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Christen können in Partnerschaften leichter vergeben

14. Oktober 2014 in Familie, keine Lesermeinung
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Wer seinen Glauben lebt, steht dem Partner wohlwollend gegenüber


Bonn (kath.net/idea) Der christliche Glaube beeinflusst die Bereitschaft zur Vergebung in einer Partnerschaft positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid (Bielefeld) im Auftrag des Bundesverbandes Katholischer Ehe-, Familien- und Lebensberaterinnen und -berater (Schweinfurt) erstellt hat. Die Untersuchung wurde unter anderem von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (Bonn) unterstützt. „Wo Verzeihen gelingt, erleben sich die Partner als zugewandt“, heißt es in einer Mitteilung der Bischofskonferenz zu der Studie. An der Befragung nahmen 1.400 Frauen und Männer teil. Diejenigen, die ihren christlichen Glauben im Alltag miteinander leben, berichteten von einem guten psychischen Wohlbefinden und einem ausgeprägten Wohlwollen ihrem Partner gegenüber. Die Ergebnisse legten nahe, so die Mitteilung, dass diese Personengruppe offensichtlich leichter verzeihen kann, weil sie Vergebung als Element ihres partnerschaftlichen Lebensstils und zugleich Teil ihres Glaubens umsetzen könne. Für die Studie wurden auch 350 Paare befragt, die eine Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle aufgesucht haben. Dazu heißt es, dass Religiosität bei ihnen nur geringen Einfluss auf die Zufriedenheit in der Partnerschaft hat.


Wie religiös orientierte Praxis helfen könne, mit Kränkungen und Verletzungen besser umzugehen, stelle sich daher als Aufgabe für die Kirchen und religiösen Gemeinschaften, aber auch für die Gesellschaft: „Paare sollen befähigt werden, nach Kränkungen, herablassender Kritik oder sexueller Untreue in der Partnerschaft das verloren gegangene Wohlwollen wieder aufzubauen, die emotionale Bindung wiederherzustellen und Groll bzw. Ärger angemessen auszudrücken.“ Der Bundesverband Katholischer Ehe-, Familien- und Lebensberaterinnen und -berater hält es angesichts der Ergebnisse für nötig, das Thema „Vergeben und Verzeihen“ in Unterricht, Erwachsenenbildung, Ehevorbereitung sowie in der kirchlichen Verkündigung praxisnäher einzubringen, als dies bisher geschehe.


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