Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  8. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  9. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  10. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  11. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  12. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Die große Täuschung
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

In den Golfstaaten werden große christliche Kirchen erbaut

30. März 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Fürstentum Katar entsteht eine orthodoxe Kathedrale, im Königreich Bahrain eine katholische.


Doha-Manama (kath.net/ KAP)
Die Zunahme der christlichen Bevölkerung in den Golfstaaten wird im Fürstentum Katar und im Königreich Bahrain sichtbar. In beiden Golfstaaten sind große christliche Gotteshäuser im Bau, berichtete der Pressedienst der Wiener Stiftung "Pro Oriente" am Donnerstag. In Katars Hauptstadt Doha soll die orthodoxe Kathedrale St. Isaak und Georg zum Jahresende vollendet sein. Der zuständige Erzbischof Makarios (Mavrojannakis) kündigte an, dass die Liturgien in der neuen Kirche auf Griechisch, Arabisch und Russisch gehalten werden sollen. Der orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., werde nach Doha kommen, um die neue Kirche zu weihen.

Bei einem Basar zu Gunsten des Kirchenbaus zeigte sich in der Fastenzeit, dass die orthodoxen Christen in Katar zusammenhalten: Bei dem Basar wurden Speisen und Volkskunst-Erzeugnisse der russischen, serbischen, griechischen, georgischen, moldauischen, bulgarischen und syrisch-libanesischen Tradition angeboten.


Allerdings ist Doha innerorthodox ein kirchenpolitisch heikles Pflaster. Das orthodoxe Patriarchat von Antiochien ist der Auffassung, dass die ganze arabische Halbinsel traditionell zu seinem "kanonischen Territorium" gehört. Das Patriarchat von Jerusalem wiederum stellt sich auf den Standpunkt, dass die meisten Christen in Katar aus Palästina kommen und errichtete vor diesem Hintergrund in Doha einen erzbischöflichen Sitz. Erzbischof Makarios wurde 2013 - unter heftigem Protest des Patriarchats von Antiochien - für Doha geweiht. Wegen des Streits um die kirchliche Zuständigkeit für Katar ist die kirchliche Gemeinschaft zwischen den beiden orthodoxen Patriarchaten seit fünf Jahren gebrochen. Der Streit führte auch dazu, dass das Patriarchat von Antiochien 2016 nicht am orthodoxen Konzil von Kreta teilnahm.

Neue Kathedrale in Bahrain 2021

In Awali, einem Vorort von Manama, der Hauptstadt des Königreichs Bahrain, haben in diesen Tagen die Bauarbeiten für die neue katholische Kathedrale begonnen. Nach Angaben des Apostolischen Vikars, Bischof Camillo Ballin, soll das Gotteshaus im Jahr 2021 eröffnet werden. Den Baugrund hatte König Hamad bin Isa al Khalifa der katholischen Kirche vor fünf Jahren geschenkt.

Die meisten Katholiken im Königreich sind Arbeitsmigranten aus Osteuropa, Südindien und von den Philippinen; es gibt aber auch rund 1.000 einheimische Katholiken. Die neue Kathedrale wird mit dem Bischofssitz verbunden sein. Wie Bischof Ballin betonte, soll sie aber in erster Linie ein spirituelles Zentrum sein. Den Bau der Kathedrale betrachte er als Zeichen einer "gewissen Öffnung" des Königreichs Bahrain für den religiösen Pluralismus.

Bis zur ersten Jahrtausendwende gab es in den heutigen Golfstaaten eine starke christliche Präsenz - etwa durch die Diözesen und Klöster der Apostolischen Kirche des Ostens. Eine zweite Phase christlicher Präsenz ergab sich in der Zeit der portugiesischen Herrschaft im 16./17. Jahrhundert.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Arabien

  1. Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel wird geweiht
  2. Papst Franziskus reist in die Vereinigten Arabischen Emirate
  3. Papst vor historischer Arabien-Reise: ‘Wir sind Brüder’
  4. Bischof verlegt Amtssitz von Kuwait nach Bahrain






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  10. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz