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Polnischer Schiedsrichter Listkiewicz: Treffen mit Johannes Paul II. war wie Pfeifen eines Endspiels

vor 3 Tagen in Chronik, 1 Lesermeinung
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Michał Listkiewicz war der erste Pole gewesen, der ein WM-Finalspiel pfiff. Der spätere Präsident des Polnischen Fußballverbandes erinnert sich gegenüber „Radio Vatikan“/Polen an seine Audienz bei Papst Johannes Paul II.


Vatikan-Warschau (kath.net/pl) „Ich wusste, dass dies einer der wichtigsten Momente meines Lebens war. Mein Treffen mit Papst Johannes Paul II. kann ich nur mit der Leitung eines WM-Endspiels vergleichen“, sagt Michał Listkiewicz, ehemaliger Präsident des Polnischen Fußballverbandes (PZPN) und der erste polnische Schiedsrichter, der ein WM-Finale leitete. Er äußerte sich in einem Interview mit der polnischsprachigen Ausgabe von „Vatican News“. Listkiewicz pfiff das Endspiel der Fußball-WM 1990. Für diese WM hatte die polnische Nationalmannschaft es nicht mal in die Vorrunde geschafft, sondern musste wegen mangelnder Qualifizierung draußen bleiben. Umso wichtiger war den polnischen Fußballfans die Berufung des Schiedrichters zu diesem hochrangigen Spiel. Der Papst empfing die Delegation von internationalen WM-Schiedsrichtern und Offiziellen ihrer jeweiligen Verbände noch vor dem Beginn der Weltmeisterschaft, Listkiewicz hatte bei der Ermöglichung dieser Begegnung geholfen.


„Schiedsrichter aus über zwanzig Ländern nahmen an der Audienz teil. Ich stellte dem Papst jeden Einzelnen vor. Und der Heilige Vater sprach jeden Offiziellen in dessen Muttersprache an. Es gab praktisch keine Sprache, die der Papst nicht beherrschte“, sagt Listkiewicz mit offensichtlicher Bewunderung, schildert „Vatican News“. 

Der ehemalige polnische Fußballfunktionär erinnerte sich auch an einen weiteren Vorfall, der sich gegen Ende jener Audienz im Jahr 1990 ereignete. Als Vertreter der Schiedsrichtergruppe überreichte er dem Papst ein Geschenk: eine Kristallpfeife, die eigens bei einer Kristallmanufaktur in Stronie Śląskie in Auftrag gegeben worden war. „Der Papst nahm die Pfeife entgegen und blies hinein – nur um festzustellen, dass sie keinen Ton von sich gab, da es sich lediglich um ein Dekorationsstück handelte. Daraufhin sagte er: ‚Herr Michał, aber was ist das denn für eine Pfeife, wenn sie nicht pfeift?‘ Glücklicherweise hatte einer meiner Kollegen zufällig eine echte Schiedsrichterpfeife bei sich. Wir reichten die Pfeife rasch an den Papst weiter, der so laut hineinblies, dass die Kronleuchter wackelten. ‚Oh! DAS ist nun eine Pfeife!‘, sagte der Heilige Vater“, berichtet der ehemalige Präsident des Polnischen Fußballverbands (PZPN). 

Dem Papst in einer Audienz begegnen zu können, schilderte Listkiewicz so: „Ich könnte es nur mit dem Endspiel einer Weltmeisterschaft vergleichen. Natürlich hatten viele Polen die Gelegenheit, einer Generalaudienz beim Heiligen Vater beizuwohnen; doch so lange Zeit direkt an der Seite von Johannes Paul II. zu stehen – und dem Papst einen Schiedsrichter nach dem anderen vorzustellen –, das war etwas wahrhaft Unglaubliches.“


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Lesermeinungen

 girsberg74 vor 3 Tagen 
 

Ich kann mir das Ergriffensein dieses Menschen gut vorstellen !


2
 

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