Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. Die große Täuschung
  8. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“

Franziskus will Vatikan-Archive zu NS-Zeit öffnen lassen

30. November 2014 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Pius XII. habe viele Juden gerettet – unter schwierigen Umständen, sagte der Heilige Vater.


Jerusalem (kath.net/ KNA)
Papst Franziskus hält an der von Benedikt XVI. angekündigten Öffnung der Vatikan-Archive für die Zeit des Nationalsozialismus fest. In einem Interview der israelischen Tageszeitung „Jediot Ahronot“ (Freitag) sagte Franziskus, sobald die bestehenden rechtlichen und administrativen Hindernisse beseitigt seien, sollten die Bestände für Forscher freigegeben werden.

Das Kirchenoberhaupt zeigte sich besorgt über das schlechte Bild, das die Welt von Papst Pius XII. (1939-1958) habe. Seit dem Theaterstück „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth 1963 habe man Pius XII. vielfach angeklagt und dabei übersehen, dass dieser während des Zweiten Weltkriegs viele Juden gerettet habe, indem er sie in italienischen Klöstern untergebracht habe.


„Ich sage nicht, dass er keine Fehler gemacht hat“, so Franziskus in dem Interview. „Er hat ein paar gemacht. Auch ich mache viele Dinge falsch.“ Geschichte müsse immer im Licht der jeweiligen Zeit interpretiert werden, um sie richtig beurteilen zu können. Bezogen auf Pius XII. bedeute dies, die Umstände zu würdigen, unter denen er gehandelt habe.

Historiker und Kirchenhistoriker hatten in den vergangenen Monaten Befürchtungen geäußert, der Papst aus Argentinien werde in seinem Pontifikat andere Schwerpunkte setzen als sein aus Deutschland stammender und wissenschaftlich geprägter Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013). Darunter könnte auch die in Aussicht gestellte Öffnung der Vatikan-Archive fallen.

Den Seligsprechungsprozess für Pius XII. legte der Vatikan zuletzt aus „politischen“ Überlegungen auf Eis. Überdies fehle noch der Nachweis eines Wunders auf Fürsprache des Pacelli-Papstes, so Franziskus.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 mhesemann 1. Dezember 2014 
 

Nicht "auf Eis gelegt"!

Danke für dei gute Meldung, aber ... es ist nicht richtig, dass "der Vatikan" (wen meint ihr? Papst Franziskus?) die Seligsprechung Pius XII. "auf Eis" gelegt hätte. Den "heroischen Tugendgrad" Pius XII. hat Papst Benedikt XVI. bereits 2009 approbiert. Seitdem steht ausschließlich die Anerkennung des Wunders seiner Seligsprechung im Wege. Da es sich um eine Krebs-Heilung handelt müssen die Ärzte diesen Fall ein wenig länger beobachten, um sicher zu sein, dass die Heilung endgültig ist und damit die Kriterien für ein Wunder erfüllt. Darauf hat "der Vatikan" keinerlei Einfluß und es gab auch keine Anweisung, dies hinauszuzögern. Es wurde lediglich von dritter Seite empfohlen, zuvor die Archive zu öffnen, um eine größere Kontroverse zu verhindern. Das soll ja nun nächstes Jahr geschehen...


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Wahrheit

  1. Kirche muss mit Jesus, nicht mit dem Zeitgeist gehen
  2. Die irrationale Behauptung 'Für mich ist…'
  3. Seifert: Relativismus hat keine Handhabe gegen Unrecht
  4. Erkennbar und nicht zu unterdrücken
  5. Plädoyer für die Vernunft
  6. Jugendliche: Ehrlich währt am längsten
  7. Fast jeder Dritte glaubt: Mitmenschen lügen täglich
  8. Wer dem Menschen weniger gibt, als die Wahrheit, betrügt ihn
  9. 7000 junge Katholiken pilgern nach Altötting
  10. Die eine Wahrheit in vielen Wahrheiten






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  9. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Die große Täuschung
  12. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. „Im Namen Jesu, lass das Messer fallen!“
  15. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz