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Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär

4. Juli 2026 in Österreich, 22 Lesermeinungen
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Ein Pfarrsekretär der Diözese Feldkirch hat einen Mann ‚geheiratet‘. In der Diözese machte ein E-Mail die Runde, in dem zu Glückwünschen aufgefordert wurde.


Feldkirch (kath.net/jg)
In den Pfarrsekretariaten der Diözese Feldkirch (Vorarlberg) ging letzte Woche ein E-Mail ein, in dem die Empfänger aufgefordert wurden, einem Pfarrsekretär Hochzeitswünsche zu schicken. Dieser hat am Freitag „seinem Liebsten das Ja-Wort“ gegeben. 

„Zu diesem freudigen Anlass“ sollten die Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre gratulieren und „Liebe, Glück und Gesundheit“ für die gemeinsame Zukunft wünschen. „Lasst uns gemeinsam zeigen, wie sehr wir ihn schätzen, und ihm und seinem Mann die besten Wünsche mit auf ihren gemeinsamen Weg geben“, heißt es wörtlich in dem E-Mail.


Das E-Mail wurde von zwei Mitarbeiterinnen der „Berufsgemeinschaft der PfarrsekretärInnen“ verfasst und von einer Mitarbeiterin des Personalreferats der Diözese von ihrem offiziellen E-Mailkonto weiterverbreitet.

Die Katholische Kirche lehnt die Ehe zwischen Personen des gleichen Geschlechts ab. In der Erklärung der Kongregation (heute Dikasterium) für die Glaubenslehre aus dem Jahr 2003 mit dem Titel „Erwägungen zu Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“ heißt es klar, dass die Ehe nur zwischen Personen verschiedenen Geschlechts existiert und es „keinerlei Fundament“ für einen auch nur analogen Vergleich homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe gibt. Homosexuelle Beziehungen verstoßen gegen das natürliche Sittengesetz. Aus diesen Gründen lehnt die Kirche jede rechtliche Anerkennung ab, die solche Verbindungen der Ehe angleicht.

Die Diözese Feldkirch hat im Ehe- und Familienzentrum die „Regenbogenpastoral“ angesiedelt, die „queere Seelsorge“ betreibt. Die „Regenbogenpastoral“ gibt es seit 2015, und wurde offiziell durch den Diözesanbischof beauftragt. Sie setzt sich laut Homepage der Diözese „dafür ein, dass sich Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und Identität in der katholischen Kirche beheimatet und angenommen fühlen.“ Weiters ist dort zu lesen: „Die Mitarbeiter:innen des Arbeitskreises engagieren sich dafür, dass alle Menschen ihre Spiritualität innerhalb der Kirche leben und als selbstverständlicher wichtiger Teil der Gemeinschaft in ihr unterwegs sein können.“

 


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