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"Pell ist Sündenbock, kein Kinderschänder"

27. Februar 2019 in Weltkirche, 87 Lesermeinungen
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Australischer Zeitungskolumnist Bolt ("Ich bin weder Katholik noch Christ") kritisiert Pell-Urteil: "Ein Mann wurde für schuldig befunden: nicht aufgrund von Fakten, sondern von Vorurteilen"


Sydney (kath.net/rn) "Kardinal Pell wurde wegen sexuellem Missbrauch von zwei Burschen fälschlicherweise verurteilt." Dies schreibt der Kolumnist Andrew Bolt in der bekannten australischen Zeitung "Herald Sun". Für Bolt steht fest, dass Pell hier für die Sünden seiner Kirche büßen müsse und eine Verunglimpfungskampagne von Medien hier mitgeholfen habe. "Er ist ein Sündenbock, kein Kinderschänder", betonte der Kolumnist, der von sich selbst ausdrücklich sagt, dass er weder Katholik noch Christ sei. Bolt könne definitiv nicht glauben, dass Pell zwei Ministranten unmittelbar nach der Heiligen Messe in der Kathedrale missbraucht habe. Denn dazu müsse man glauben, dass beide Ministranten unmittelbar nach der Messe Wein in der Sakristei getrunken haben und Pell den einen Jungen zum Oralsex gezwungen habe, während er den anderen unsittlich berührt haben soll. Das könne er einfach nicht glauben.

Bolt schildert eigens, dass der andere Bursche, der inzwischen verstorben ist, immer ganz klar gesagt habe, dass er nicht missbraucht worden sei. Der andere, dessen Identität nach wie vor nicht bekannt sei, habe jahrelang davon nichts erzählt. Der sexuelle Vorfall soll sich laut dem Ankläger unmittelbar nach der Messe zugetragen haben. Dies sei jedoch laut Bolt kaum möglich, da die Sakristei nach jeder Messe immer ein Raum sei, wo sich viele Menschen aufhalten und wo Pell immer auch von Menschen aufgesucht wurde, die mit ihm reden wollten. Die These, dass es zu einem Vorfall in der Sakristei kam, wird auch klar von Monsignore Charles Portelli, wiederlegt. Pells Zeremonienmeister bezeugte, dass er Pell immer von der Ankunft bei der Kathedrale bis zu dem Moment, wo er diese wieder verlasse, begleite. Portelli hat vor dem Richter klar gemacht, dass es daher unmöglich einen Vorfall gegeben haben könne.


Außerdem gibt es laut dem Journalisten keinen einzigen anderen Zeugen, der diesen Vorfall bezeugen könne, und dies, obwohl die Kathedrale zu diesem Zeitpunkt noch mit Menschen voll war. Bolt erinnerte auch daran, dass es keinen anderen ähnlichen Vorfall mit Pell und es auch hier keine anderen Beschuldiger gab. Normalerweise seien sexuell gestörte Triebtäter Serientäter und vergehen sich an mehreren Kindern. Es sei daher kein Wunder, dass die 1. Jury bei diesem Fall klar zu dem Urteil kam, dass Pell unschuldig sei.

Für den Kolumnisten steht auch fest, dass Pell, falls er wirklich ein Triebtäter wäre, doch niemals so dumm wäre, so etwas mitten in der Öffentlichkeit zu machen. "Es wird viele Leute geben, die zornig antworten, dass wir immer den Opfern glauben müssen, oder zumindest diesem Opfer. Warum aber würde jemand eine falsche Anschuldigung machen?", fragt Bolt. Doch Pell wurde in der Vergangenheit schon oft von Menschen mit Vorfällen beschuldigt, die sich immer als falsch herausgestellt hätten. "Vielleicht haben sie etwas vergessen. Oder vielleicht suchen Sie auch nach jemandem, der für ein Trauma, welches sie erlitten haben, büßen sollte und wählen den Mann, den die Medien schon immer als den konservativen Kirchenanwalt des Landes verunglimpft hatten."

Der Kolumnist erinnert dann ausführlich an einige Fälle, die man Pell anhängen wollte und die sich alle als falsch herausstellten. Darunter gab es einen Fall, bei dem behauptet wurde, dass Pell eines Tages an eine Tür angeklopft haben soll und es einen Übergriff auf ein Kind gegeben haben soll. Es stellte sich später heraus, dass der Kardinal zu dem Zeitpunkt meilenweit wo anders war und in seinem Büro gearbeitet hatte. Ein anderer Ankläger beschuldigte Pell, dass er diesem zu einem gewissen Zeitpunkt in Ballarat von einem Missbrauchspriester erzählt habe. Auch das erwies sich als falsch. Pell war zu dem Zeitpunkt in Europa zum Studium, sein Pass bezeugte dies. Gerald Ridsdale, ein Missbrauch-Priester, behaupte, dass Pell ihm geraten habe, den Missbrauch durch seinen Onkel niemandem zu erzählen. Die Geschichte wurde von Medien wie ABC hochgespielt, später stellte sich nach einer Untersuchung heraus, dass es auch dafür keinen einzigen Beweis gab.

Bolt schreibt abschließend: "Pell hat so viele falsche Anschuldigungen überlebt. Und jetzt ist er durch eine der unwahrscheinlichsten von all diesen Fällen gefallen. Meiner Meinung nach ist dies unser OJ Simpson Prozess, allerdings umgedreht. Ein Mann wurde für schuldig befunden, nicht aufgrund von Fakten sondern von Vorurteilen."

George Pell war zunächst Erzbischof von Melbourne, dann bis 2014 von Syndey. Im Februar 2014 wurde er zum Präfekten des vatikanischen Wirtschaftssekretariats ernannt; derzeit ist er für die Dauer seines Gerichtsverfahrens in Australien von seinen Amtspflichten freigestellt. Von April 2013 bis Oktober 2018 war er Mitglied des Kardinalsrats. Er ist 77 Jahre alt.

Weitere kath.net-Artikel über Kardinal Pell.

Archivfoto Kardinal Pell



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Lesermeinungen

 lakota 2. März 2019 
 

@Alpenglühen

Ich habe gestern noch Kapitel 3, Nr. 3 in „Der Diktatorpapst nachgelesen, Sie könnten mit Ihren Vermutungen völlig recht haben, im Ernst! Was da alles steht ist sehr bedenklich. Beten wir, daß Kardinal Pell das heil durchsteht.


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 benedetto05 1. März 2019 
 

Zeuge zeigt kein Rückgrat

...mit Rückgrat live im Gerichtssaal in Gegenwart des Angeklagten zu tun
und auch kritische Nachfragen der Verteidigung zu zu lassen, es sei denn,
er ist aus Krankheitsgründen oder Gründen sehr hohen Alters und Gebrech-
lichkeit daran gehindert.

Jetzt bete ich die Litanei zum heiligen Josef. Solch eine Ungerechtig-
keit gegenüber dem Kardinal - das kann doch der liebe Gott nicht zu-
lassen! Heiliger Josef - bitte für Kardinal Pell und alle unschuldig
verurteilten Menschen. Amen.


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 lesa 28. Februar 2019 

Die Gemeinde betete inständig für Petrus (Apg)

@Ginsterbusch: Ja, beten. Wie die ersten Christen für die inhaftierten Apostel und für Petrus beteten, der dann durch den Engel befreit wurde.
(siehe Apg.)
Zu den Heiligen Engeln beten!


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 Gandalf 28. Februar 2019 

Und bei Nick Sandmann sah man, dass ..

.. vor allem auch kath. Kreise / Bischöfe super schnell bereit sind, die steine zu heben und zu werfen und die Wahrheit dann schneller begraben wird als man schauen kann. Nick hatte das Glück, dass einige gewichtige US-Medien-Leute/Politiker (Trump) hier schnell sahen, was für ein irres Spiel lief. Auch Pell hat durchaus einige Medien, die hier wahrheitsgetreu berichten und auch gewichtige Freunde, die ihn nicht aufgeben, die kommen allerdings - was für eine Überraschung - nicht aus der Kirche ;-)


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 Gandalf 28. Februar 2019 

Was BILD bei Kardinal PELL macht ist wirklich eine Schande....

So mies berichten ja nicht einmal austral. Medien... Und immerhin 2 Ex-Premiers haben sich für Pell ausgesprochen (kommt morgen auf kath.net), bei BILD kein Wort davon, lieber eine halbwahre Story irgendeiner Frau, die was gg. pell hat... Wirklich mies!

Morgen kommen auf www.kath.net 3 tolle Storys über PELL, alle fundiert, Hintergründe, die ihr vermutlich nicht bei der Süddeutschen, Bild, häretischd usw. finden werdet..

Aber spätestens seit Sandmann sollte klar, dass viele Medien kein Interesse an einer wirklichen Wahrheitsfindung haben


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 myschkin 28. Februar 2019 
 

@Bernhard Josef

In diese Richtung, was die Worte dieses Anwalts als Rattenschwanz nach sich ziehen können, habe ich auch nachgedacht. Vor allem ist zu bedenken, dass die kirchliche Justiz in Rom sich pflichtgemäß inzwischen auch mit diesem Fall beschäftigt. Da haben wir es aber mit einem anderen Rechtssystem zu tun als in Australien. Und wer ist juristisch so gebildet, dass er einschätzen kann, was die den Kardinal belastenden Worte seines Anwalts in der römischen Justiz auslösen werden? Da treffen ja zwei Rechtstraditionen aufeinander. Und womöglich sind die Worte des Anwalts, mögen sie auch aus taktischen Gründen für die australische Justiz bestimmt gewesen sein, nach römischem Recht Beweismittel, die sich gegen den Kardinal kehren können?


