb 1935 auf den Solovetsky-Inseln. Die Kirche konnte bis 1938 von den Katholiken genutzt werden, dann wurde sie von den sowjetischen Behörden geschlossen, die Gebäudlichkeiten wurden wirtschaftlich genutzt. 1978 spendete der Ministerrat der UDSSR das Kirchengebäude für musikalische Zwecke, seither konnten darin Orgelkonzerte stattfinden. Die Bemühungen der Katholiken, das Gebäude nach dem Fall der Mauer zurückzuerhalten, blieben auch nach dem Ende des Sowjetreiches fast drei Jahrzehnte erfolglos. Immerhin konnten Messfeiern in Ukrainisch, Polnisch und Latein darin abgehalten werden. 

Mit der Jahrtausendwende geriet nach und nach die Bausubstanz in Gefahr. Das Grundwasser sowie die Erschütterungen durch eine darunter erbaute U-Bahnlinie setzten dem Kirchengebäude zu, eine Renovierung war wegen der Besitzerfrage nicht möglich. Erst im Jahr 202o lenkte die Regierung ein. Dann wurde aber die Kirche 2021 durch ein großes Feuer und 2024 ihre Fenster durch den Einschlag einer russischen Rakete in der Nachbarschaft zerstört. Am 8. Januar 2026 wurde die Kirche dann endlich für 50 Jahre kostenlose Nutzung an die katholische Kirche übergeben.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  2. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  3. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  4. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  5. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  6. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  7. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  8. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump
  9. Kiewer Erzbischof bei Osloer Friedensgebet: Ukraine durchlebt Kreuzweg
  10. Papst würdigt neuen Seligen aus der Ukraine und bittet um Fürsprache






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Vom Elend der Fürbitten
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  12. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  13. Der entschärfte Gott
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz