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Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen

5. Mai 2026 in Spirituelles, 9 Lesermeinungen
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Mariendonker Äbtissin Christiana Reemts schildert eine erstaunliche Bemerkung eines Pfarrers.


Mariendonk (kath.net/pl) „Ein Pfarrer sagt mir im Gespräch, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen.“ Das schreibt die Mariendonker Äbtissin und renommierte Theologin Christiana Reemts in einem Beitrag auf ihrem Blog. Sie schildert weiter, dass sie darauf mit einem erstaunten Blick reagiert habe, deshalb habe der Pfarrer dann weiter ausgeführt: „Religiöse Menschen wollen von der Kirche Gottes Segen für ihre Ehe, für ihr Kind, für ihr Leben. Christen wollen Jesus nachfolgen und nach seiner Weisung leben. Das ist ein fundamentaler Unterschied.“ Die Äbtissin lässt diese Beobachtung unkommentiert stehen, findet sie aber wichtig genug, um sie zu notieren.


Dr. Christiana Reemts OSB (siehe Link) ist seit 2005 die Äbtissin der auf dem Gebiet des Bistums Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern veröffentlicht. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.


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Lesermeinungen

 modernchrist 6. Mai 2026 
 

Wenn der Pfarrer religiöse Menschen vor sich hat,

dann sind das vielleicht wie Blumentöpfe mit Pflanzen, die gut gegossen und gedüngt werden sollten, um auch christliche Blüten hervorbringen zu können.
Man muss die historischen Tage von Hochzeitsfeiern, EK-Feiern und deren Vorbereitung, Taufgespräche usw. priesterlich ganz bewusst nutzen, um diese Blumentöpfe zu gießen. Ohne Wasser und Dünger keine Blüte! Das ist ja neben der Sakramentenspendung der priesterliche Dienst, den die Menschen/Jugendlichen benötigen, um zu praktizierenderen Christen, zu Jüngern Jesu, zu werden. Die Nähe und das Mühen des Pastors um "religiöse" Menschen ist so wichtig, damit Gottes Wort - mit diesem Gießwasser - Blüten bringen kann.


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 SarahK 5. Mai 2026 
 

@SalvstoreMio, Ja, das in etwa glaube ich auch

Ich glaube das wer so tief glaubt, dass er die Heilsmittel der Kirche,sei es Segen oder Sakramente als heilig versteht und erfürchtig annimmt, der kann nicht drum herum den Nächsten so zu lieben wie sich selbst. Ich habe es selbst gerade gemerkt 2 Menschen in meinem extrem nahen Umfeld, die ich fast die ganze Woche sehe also entweder den einen oder den anderen hassen mich und ich habe dann auch versucht die einfach zurück zu hassen, aber ich kann es nicht, bevor ich katholisch-katholisch wurde war das gar kein Problem für mich, jetzt bete ich für beide sogar für beide getrennt und das täglich. Entweder nimmt man den Glauben ernst oder nicht und für die Unterrichtung, falls die Eltern oder der Ehepartner nicht in Frage kommen ist ja nunmal der Ortspfarrer zuständig, ähm laut CIC wenn ich mich recht erinnere.


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 Stefan Fleischer 5. Mai 2026 

Was mir soeben in den Sinn gekommen ist

Wie wäre es, wenn unsere deutschsprachigen Bischöfe in Zusammenarbeit mit der Glaubenskongregation eine (Werbe)broschüre herausgeben würden:

Christentum heute - kurz und bündig.
Was Du wissen, was Du glauben, was Du tun musst.
Aus römisch-katholischer Sicht.

Wobei das im heutigen Zustand der Kirche in unseren Breitengraden wohl keine sehr einfache Arbeit sein dürfte. Es wäre schon viel erreicht, wenn alle Beteiligten einsehen würden, dass so etwas dringend nötig wäre. Denn schon Paulus wusste: «Und wenn die Trompete unklare Töne hervorbringt, wer wird dann zu den Waffen greifen?» (1.Kor 14,8)


2
 
 Walahfrid Strabo 5. Mai 2026 

Ähnliches beobachte ich auch in meinem Umfeld. Manche davon bezeichnen sich als "spirituell unterwegs" und nehmen dann eben von allen religiösen Strömungen das mit, was für sie einerseits am besten passt und andererseits nichts fordert. Das ist dann der kirchliche Segen für das Kind, das Universum, an das man Wünsche schickt und statt dem "kleine Sünden bestraft der liebe Gott gleich" hat das Karma Einzug gehalten.

Ich kanns den Leuten aber auch gar nicht verübeln, Woche für Woche werden - bei mir zumindest - ja auch nur noch irgendwelche oberflächliche Belanglosigkeiten gepredigt, die im Grunde zum Rosinenpicken verleiten.


3
 
 Stefan Fleischer 5. Mai 2026 

Vielleicht müsste man

zuerst wieder einmal eindeutig definieren, was "christlich», bzw. «Christ sein» konkret heisst, vielleicht sogar was bzw. wer jener Christus ist, welcher dieser Bewegung den Namen gegeben hat, und was jemand glauben muss, damit er sich Christ nennen darf.
Wir leben heute in einer Welt, in welcher fast all unsere Worte mehrere Bedeutungen haben können, bzw. sich ihre Definition laufend verändert, ganz wie es «nötig» ist, um das Gegenteil dessen zu beweisen, was ihr ursprüngliche Sinn war. Diese Tendenz macht sich seit einiger Zeit sogar in unserer Theologie breit. Und wo man damit nicht mehr weiterkommt, werden unliebsame Begriffe einfach tabuisiert.


1
 
 SalvatoreMio 5. Mai 2026 
 

Was ist "christliche Religion"?

@Christianlay:"Religion" bedeutet doch in tieferem Sinn "Wiederanbindung" - nämlich "Anbindung an Gott". SEGENSUCHEN scheint mir bei vielen Personen zunächst so etwas wie eine "Anfangsphase" zu sein. -Doch "Christsein" bedeutet letztlich weit mehr, nämlich nicht allein "Schutz und Geborgenheit suchen", sondern sich zu Christus bekennen, sich Ihm angetraut verstehen in lebendiger Treue; nach ihm das ganze Leben ausrichten.


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 SarahK 5. Mai 2026 
 

Ich mag diese Herangehensweise gar nicht

Ist es nicht am Ende die Frucht des Priesters wie die Menschen in seiner Gemeinde den Glauben leben, aber auch praktizieren.


2
 
 Christianlay 5. Mai 2026 
 

Mißverstandener Glaube

Das ist ein arges Mißverständnis der christlichen Religion, die nicht auf die Nachfolge Jesu reduzierbar ist. Das Segenspenden, daß die Kinder getauft werden, die Ehe unter den Beistand Gottes gestellt wird, gehört auch konstitutiv zur christlichen Religion!
Uwe Lay


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 gebsy 5. Mai 2026 

Glaube & Aberglaube

In diesem Zusammenhang ist auch bekannt, dass dort, wo der Glaube auszieht, der Aberglaube einzieht.

Darauf zu vertrauen, dass uns die Erlösung bereits geschenkt ist, ist die wesentliche "Leistung" des Christen. Wer dieses Geschenk einmal "ausgepackt" hat, wird es unbedingt weiter vermitteln (missionieren) wollen ...


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