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 Alpenglühen 28. Februar 2019 

@Philipp Neri – Prima, Sie haben die Erläuterungen von @Bernhard Joseph

zum angelsächs. Rechtssystem gefunden - nachzulesen im Art. Nr. 67079.
Haben Sie von „katholisch.de“, m.E. das persönl. Sprachrohr des Vorsitzenden der DBK, etwas anderes erwartet?... s. auch die Kommentare von @MSM, @Ruah u. @wedlerg. Der Vorwurf des „sex. Mißbrauchs“ ist gerade in der heutigen Zeit DAS Mittel der Wahl, um unbequeme Mahner loszuwerden.

@Herbstlicht Vatikan – wo steht er?
Sollte die Meldung des DLF stimmen, frage ich mich, warum der Vatikan nicht schon viel eher ermittelt hat! Ja richtig, mit der Wahrheit hat man’s ja dt. meist nicht so ganz. Od. soll genau jetzt der passende Zeitpunkt sein, um Kard. Pell endgültig loszuwerden? Vermutl. meint da jemand im Vatikan, der tatsächl. Hintergrund könnte dann verborgen bleiben. s. Kapitel 3, Nr. 3 in „Der Diktatorpapst“.
Falls sich das ‚unschuldig’ bei den Ermittlungen nicht verhindern läßt, kann ja der ruinierte Ruf vorgeschoben werden, daß Kard. Pell seine z. Zt. ruhende Aufgabe nicht wieder aufnehmen darf. Ironie aus.


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 nazareth 28. Februar 2019 
 

Danke für den Zuspruch!Es freut mich den Konsens im Forum herauszulesen bezüglich des Umgangs mit Missbrauchstätern. Wo Schuld festgestellt wird, braucht es ein ordentliches Gerichtsverfahren, Opferschutz und Strafe. Aber keine Bauernopfer und Sündenböcke! Keine Trittbrettfahrer die sich Geld erwarten und keine angeheuerten falsche Zeugen aus ideologischen Gründen.Wir lieben unsere Kirche und sind deshalb in dieser Position so zu denken.Dadurch helfen wir auch den Medien mit unseren Kommentaren, die Objektivität und Fairness einfordern, die journalistische Sorgsamspflicht einzuhalten und nicht in einseitige (ideologische) Berichterstattung zu verfallen... Ich glaube Nick Sandmann in Amerika ist auch ein Warnschuss gewesen.Ich freue mich auch über die Vernetzung mit Ihnen allen.Nicht nur,dass wir uns austauschen können,wir sind auch gemeinsam hörbarer. Danke an kath.net,uns als Lautsprecher die Informationen zu liefern!So können wir uns gemeinsam einsetzen.Jeder wie er kann und will!


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 Zeitzeuge 28. Februar 2019 
 

Werter Bernhard Joseph!

Bezügl. des Anwalts von Kardinal Pell
kann man googeln:

wikivisually.com Robert Richter lawyer

da steht u.a.:

1946 geb. in Kirgisistan

nach 10 Jahren Wohnsitz mit den Eltern
in Israel nach Australien ausgewandert,

angebl. "progressiver Atheist".

Ggfls. bitte selber recherchieren.

Damit erreicht die Verwirrung einen
weiteren Höhepunkt, wohl nicht nur für
mich, falls die Angaben stimmen, ist das
für mich nicht nachvollziehbar.

Hoffen und beten wir weiterhin um einen,
fairen, obejektiv gerechten Ausgang für
Kardinal Pell.

Aus meiner Sicht gbit es vorerst nichts
weiter zu dieser Causa zu sagen!

Wünsche einen gesegneten, besinnlichen
Abend!


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 Bernhard Joseph 28. Februar 2019 
 

@Philipp Neri

Ja das angelsächsische Rechtssystem ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Wenn man aber zudem etwas nüchtern bedenkt, dass Kardinal Pell ja explizit weiter seine Unschuld beteuert, dies der Anwalt auch ausdrücklich betont, nur eben den Juryspruch akzeptieren muss, dann kann der Anwalt im objektiven Sinn die Anschuldigungen nicht bestätigen.

Es hätte ja für Pell dann auch keinerlei Sinn mehr in Berufung zu gehen, wenn der Anwalt die unterstellten Taten bestätigte!

