Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  9. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"

Ingrid Betancourt: Ich habe meinen Entführern vergeben

29. September 2016 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die kolumbianische Politikerin war mehr als sechs Jahre Gefangene der FARC-Rebellen. Anlässlich des Friedensvertrages spricht sie im Interview mit der Deutschen Welle über ihre Erfahrungen.


Paris (kath.net/jg)
Als sie 2012 vom Beginn der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den linksgerichteten FARC-Rebellen erfuhr, sei sie zur Basilika Sacré-Couer gegangen, um sich zu bedanken. Das sagt die kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt im Interview mit dem Nachrichtensender Deutsche Welle.

Nach dem Abschluss des Friedensvertrages hofft sie auf Frieden in ihrem seit mehr als 50 Jahren von Bürgerkrieg betroffenen Heimatland. „Wenn sein (Präsident Santos’, Anm.) Plan aufgeht, wird er in die Geschichte Kolumbiens eingehen“, sagt sie wörtlich.


Ein erheblicher Teil des Interviews ist ihrem persönlichen Schicksal gewidmet. Ingrid Betancourt war im Februar 2002 von den Rebellen der FARC entführt und mehr als sechs Jahre in Geiselhaft gehalten worden. Im Juli wurde sie vom kolumbianischen Militär befreit. Neben der Stimme ihrer Mutter, die sie immer wieder im Radio hören konnte, sei es vor allem ihr katholischer Glaube gewesen, der ihr geholfen habe diese Zeit zu überstehen. „Ohne den Glauben an Gott ist es schwer zu akzeptieren, dass es für alles eine Erklärung gibt, auch wenn man sie zunächst nicht versteht. Es besteht die Gefahr, dass Rachgefühle und Bitterkeit überhand nehmen“, sagt sie wörtlich gegenüber der Deutschen Welle.

Sie habe sich entschieden ihren Entführern zu vergeben, fährt sie fort. Gleichzeitig zeigt sie Verständnis für jene, denen das unmöglich ist. „Versöhnung und Vergebung sind etwas sehr persönliches und intimes“, sagt sie wörtlich. Vergebung umfasse persönliche Wünsche, Reflektionen und Gefühle. „Und wer hat schon seine Gefühle unter Kontrolle?“ fragt sie und gibt zu, auch acht Jahre nach ihrer Befreiung mit ihren Gefühlen zu kämpfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kolumbien

  1. Weihwasser aus Hubschrauber "Wir müssen den Teufel loswerden"
  2. Erneut katholischer Priester in Antioquia ermordet
  3. Papst ruft Kolumbien in Abschlussmesse zum Frieden auf
  4. Papstbesuch in Kolumbien - Seligsprechungen und Versöhnungsgebet
  5. Franziskus lobt und bestärkt Kolumbiens Jugend
  6. Papst betet in Kathedrale von Bogota für Frieden und Gerechtigkeit
  7. Kolumbianische Ordensfrau rappt für den Papst
  8. Papst in Kolumbien: Kein Extratreffen mit Venezuelas Bischöfen
  9. Suspendierung eines ‚Amoris laetitia’-kritischen Priesters aufgehoben
  10. Kirche will Referendum über Adoptionsrecht homosexueller Paare







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  12. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  15. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz