Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“

Seifert: Relativismus hat keine Handhabe gegen Unrecht

10. Juni 2012 in Interview, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Philosophieprofessor bei Heiligenkreuzer Tagung 'Diktatur des Relativismus' im kath.net-Interview über mangelnde Logik und zerstörerische Wirkung des Relativismus und zu seiner Kritik an der Päpstlichen Akademie für das Leben


Wien (kath.net) Wer sagt: „Wahrheit gibt es nicht“, befinde sich in einem Widerspruch, da er ja doch sagen wolle, dass das wahr sei, dass es keine Wahrheit gebe. Darauf wies der Philosophieprofessor Josef Seifert im kath.net-Interview mit Christof Zellenberg bei der Tagung „Diktatur des Relativismus“ im Stift Heiligenkreuz am 2. Juni hin.

Wer skeptisch an aller Erkenntnis zweifelt, setze schon eine Menge Wahrheiten und Erkenntnisse voraus, um überhaupt zweifeln zu können (das eigene Leben, Erinnerung, Urteil, …) zitierte Seifert den heiligen Augustinus.

Wenn Wahrheit grundsätzlich abgelehnt wird, wenn alles relativ sei, habe man damit zwar einerseits kein Recht, eine Diktatur zu errichten und andere zu etwas zu zwingen, andererseits gebe es auch kein Recht mehr, irgendein Verbrechen oder eine Diktatur abzulehnen, dann habe eben „Hitler seine Wahrheit und ich habe meine Wahrheit“, dann gebe es keine Möglichkeit des Einspruchs dagegen. Der Relativismus müsse also jede Art von Diktatur und Gewalt erlauben.


Auch seien gerade die größten totalitären Systeme wie Nationalsozialismus, Kommunismus bzw. Marxismus auf einem ganz radikalen Relativismus aufgebaut (z.B. Wahrheit ist nur eine Waffe im Klassenkampf) gewesen.

Die letzte Frage des Interviews bezog sich auf Professor Seiferts Kritik an Referenten der Päpstlichen Akademie für das Leben. In einem Brief an den Akademiepräsidenten Bischof Ignacio Carrasco de Paula hatte Seifert die Konferenz am 24. Februar als den «schwärzesten Tag» in der Geschichte der Akademie bezeichnet: Die Leitung habe keine andere Wahl als zurückzutreten, da das Wissenschaftlerforum mit der Einladung bestimmter Referenten seine Verpflichtung gegenüber der Wahrheit und der katholischen Lehre über das Leben aufs Spiel setze, kath.net hat berichtet.

Dazu erklärt Seifert im Interview: Als Mitglied der Akademie habe er sich gedrängt gefühlt, nach der Tagung zur Behandlung der Unfruchtbarkeit Kritik zu äußern: In sechs von sieben Vorträgen sei die in den Vorträgen enthaltene Ethik im Widerspruch zur katholischen Lehre gestanden. Dahinter sei nun eine Debatte aufgebrochen, was das Ziel der Akademie sei. Eine Position besage, dass sie einfach ein Forum für neutrale Wissenschaft sein müsse, wo unabhängig von der Weltanschauung vorgetragen werde. Die andere Position, die Seifert vertritt, will die Fragen des Lebens ethisch im Licht der Wahrheit darstellen und erforschen. „Meines Erachtens ist dieser Konflikt durch unser Statut schon für meine Seite entschieden“, schmunzelt Seifert, „aber wir werden sehen, wie es weiter geht.“

Das Video-Interview:




Vortrag von Prof. Seifert über Irrtümer und Widersprüche im Relativismus:




Foto: (c) kathtube


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Wahrheit

  1. Franziskus will Vatikan-Archive zu NS-Zeit öffnen lassen
  2. Kirche muss mit Jesus, nicht mit dem Zeitgeist gehen
  3. Die irrationale Behauptung 'Für mich ist…'
  4. Erkennbar und nicht zu unterdrücken
  5. Plädoyer für die Vernunft
  6. Jugendliche: Ehrlich währt am längsten
  7. Fast jeder Dritte glaubt: Mitmenschen lügen täglich
  8. Wer dem Menschen weniger gibt, als die Wahrheit, betrügt ihn
  9. 7000 junge Katholiken pilgern nach Altötting
  10. Die eine Wahrheit in vielen Wahrheiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  2. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  3. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  4. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  5. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  6. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  7. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘
  8. Polens Parlament stimmt für erweiterte legale Abtreibungen
  9. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  10. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  11. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  14. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  15. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz