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Wie die Dominikaner auf den Hund kamen

6. September 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Ein schwarz-weiß-gefleckter Hund mit einer brennenden Fackel im Maul saust um die Welt. Ein Traum - und was in 800 Jahren Dominikanerorden daraus wurde.


Wien (kath.net / pk) Sobald man einen sieht, sieht man ihn plötzlich überall: Den kleinen Hund, der auf vielen Darstellungen des heiligen Dominikus zu sehen ist. Wie kommt nun der Vierbeiner zu einem der größten Heiligen der katholischen Kirche? Und was bedeutet er?

Der Dominikanerhund geht auf eine Vision zurück, die die Mutter des heiligen Dominikus angeblich hatte, bevor sie ihn zur Welt brachte, heißt es ein einem Beitrag auf „Aleteia“.  Da sie mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen hatte, unternahm sie eine Pilgerreise zur Abtei Santo Domingo de Silos in Spanien. Sie träumte, dass ein schwarz-weiß-gefleckter Hund mit einer Fackel in der zu setzen. Bald darauf wurde sie schwanger. Ihrem Sohn gab sie den Namen Dominikus, in Erinnerung an den Heiligen Dominikus von Silos aus dem 11. Jahrhundert, nach dem die Abtei benannt war, die sie besucht hatte.


Der Traum war aufgrund eines Wortspiels im Lateinischen prophetisch: Obwohl Dominikus seinen Orden den „ordo praedicatorium“, also „Predigerorden“ nannte, wurde er später als die Dominikaner bekannt, mit Bezug auf den Gründernamen. Auf Lateinisch lautet dies „Dominicanus“, was dem Ausdruck „domini canes“ – also „Hunde des Herrn“ – sehr ähnlich ist.

Angesichts des Charismas des Ordens, das Evangelium eifrig zu verkünden, schienen die Geschichte und das Wortspiel passend. So haben die Dominikaner bis heute weltweit den Spitznamen „Hunde des Herrn“. Die Legende stellt bildhaft eine Aufgabe dar, welche der Dominikanerorden hat: Das Evangelium in aller Welt zu verkünden und ihrem Herrn zu dienen – wie es Hunde bei ihrem Herrchen tun sollten.

Die Ordensregel des Dominikus enthält deswegen auch, dass die Brüder ein einfaches Leben führen sollten, was im Spätmittelalter nicht selbstverständlich war. Den Brüdern war es zum Beispiel verboten, auf Pferden zu reisen oder von ihnen herab zu predigen. Sie sollten arm leben und zu Fuß gehen, um den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

Die Hunde-Metapher steht schließlich noch in Zusammenhang mit einer weiteren Aufgabe der Dominikaner. Sie wurden von den Päpsten des 13. Jahrhunderts beauftragt, Häretiker zu finden. Warum schienen die Dominikaner dafür geeignet? Sie hatten eine gute theologische Ausbildung, ein Charakteristikum des Ordens.

Die 800jährigen Geschichte des Dominikanerordens brachte insgesamt 60 Kardinäle hervor sowie vier Päpste: Innozenz V. (1276), Benedikt XI. (1303-1304), Pius V. (1566-1572) und Benedikt XIII. (1724-1730). Zu den bekanntesten Vertretern des Ordens zählen der Maler Fra Angelico, der deutsche Mystiker Meister Eckehart, der berühmte Theologe Thomas von Aquin sowie der Kirchenlehrer Albertus Magnus.


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Lesermeinungen

 Stephaninus 7. September 2026 
 

Mein Ding

Wäre ich Priester geworden, wären wohl die Dominikaner mein Ding gewesen. Schlaue Jungs, und das vor den Jesuiten (SJ) ;-)


0
 
 anjali 6. September 2026 
 

Dominikaner

Sehr interessant! Ich wusste noch nicht dass Papst Pius V auch Dominikaner war.


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