Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  8. Menschenrecht auf Abtreibung?
  9. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  10. So fühlt sich Nachhausekommen an
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

Kardinal Schönborn mit 'Sternsingern' in der Moschee

7. Jänner 2011 in Österreich, 28 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Erzbischof und Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft betonten Motiv der Gastfreundschaft und des „guten Miteinanders“


Wien (kath.net/PEW) Kardinal Christoph Schönborn hat am Mittwoch erstmals das Wiener Islamische Zentrum besucht. Es war der erste Besuch eines Wiener Erzbischofs seit Jahrzehnten in der Moschee am Hubertusdamm; Kardinal Franz König war 1968 bei der Grundsteinlegung anwesend.

Kardinal Schönborn begleitete eine „Sternsinger“-Gruppe aus der benachbarten katholischen Pfarre St. Elisabeth-Bruckhaufen. Die „Sternsinger“ waren von den Verantwortlichen des Islamischen Zentrums eingeladen worden. Der Pfarrer von St. Elisabeth-Bruckhaufen – der neue Leiter des Wiener Priesterseminars, Richard Tatzreiter – hat in den letzten Jahren ein gutnachbarliches Verhältnis zur Moschee am Hubertusdamm aufgebaut.

Sowohl Kardinal Schönborn als auch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh, betonten bei der Begegnung das Motiv der Gastfreundschaft und des „guten Miteinanders“. Im Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten betonte der Wiener Erzbischof, dass „Verbrechen im Namen der Religion immer Verbrechen gegen die Religion sind“. Auch Schakfeh verurteilte die „mörderischen Attentate“ in Alexandrien und Bagdad „aufs Schärfste“. Es handle sich um „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.


Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft erinnerte daran, dass im Orient – insbesondere in seiner Heimat Syrien – das Zusammenleben von Christen und Muslimen lange Zeit von „guter Nachbarschaft, ja Freundschaft“ gekennzeichnet gewesen sei.

In den letzten Jahrzehnten seien Spannungen aufgekommen; umso notwendiger sei es, im Dialog nach Lösungen für diese Spannungen zu suchen. Die Anfänge der Spannungen seien oft in unbedachten Worten zu suchen, denn auch das Wort könne eine „Form der Gewalt“ sein. Ebenso wie Schakfeh verurteilte auch der Direktor der Islamischen Religionspädagogischen Akademie, Prof. El Sayed Elshahed (der selbst aus Ägypten stammt), das Blutbad von Alexandrien und sprach seine tiefe Anteilnahme für die Opfer und ihre Angehörigen aus.

Die „Sternsinger“ brachten im Islamischen Zentrum ihre Lieder zu Gehör; anschließend sang auch eine Mädchengruppe des Islamischen Zentrums Friedenslieder. Danach wurden die christlichen Gäste mit Kardinal Schönborn an der Spitze durch die Moschee und die Bibliothek des Islamischen Zentrums geführt, wo auch der Geschenkeaustausch stattfand.

„Es war sehr gelungen, die große Gastfreundschaft unserer muslimischen Nachbarn hier erleben zu dürfen. Ich glaube, sie haben sich aufrichtig gefreut und es war ein wichtiger Schritt“, sagte Kardinal Schönborn im Anschluss an die freundschaftliche Begegnung.

Auch Johannes Kemetter, der Vorsitzende der Katholischen Jungschar der Erzdiözese Wien, bekräftigte die Symbolkraft des Besuchs am Vorabend des Dreikönigsfestes: „Die Heiligen Drei Könige und ihre Botschaft der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, über religiöse oder kulturelle Grenzen hinaus, sind heute aktueller denn je. Gerade in Zeiten, in den oft auch ein harsches Klima gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund oder anderen Religionsgruppen herrscht, sind solche bereichernden Begegnungen, wie sie hier im Zuge der Sternsingeraktion geschehen sind, von großer Bedeutung“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Epiphanie

  1. Die Sterndeuter folgten der 'Handschrift Gottes in der Schöpfung'
  2. Wer waren die ‚Heiligen Drei Könige’?
  3. Meisner: In Sachen Religion keinen Maulkorb tragen!
  4. Papst kritisiert ungezügelte Globalisierung
  5. Una stella nuova






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  9. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Ein Frühstück für den Verleugner
  14. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz