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"Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"

6. Juni 2026 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Ein französisch-amerikanischer Priester des Instituts Christus König und Hohepriester überwältigt nach einer wilden Verfolgungsjagd einen flüchtenden Täter – und eilt danach sofort zur medizinisch-seelsorgerischen Erstversorgung des Opfers.


Detroit (kath.net)
Ein katholischer Priester sorgt in den USA derzeit für Schlagzeilen, nachdem er im vollen Talar (Soutane) einen flüchtenden Kriminellen eigenhändig zu Boden gerungen und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten hat. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend direkt vor dem „St. Joseph Shrine“ in Detroit, wie US-Medien wie die New York Post und der National Catholic Register berichten.

Der französisch-amerikanische Priester Rev. Canon (Kanonikus) Jean-Baptiste Commins befand sich auf dem Parkplatz des Heiligtums, als er das laute Quietschen von Reifen und einen heftigen Aufprall hörte. Wie sich später herausstellte, hatte sich ein Verdächtiger eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei das Auto einer Frau gerammt.


Als Kanonikus Commins zur Straße eilte, sah er einen Mann, der – nur mit einem einzelnen Schuh bekleidet – im Vollsprint die Flucht ergriff. In diesem Moment rief jemand: „Haltet ihn auf!“

Für den Geistlichen gab es kein Zögern. Er  warf sich dem Flüchtigen entgegen. „Mein erster Impuls war, zur Tat zu schreiten“, erklärte Commins gegenüber einem lokalen Fernsehsender. Er packte den Verdächtigen und brachte ihn zu Boden. Da der junge Mann heftigen Widerstand leistete und unklar war, ob er bewaffnet ist, musste der Priester nach eigenen Angaben physische Gewalt anwenden: „Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen, um sicherzugehen, dass keine Bedrohung von ihm ausgeht.“ Dabei verletzte sich der Kanonikus leicht an der Hand – die Ärzte vermuten eine Schürfwunde oder einen leichten Bruch. Gemeinsam mit einem Gemeindemitglied, das ihm zu Hilfe eilte, fixierte der Priester den Mann, bis die Polizei die Handschellen anlegen konnte.

Direkt nach der Festnahme wechselte Commins sofort wieder in seine eigentliche Rolle als Seelsorger: „Sobald die Polizeibeamten den Herrn übernommen hatten, rannte ich sofort zu der Dame im gerammten Fahrzeug, um nachzusehen, ob sie die Krankensalbung oder einen Segen benötigt“, so der Priester. Die Frau kam glücklicherweise mit leichteren Verletzungen davon.

Gegenüber den Medien gab sich der „Helden-Priester“ bescheiden und kommentierte den Vorfall lakonisch mit den Worten: „Einfach ein weiterer Tag in Detroit.“ Nachdem sichergestellt war, dass es der verletzten Frau gut ging, kehrte er nach eigenen Angaben sofort wieder zu seinem normalen priesterlichen Alltag zurück.

Kanonikus Jean-Baptiste Commins gehört dem Institut Christus König und Hohepriester (ICRSP) an, einer Gesellschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts, die sich insbesondere der Pflege der "Alten Messe" widmet. Seine schulische Ausbildung erhielt er nahe Paris, bevor er im Priesterseminar des Instituts in Gricigliano bei Florenz (Italien) studierte. Heute leitet er die Gemeinde am St. Joseph Shrine in Detroit.


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Lesermeinungen

 methusabert 7. Juni 2026 
 

Made my Day

Verpasste Chance, ich hätte den Titel „Zwei Fäuste für ein Halleluja“ gewählt. :)


1
 
 Versusdeum 6. Juni 2026 
 

„Einfach ein weiterer Tag in Detroit"

"Neo" mit Soutane und schwarzem Gürtel in Aktion gegen "Mr. Smith". So hat man den überlieferten Ritus jedenfalls selten in Aktion erlebt, sieht man von Don Camillo einmal ab. Jedenfalls: Made my day ;)


4
 
 girsberg74 6. Juni 2026 
 

Vorbildlich !!!


5
 

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