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| ![]() Die größere Gerechtigkeit. Christus erfüllt das Gesetz und eröffnet den Weg der Liebevor 11 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung Leo XIV.: Die größere Gerechtigkeit im Horizont des Reiches Gottes. die Stadt derer, die in der Liebe leben. Die Ordnung des Reiches Gottes als Form der menschlichen Gemeinschaft. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Beim traditionellen Mittagsgebet des Angelus am sechsten Sonntag im Jahreskreis wandte Papst Leo XIV. den Blick auf einen weiteren Abschnitt der Bergpredigt (vgl. Mt 5,17–37). Nachdem Jesus die Seligpreisungen verkündet habe, lade er dazu ein, „in die Neuheit des Reiches Gottes einzutreten“, und offenbare, um auf diesem Weg zu führen, „die wahre Bedeutung der Gebote des mosaischen Gesetzes“. Diese dienten nicht dazu, einem äußerlichen religiösen Bedürfnis nachzukommen, um sich vor Gott gerechtfertigt zu fühlen, sondern führten dazu, „in eine Liebesbeziehung mit Gott und unseren Brüdern und Schwestern einzutreten“. Deshalb sage Jesus ausdrücklich, dass er nicht gekommen sei, „um das Gesetz aufzuheben, sondern um zu erfüllen“ (vgl. Mt 5,17). Die „Erfüllung des Gesetzes“ sei die Liebe, und „in ihr findet es zu seinem tiefsten Sinn und seiner letzten Bestimmung“. Es gehe darum, „eine größere Gerechtigkeit zu erlangen als die der Schriftgelehrten und Pharisäer“ (vgl. Mt 5,20), eine Gerechtigkeit, die sich nicht auf die äußere Einhaltung von Vorschriften beschränke, sondern den Menschen für die Liebe öffne und zur Liebe befähige. Jesus untersuche einige konkrete Gebote des Gesetzes und verwende die bekannte Formel, die den Übergang von der Überlieferung zur Erfüllung sichtbar mache: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist“, und zugleich: „Ich aber sage euch“ (vgl. Mt 5,21–37). Darin offenbare sich der Unterschied zwischen einer formalen religiösen Gerechtigkeit und der Gerechtigkeit des Reiches Gottes. Diese Ausrichtung sei von grundlegender Bedeutung, denn sie zeige, dass das Gesetz Mose und den Propheten gegeben worden sei „als Anfang eines Weges zu einem tieferen Verständnis Gottes und seines Plans für uns und die Geschichte“. In den Worten des Apostels Paulus sei es ein „Erzieher“, der zu Christus führe (vgl. Gal 3,23–25). Nun aber sei er selbst gekommen, „in der Person Jesu, in unsere Mitte“, in ihm, „der das Gesetz erfüllt und uns so zu Söhnen des Vaters gemacht hat und der uns die Gnade geschenkt hat, mit ihm als Söhne und Töchter und untereinander als Brüder und Schwestern in Beziehung zu treten“. Jesus lehre, dass die wahre Gerechtigkeit die Liebe sei und dass in jedem Gebot „ein Erfordernis der Liebe“ erkannt werden müsse. Es reiche nicht aus, „einen Menschen nicht physisch zu töten, wenn ich ihn dann mit Worten töte oder seine Würde nicht respektiere“ (vgl. Mt 5,21–22). Ebenso genüge es nicht, „formal dem Ehepartner treu zu sein und keinen Ehebruch zu begehen“, wenn in dieser Beziehung „gegenseitige Zuwendung, Zuhören, Achtung, Fürsorge und das gemeinsame Voranschreiten in einem gemeinsamen Projekt fehlen“ (vgl. Mt 5,27–28.31–32). Diese Beispiele zeigten, dass das Gesetz nicht auf eine äußere Form reduziert werden könne, sondern dass es auf die innere Wahrheit der Beziehung ziele. Das Evangelium vermittle so eine grundlegende Lehre: „Es reicht nicht aus, ein Mindestmaß an Gerechtigkeit zu üben“, sondern es bedürfe „einer großen Liebe, die durch die Kraft Gottes möglich ist“. Abschließend richtete sich der Blick auf Maria, „die der Welt Christus geschenkt hat, denjenigen, der das Gesetz und den Heilsplan erfüllt“. Die Bitte galt ihrer Fürsprache: „Möge sie für uns Fürsprache einlegen und uns helfen, in die Logik des Reiches Gottes einzutreten und seine Gerechtigkeit zu leben“. Foto (c) Vatican Media
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