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Italienischer Exorzismus-Experte warnt vor Harry Potter

22. Juli 2007 in Chronik, keine Lesermeinung
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Band 7 löst erneut Potter-Diskussion aus – Beauftragter des Bistums Essen für Sekten und Weltanschauungsfragen verteidigt den Zauberlehrling und meint, dass Harry Potter etwas "Messianisches" habe.


Linz (www.kath.net)
Keine Vorbehalte gegen die Zauberwelt in den Harry-Potter-Romanen hat Pfarrer Gary Albrecht, Beauftragter des Bistums Essen für Sekten und Weltanschauungsfragen. Der Priester sieht “durchaus Parallelen zu Werten, die das Christentum vertritt”. Der letzte Band der Potter-Reihe erschien am Samstag in der englischen Ausgabe. Potter-Kritiker kommen laut Albrecht vor allem aus der Richtung fundamentaler und evangelikaler Gruppen.

Diese legten die Bibel wörtlich aus, sähen die Welt unter dem Einfluss Satans und hätten deshalb naturgemäß Vorbehalte gegen Bücher, die Hexen und Zauberer als positive Figuren darstellten, sagt der Sektenbeauftragte. “Die katholische Kirche ist in dieser Frage sehr viel gelassener.”, meint der Pfarrer. Ihm fielen viel eher Bilder auf, die mit dem Christentum höchst vereinbar seien, etwa die Tatsache, dass das Waisenkind Harry Potter durch die Liebe seiner verstorbenen Eltern geschützt ist oder dass Solidarität und Freundschaft die Helden weiter bringen als Zauberei. Albrecht: “Der weise alte Schuleiter sagt: Man kann Glück in der Dunkelheit finden, aber man darf nie vergessen, ein Licht leuchten zu lassen. Das ist tiefe christliche Botschaft, auch wenn Gott nicht explizit vorkommt.”

Die Romanreihe hat nach Ansicht des Seelsorgers durchaus eine hoffnungsvolle Botschaft. Damit seien sie durchaus für Jugendliche geeignet, “Natürlich hat die Figur Harry etwas Messianisches - das abgeschobene Kind, das vom Außenseiter zum Retter einer Gesellschaft wird.” Wenn man die Lektüre nicht bis zum Realitätsverlust übertreibe, sei auch an der Schilderung des Kampfes von Gut gegen Böse nichts auszusetzen, findet Albrecht: “Was mir an Harry Potter gefällt, ist, dass das Gute letztlich den Sieg davonträgt. Das ist die Botschaft, die wir auch als Christen haben.”

Das Phänomen “Harry Potter” ist auch ein Thema unter den 500 katholischen Priestern und Laien, die sich bei der jährlichen Exorzismus-Konferenz in Mexiko trafen.

Bei dem Treffen wurde über den negativen Einfluss der Magie gesprochen sowie Ratschläge darüber ausgetauscht, wie man dämonische Besessenheit bekämpfen kann. Francisco Bamonte, ein italienischer Exorzismus-Experte und Autor von des Buches „Teuflische Besessenheit und Exorzismen“ (Anmerk. d. Red.: Noch nicht in deutscher Sprache erschienen) meinte beim Kongress, dass die Harry Potter Bücher und Filme ein „klarer Versuch seien, Jugendliche in eine esoterische und magische Mentalität einzuführen“, wie die mexikanische Tageszeitung „Milenio“ berichtete.



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