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Warum wir den Papst brauchen

1. Juni 2010 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Theologe Hans Feichtinger verteidigt in "Wiener Zeitung" die Kirche und weist die Papst- und Kirchenbeleidigungen von Herbert Kohlmaier von der "Laieninitiative" zurück (Von Vorurteilen und Hass treiben lassen)


Wien (kath.net)
"Der Gastkommentar von Herbert Kohlmaier ("Die Männer im Vatikan begehen Verrat an Jesus") war ein Dokument voller Zorn und Beleidigungen. Wenn sich der Autor auf Jesus berufen und wirklich in der Kirche sein will, darf er sich nicht so von Vorurteilen, ja Hass, treiben lassen." Dies betont Hans Feichtinger, ein Priester des Bistums Passau und Mitarbieter er an der römischen Kongregation für die Glaubenslehre im Vatikan in einer Repllik auf die "Hasspredigt" von Herbert Kohlmaier vergangene Woche. Kath.Net berichtete.


Feichtinger betont, dass der Glaube vom Hören komme. "Jesu Auftrag kommt zu uns durch Tradition und Geschichte hindurch. Der "Gehorsam" des Glaubens ist Gott geschuldet, Gott aber ist nicht so, wie man ihn gerade haben möchte, und ähnlich gilt das für die Kirche. Den Glauben zu fördern, ist Sinn und Zweck aller Autorität in der Kirche. Die Autorität der Schrift und des Glaubens der Apostel muss lebendig bleiben, geschützt und vertieft werden. Sonst ist der Glaube weit weg von den Menschen, weltfremd und unmenschlich."

Der Theologe stellt auch klar, dass es die Einheit der Gläubigen und die Wahrheit des Glaubens nicht ohne die Autorität (in) der Kirche gäbe. "Ein hoher Preis, aber es ist ihn wert. Wenn man ehrlich und mit Liebe auf die Kirche schaut, entdeckt man sogar, dass es in ihr weit mehr Freiheit und Selbständigkeit gibt als anderswo. Die Wahrheit freilich ist nicht per Mehrheitsbeschluss zu finden, sondern immer neu zu suchen und zu verkünden (vgl. Vatikanum II, Gaudium et spes 4) – genau das ist Aufgabe des Papstes und seiner Mitarbeiter. Die Kirche ist natürlich viel mehr als der Vatikan, aber ohne und gegen den Papst gibt es keine katholische Kirche."

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