Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  10. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  11. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  12. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

... die Sache mit dem Kreuz

24. Mai 2017 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Was meinen das Erzbistum Berlin und die Deutschen Bischofskonferenz (DBK) dazu, dass eine christliche Lehrerin in Berlin in einer staatlichen Schule das Kreuz ablegen musste? kath.net hat nachgefragt.


Berlin-Bonn (kath.net/pl) In Berlin hatte eine evangelische Lehrerin an einer staatlichen Schule aufgrund des Berliner Neutralitätsgesetzes die Dienstanweisung erhalten, den Kreuzanhänger an ihrer Halskette abzulegen. Sie hatte sich gefügt, obwohl ihr die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zuvor ihr Unterstützung signalisiert hatte für den Fall, dass es beim Weitertragen des Kreuzes zu einem Rechtsstreit kommen würde. Medienberichten zufolge scheint die Lehrerin derzeit einen christlichen Fisch-Anhänger zu tragen. kath.net hatte bei der Deutschen Bischofskonferenz und beim Erzbistum Berlin nachgefragt, wie Kardinal Marx bzw. Erzbischof Koch zu diesen Vorgängen stehen und ob für christliche Lehrer in Berlin noch die volle Religionsfreiheit als gewährleistet gesehen werden kann. Denn, so die kath.net-Anfrage, zum einen könnte ein solcher Vorgang auch einen katholischen Lehrer treffen, zum anderen können in Zeiten der Ökumene auch Katholiken nicht darüber hinwegsehen, wenn ein evangelischer Christ betroffen ist.

Für die Deutsche Bischofskonferenz antwortete Pressesprecher Matthias Kopp auf die kath.net-Anfrage: „Wir wollen uns grundsätzlich nicht an der spekulativen Frage ‚hätte‘ beteiligen und dürfen daher auf das verweisen, was Ihnen die Pressestelle des Erzbistums Berlin heute zu Ihrer auch dort gleichlautend gestellten Frage geschrieben hat.“


Für das Erzbistum Berlin antwortete Pressesprecher Stefan Förner auf die kath.net-Anfrage: „Das Erzbistum Berlin verwies als Antwort auf die von Generalvikar Pater Manfred Kollig SSCC gegenüber Radio Vatikan dargelegte Position, die Sie gern verwenden können. Gleiches gilt auch für das Statement: http://www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/datum/2017/05/20/kirchen-fuer-aenderung-des-berliner-neutralitaetsgesetzes/.

Das Erzbistum Berlin hatte im Beitrag auf ihrer Homepage vom 20. Mai geschrieben, dass sich der Berliner Generalvikar Pater Manfred Kollig in dieser Frage „differenzierend“ geäußert habe. Der Generalvikar habe im Gespräch mit „Radio Vatikan“ festgestellt, er sei nicht dafür, dass das Berliner Neutralitätsgesetz geändert würde. Vielmehr sei ihm wichtig, das Anliegen des Gesetzes von 2005 zu verstehen. „Menschen dürfen nicht den Eindruck haben, sie würden benachteiligt, weil sie eine andere Überzeugung vertreten, oder sie würden manipuliert“, nennt Pater Manfred eines der Anliegen. „Dieses Anliegen muss man hochhalten und verteidigen.“ Es gehe noch lange nicht um die Frage, ob das Gesetz geändert werden müsse, „ich persönlich sage ganz klar, das Gesetz von 2005 zur Auslegung des Artikels 29 der Landesverfassung ist so, wie es ist, gut. Die Frage ist, wie wir damit umgehen und wie wir es auslegen.“ Im Fall von Konflikten, etwa bei Justiz oder Polizei oder bei Bewertungen wie etwa in der Schule, dürfe auf keinen Fall der Eindruck entstehen, es könne zu Benachteiligungen auf Grund von Glauben oder Überzeugungen kommen.

Der Generalvikar äußerte außerdem seine Hoffnung auf eine öffentliche Diskussion darüber, „wie viel Neutralität uns gut tut, hier in der Stadt und im Land Berlin, aber es könnte auch ein guter Beitrag sein zur Diskussion, die ja weit über Berlin hinaus geht“. Außerdem warb Pater Manfred ausdrücklich für den christlichen Gehalt des Symbols Kreuz: Für Christen sei es Zeichen des Heils, nicht Statussymbol oder Zeichen „um auszudrücken, wer hier bei uns im Land das Sagen hat“. Natürlich stehe es auch für die Grundlage der Werte unserer Gesellschaft.

Weitere kath.net-Artikel zum Thema:
Weihbischof Schwaderlapp: „Ich möchte der Lehrerin meinen höchsten Respekt zollen“. „Das Zeichen des Fisches haben die Christen in Zeiten der Verfolgung gewählt… Gehen wir wieder dahin?“

Kommentar der früheren CDU-Bundestagsabgeordneten und früherem ZdK-Mitglied Monika Brudlewsky: 'Leben wir in einem freien Deutschland, oder wo.....?'

Lehrerin trägt nun Fisch statt Kreuz an Halskette - wieder Ärger?

Lehrerin fügt sich der Dienstanweisung und nimmt ihr Kreuz ab

Gastkommentar von Sr. Barbara Offermann OP: Wenn etwas ein religiöses Symbol ist, muss es weg? Sogar der Fischanhänger der evangelischen Lehrerin in Berlin?

Foto oben: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kreuz

  1. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  2. Papst wird das Kreuz am Kolosseum selbst tragen
  3. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  4. „Der Kampf um das Kreuz geht weiter und berührt jede Generation“
  5. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  6. „Bekreuzigen Sie sich, wenn Sie an einer Kirche vorbeigehen?“
  7. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  8. Erstmals live übertragenes Gebet vor Turiner Grabtuch
  9. Die Hand Jesu – Eine Betrachtung in einer außergewöhnlichen Fastenzeit
  10. „Ich war ein Baum. Ich wurde zum Kreuz“






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  11. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  12. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  13. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  14. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  15. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz