Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  6. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  11. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  13. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen

Die heiligste Eucharistie verdient unsere ganze Liebe

14. August 2018 in Spirituelles, 31 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jede Heilige Messe hat einen unermesslichen Wert für die Ewigkeit. Der höchste Moment unseres Lebens ist der Kommunionempfang. Doch für die Begegnung mit dem lebendigen Gott muss man vorbereitet sein. Gastbeitrag von Pastor Frank Unterhalt


Paderborn (kath.net) Der Herr hat mit dem Sakrament seines Leibes und Blutes das größte Wunder gewirkt. Die Eucharistie „enthält ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst“ (II. Vatikanisches Konzil, PO 5). Unser Blick muss daher fortwährend auf das Sakrament des Altares gerichtet sein, in dem wir den vollkommenen Ausdruck der unendlichen Liebe des Erlösers entdecken dürfen (vgl. Johannes Paul II., Ecclesia de Eucharistia (EdE), 1).

Die Eucharistie, welche den Aposteln anvertraut und von ihnen und ihren Nachfolgern bis zu uns weitergegeben wurde, baut die Kirche auf. Sie kann daher nur in Übereinstimmung mit dem Glauben der Apostel gefeiert werden (vgl. EdE 27). Durch sie haben wir das kostbare Vermächtnis des Paschamysteriums Christi empfangen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11,24‒25; Lk 22,19).

„Wenn die Kirche die heilige Eucharistie, das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung ihres Herrn, feiert, wird dieses zentrale Mysterium des Heils wirklich gegenwärtig und vollzieht sich das Werk unserer Erlösung“ (EdE 11). Die Heilige Messe ist somit die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi.

Die überlieferten Wandlungsworte Christi bewirken in der Kraft des Heiligen Geistes das große Wunder der Transsubstantiation: „die Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. […] Die sinnlich wahrnehmbaren Merkmale des Brotes und des Weines, also die ‚eucharistischen Gestalten‘, bleiben jedoch unverändert“ (Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche (KKKK), 283).


Im Sakrament der Eucharistie ist Jesus Christus wahrhaft, wirklich und substanzhaft zugegen – mit Leib und Blut, mit Seele und Gottheit (vgl. Konzil von Trient, Dekret über die heiligste Eucharistie, Kan. 1: DS 1651). Könnte es Größeres und Schöneres für einen gläubigen Katholiken geben? „Was hätte Jesus noch mehr für uns tun können? In der Eucharistie zeigt er uns wirklich eine Liebe, die ‚bis zur Vollendung‘ (Joh 13,1) geht, eine Liebe, die kein Maß kennt“ (EdE 11).

Der hl. Pfarrer von Ars sagt dazu: „Alle guten Werke zusammen erreichen nicht den Wert eines einzigen Messopfers, denn sie sind die Werke des Menschen; die Messe aber ist Gottes Werk. […] In der Messe ist es Gott, der seinen Leib und sein Blut für den Menschen opfert“ (J. Frossard, Ausgewählte Gedanken des heiligen Pfarrers von Ars, S. 50).

Jede Heilige Messe hat einen unermesslichen Wert für die Ewigkeit. „Sie ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. In der Eucharistie gipfelt das heiligende Handeln Gottes uns gegenüber und unsere Verehrung ihm gegenüber“ (KKKK 274).

Der höchste Moment unseres Lebens ist der Kommunionempfang. Dazu stellt der hl. Pfarrer von Ars fest: „Es gibt nichts Größeres als die Eucharistie. Wie ein Staubkorn vor einem Gebirge sind alle guten Werke auf Erden im Vergleich zu einer einzigen würdigen Kommunion“ (J. Frossard, a.a.O., S. 57). Aus dieser ergeben sich unerschöpfliche Früchte, denn in der Eucharistie wird „Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und das Unterpfand des ewigen Lebens gegeben“ (KKKK 271).

Daraus ergibt sich, dass man für die Begegnung mit dem lebendigen Gott vorbereitet sein muss: „Um die heilige Kommunion zu empfangen, muss man der Katholischen Kirche voll eingegliedert sein und sich im Stand der Gnade befinden […] Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, muss das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt“ (KKKK 291). Wie könnte man vor dem Hintergrund der heutigen Massenkommunionen die Mahnung des hl. Apostels Paulus vergessen (1 Kor 11,28)? Diese echte Hirtensorge äußert sich beim hl. Kirchenlehrer Johannes Chrysostomus in deutlichen Worten: „Auch ich erhebe die Stimme, flehe, bitte und beschwöre euch, nicht zu diesem heiligen Tisch mit einem befleckten und verdorbenen Gewissen hinzutreten. Ein solches Hinzutreten kann man nie Kommunion nennen, auch wenn wir tausendmal den Leib des Herrn berühren, sondern Verdammnis, Pein und Vermehrung der Strafen“ (Omelia in Isaiam, 6,3: PG 56,139).

Insofern braucht es besonders heute wahre Zeugen dieses höchsten Sakramentes, welche in Treue zur apostolischen Lehre das eucharistische Mysterium in Liebe anbeten, mit Eifer verkünden und mit Mut verteidigen. Immer ist dabei zu bedenken, dass uns die Eucharistie als Sakrament unseres Heiles auf die Einzigkeit Christi und die von ihm vollbrachte Rettung zum Preis seines Blutes verweist (vgl. Benedikt XVI., Sacramentum caritatis, 86).

Pastor Frank Unterhalt arbeitet im Pastoralverbund Brilon/Erzbistum Paderborn. Er ist Sprecher des Paderborner Priesterkreises „Communio veritatis“.

Paderborner Dom - Blick auf das beeindruckende romanische Westwerk




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eucharistie

  1. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  2. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  3. Tausende bei Eucharistie-Prozession in New York City
  4. Theologin: Eucharistie vereint, heilt und verwandelt
  5. Weihbischof Hofer bei "Adoratio" über die tiefste Form des Gebets
  6. Anselmianum distanziert sich vom Hauptautor von ‚Traditionis Custodes‘
  7. Erzbischof Cordileone unterstützt Kommunionempfang auf den Knien
  8. Satanist sagt unter Eid: Wir haben keine Eucharistie für ‚schwarze Messe‘
  9. Erzbischof Naumann klagt gegen Satanisten: Fordert Herausgabe der Eucharistie
  10. Christus am verkehrsreichsten Flughafen der Welt begegnen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  12. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  13. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  14. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  15. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz