Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Die große Täuschung
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  9. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  14. Studie zur US-Spaltung: Nicht die Rechten, sondern die Linken rückten ab
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Der 'sensus Ecclesiae': Im Leben der großen Gemeinschaft der Kirche

16. März 2012 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Liturgie und Neokatechumenaler Weg in der Lehre Benedikts XVI. Von Manuel Nin / Osservatore Romano


Rom (kath.net/Osservatore Romano) In den vor allem in der Fastenzeit gehaltenen Katechesen zur Taufvorbereitung führten die Kirchenväter (insbesondere Cyrill von Jerusalem, Johannes Chrysostomus, Theodor von Mopsuestia) die Katechumenen, das heißt jene, die sich auf den Empfang der Taufe in der Osternacht vorbereiteten, dazu – man könnte sagen, sie führten sie an der Hand, leiteten sie –, durch das Glaubensbekenntnis – das Credo – und indem sie ihnen ein Gebetsmodell gaben – das Vaterunser – den christlichen Glauben zu entdecken, kennenzulernen und im Gedächtnis zu bewahren. In der gesamten Vorbereitungszeit in Erwartung der Taufe – die wie alle Sakramente eine Gabe ist, die man empfängt und annimmt in der Kirche, in ihrem Schoß, der neu gebiert – wurden die Katechumenen in den Glauben eingeführt, in das Hören und Verstehen des Wortes Gottes, und nahmen nur am ersten Teil der Feier der heiligen Geheimnisse teil. Denn nach dem Evangelium – davon haben wir heute noch ein Zeugnis in den Liturgien der Ostkirche – entließ der Diakon die Katechumenen, er forderte sie auf, die Kirche zu verlassen und versetzte sie in gewisser Weise in eine Haltung der Erwartung – der freudigen Erwartung –, am einen Opfer Christi teilzunehmen, das in der Osternacht vom Bischof in der einen Mutter Kirche gefeiert würde, die sie in der Taufe in Christus neu gebären würde.


Deshalb wurden die Katechumenen, die mit dem Gesang des paulinischen Verses » Alle die ihr auf Christus getauft wurdet, habt euch mit Christus bekleidet, Alleluja« in der Kirche empfangen wurden, nicht mehr »Katechumenen« genannt , sondern »Neophyten«, das heißt »Neu Eingepflanzte, Eingefügte«. Aber worin? In Christus in der einen und großen Kirche; und von jenem Augenblick an nahmen sie ganz an den heiligen Geheimnissen des Leibes und Blutes Christi teil, die nicht mehr eine Etappe des Katechumenats waren, sondern die Fülle der Zugehörigkeit aller christlichen Gläubigen zum Leben Christi in der Kirche, und das sind sie auch heute noch.

Auf den Spuren der großen Kirchenväter, ihrer Katechese und Mystagogie können wir die Ansprache von Benedikt XVI. sehen, die er am vergangen 20. Januar an die Mitglieder des Neokatechumenalen Weges (NW) gehalten hat, in einer Audienz, die der Papst selbst in die Abfolge der Audienzen einfügte, die er in jährlichem Rhythmus den Gründern und Mitgliedern dieser kirchlichen Wirklichkeit gewährt hat. Es handelt sich um eine Lektion liturgischer Theologie, die für den NW und die ganze Kirche gültig und nützlich ist.

Der Papst unterstrich von Anfang an den Wert des Einsatzes des NW in Mission und Evangelisierung, ein Einsatz, der immer – und daran erinnert der Heilige Vater zwei Mal – »in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche und mit dem Nachfolger Petri« stattfinden muß, in der beständigen Suche einer »tiefen Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhl und mit den Hirten der Teilkirchen, in die ihr eingegliedert seid«. Man möchte sagen, daß der Bischof von Rom niemals seine Rolle als Prinzip der Einheit mit allen Hirten der katholischen Kirche vergißt: »Die Einheit und die Eintracht des kirchlichen Leibes sind ein wichtiges Zeugnis für Christus und für sein Evangelium in der Welt, in der wir leben.«

Als guter Hirte spart Benedikt XVI. erneut und zu Recht nicht an Worten, um die Großherzigkeit und den missionarischen Einsatz des NW hervorzuheben – und auch die Schwierigkeiten, denen er bei seinem Evangelisierungseinsatz begegnet – und um die Mitglieder, Priester, Laien und ganze Familien zu ermutigen, eifrig fortzufahren, das Evangelium überall zu verkünden, auch an Orten, die weit vom Christentum entfernt sind, immer in der Liebe zu Christus und der Kirche.

Nach den einführenden Worten erklärt der Papst den Sinn der Approbierung jener Feiern des NW, »die nicht im eigentlichen Sinne liturgisch sind, sondern zum Weg des Wachstums im Glauben gehören«. Benedikt XVI. erinnert den NW und die ganze Kirche daran, daß die Liturgiefeiern jene sind, die von der Kirche in den verschiedenen lehramtlichen Texten des Bischofs von Rom approbiert worden sind oder von den verschiedenen ökumenischen Konzilien, die die Liturgie der Kirche geregelt und approbiert haben.

Der Papst unterstreicht, daß die Approbierung der im Katechetischen Direktorium des Neokatechumenalen Wegs vorhandenen Feiern in enger Verbindung mit dem »sensus Ecclesiae« gesehen werden muß und in Übereinstimmung mit den Anforderungen an den Aufbau des »Corpus Ecclesiae«. Der Papst zeigt sein Herz als Hirte der Kirche, »der euren Reichtum versteht, aber auch auf die Gemeinschaft und die Eintracht des gesamten ›Corpus Ecclesiae‹ achtet«.

Zum Osservatore Romano


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Neokatechumenat

  1. Papst Leo XIV. empfängt Neokatechumenalen Weg: „Sie haben das Feuer des Evangeliums neu entfacht“
  2. Wenn das Handy klingelt und der Papst ist dran…
  3. Symphonie in Zeichen des christlich-jüdischen Dialogs
  4. Papst besucht Fest des Neokatechumenates
  5. Papst feiert mit Neokatechumenat am 5. Mai großen Gottesdienst
  6. Bistum Lancaster: Liturgische Normen für Neokatechumenalen Weg
  7. Nachruf auf Carmen Hernandez, Mitgründerin des Neokatechumenalen Weges
  8. Mitgründerin des Neokatechumenalen Wegs gestorben - UPDATE Papstbrief
  9. Papst sendet neokatechumenale Missionare
  10. Neokatechumenat: Aus für liturgische Sonderwege?






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  8. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  9. Die große Täuschung
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz