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„Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“

14. Jänner 2026 in Spirituelles, 16 Lesermeinungen
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Michał Lubowicki/Aleteia: „Selbst wenn wir in einer bestimmten Phase nicht die Kommunion empfangen können … hat unsere treue und regelmäßige Teilnahme an der Eucharistie dennoch eine immense Bedeutung“


Warschau (kath.net/pl) Es sei natürlich „keine ideale Situation“, wenn man in der Hl. Messe die Kommunion nicht empfangen könne. Das räumt Michał Lubowicki in seinem Beitrag in der polnischensprachigen Ausgabe des Nachrichtenportals „Aleteia“ ein und erinnert an das Jesuswort: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.“

„Ist es trotzdem sinnvoll, Freunde zu besuchen, wenn ich aufgrund von Verdauungsproblemen das, was sie mir in bester Absicht zubereitet haben, nicht essen kann? Vielleicht ist es besser, zu Hause zu bleiben? Ich kann sie ab und zu anrufen, vielleicht sogar regelmäßig“, führte der Autor in einem Vergleich weiter aus. Doch habe „es überhaupt Sinn, sie zu besuchen und mit ihnen an einem gedeckten Tisch zu sitzen, wenn man die zubereiteten Speisen nicht probieren kann?“


Die Antwort liege auf der Hand, erläutert er weiter: „Wenn wir wirklich Freunde sind, hat das Treffen am Tisch seinen Wert, selbst wenn wir diesmal nichts essen. Es hat Wert, weil wir die Einladung angenommen haben. Weil wir uns die Mühe gemacht haben zu kommen. Weil wir unsere Zeit geopfert haben. Sich Zeit für ein Treffen zu nehmen, stärkt die Freundschaft wie kaum etwas anderes, denn es zeigt, dass uns ein Freund wirklich wichtig ist, da wir ihm das einzig Unersetzliche schenken: unsere Zeit.“

Dies sei zwar „keine ideale Situation“, so Lubowicki. Denn „unsere Freunde haben sich darauf gefreut, uns zu empfangen und zu bewirten. Wir bleiben hungrig. Man könnte sagen, das Wichtigste ist noch nicht geschehen. Aber kann man das Geschehene [deswegen] einfach als sinnlos bezeichnen?“

Möglicherweise sei dies zwar „nicht die treffendste Analogie“, „aber sie kann dennoch sehr hilfreich sein, um Zweifel an einer viel wichtigeren Frage als einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden auszuräumen: Macht der Messbesuch Sinn, wenn wir aufgrund unserer anhaltenden Sünde nicht die Kommunion empfangen können?“

Denn „selbst wenn wir in einer bestimmten Phase nicht die Kommunion empfangen können und aus irgendeinem Grund die Hindernisse, die uns davon trennen, nicht überwinden können, hat unsere treue und regelmäßige Teilnahme an der Eucharistie dennoch eine immense Bedeutung“: 

  • „Wir sitzen an seinem Tisch. Auch wenn wir nicht davon essen können, sehen wir diesen Tisch immer gedeckt, er wartet auf uns.“
  • „Wir hören sein Wort. Es ist kraftvoll. Es hat die Kraft, uns zu verwandeln, selbst wenn wir diese Veränderung nicht sehen oder spüren. Auch, und vielleicht gerade dann, wenn uns dieses Wort beunruhigt oder gar verletzt.“
  • „Wir sind in Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft – mit all ihren Unvollkommenheiten – ist auch ein 'Sakrament' (die Anführungszeichen dienen lediglich der Unterscheidung von den sieben Sakramenten) seiner Gegenwart, einer Gegenwart mit uns und für uns. „Die Kirche ist mit all ihren Unvollkommenheiten wahrhaftig sein Leib“, zitierte der Autor Benedikt XVI.
  • Nicht zuletzt ziele „unsere Teilnahme an der Liturgie vor allem darauf ab, Gott zu verherrlichen. Auch wenn wir es nicht vollkommen und vollständig tun können, sollten wir es so gut und so tun, wie es uns gerade möglich ist.“

Archivfoto (c) pixabay/Norbert47


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