Zudem darf ein Anwalt nur bestätigen, wozu ihn der Mandant bevollmächtigt.

Ich frage mich aber, wer diesen Anwalt ausgesucht hat, der offenbar nicht bedenkt, wie seine Anwaltstaktik auf die Öffentlichkeit wirkt. Der Mann hätte doch einfach das Geschwätz lassen können und seine Worte sehr genau wählen müssen. Es spielt doch gar keine Rolle wie hoch das Urteil ausfällt, da Pell 77 Jahre alt ist. Der Anwalt hat auf jeden Fall mit diesem taktischen Gerede die Ehre von Pell übel beschmutzt - ich würde den als Anwalt rausschmeißen.


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 Philipp Neri 28. Februar 2019 

Ich habe mir jetzt die Erklärungen von Bernhard Joseph dazu durchgelesen!

Das ist ja tatsächlich ein gewöhnunsbedürftiges Rechtssystem dort. Das deshalb der Anwalt so argumentiert hat, war mir nicht klar.
Dass hier die Medien das natürlich sofort aufgreifen und als Eingeständnis für eine Schuld auslegen, ist dann verständlich.
Vielleicht sollte man das hier mal so darstellen!


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 Philipp Neri 28. Februar 2019 

Anwalt von Pell räumt nun Übergriffe ein!

Das Fragezeichen in meiner Überschrift habe ich nun herausgenommen und durch ein Ausrufungszeichen ersetzt!
Wenn der Anwalt sich schon so äußert, dann kann man das nicht einfach außer Acht lassen!
Wir sollten alle demütiger werden!


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 Philipp Neri 28. Februar 2019 

Anwalt von Pell räumt nun Übergriffe ein?

Der Anwalt von Pell räumt nun sexuelle Übergriffe des Kardinals angeblich ein?
So berichtet "katholisch.de" darüber!

www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/pell-anwalt-ja-es-hat-sexuelle-ubergriffe-des-kardinals-gegeben


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 Geroni 28. Februar 2019 
 

Das klingt alles nicht gut,

es kann sein, dass Einzelne in Rom ihn loswerden wollten und dass er hier wirklich unschuldig ist.
Andererseits gab es in Australien aber Mißbrauchskandale mit Vertuschung.
Und er war dort Erzbischof. Dann ist er mit Vertuschung konfrontiert oder belastet. So behauptet zumindest das Handelsblatt.


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 lesa 28. Februar 2019 

Beispiel

@[email protected] Fleischer: Ihr Beispiel hat mich überzeugt dass es richtig und sinnvoll ist, dem Gewissensimpuls nachzugeben und ebenfalls in dieser Richtung aktiv zu werden.


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 Zeitzeuge 28. Februar 2019 
 

Alles klar, werter Philipp Neri, dann sehen wir das

als eine Art "Selbstentlarvung" der
"Bild-Zeitung" an!

Wünsche einen schönen Tag!


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 Bernhard Joseph 28. Februar 2019 
 

@myschkin

Die Unschuldsvermutung ist ein hohes, ja vielleicht das höchste Rechtsgut.

Von daher ist - bitte nicht als Kritik sondern als Nachdenklichkeit zu verstehen - Ihr Satz "Es kann sein, dass die Anklage Recht hat" schon sehr problematisch.

Ein Angeklagter steht solange unter dem Schutz der Unschuldsvermutung, bis seine Schuld einwandfrei - und nicht auf Grundlage von Vermutungen - bewiesen ist.

Ihr Satz impliziert eine Schuldvermutung, die dürfen wir aber auf Grund der höherwertigen Unschulsvermutung nicht machen.

Pell gilt solange als unschuldig und nicht in einem relativen sondern absoluten Sinn, bis eine Schuld einwandfrei bewiesen würde.

Der Prozeß spricht der Unschuldsvermutung Hohn, er tritt sie mit Füßen und daher hat der australische Jesuitenpater und Menschenrechtsanwalt Brennan eindeutig Recht, wenn er hier eine schwere Krise des australischen Justizsystems erkennt.

Nach dem, was derzeit an Fakten vorliegt, ist Kardinal Pell als ganz klar unschuldig anzusehen!!


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 Bernhard Joseph 28. Februar 2019 
 

Werter Zeitzeuge - BILD-Zeitung ist unterstes journalistisches Niveau

Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Dieses Blatt brilliert durch einen journalistischen Stil, der so trivial und abstoßend ist, dass ich seit über 50 Jahren dieses Blatt konsequent meide, ja einen tiefen Groll empfinde, wenn ich jemanden sehe, der dieses Blatt liest.

Man erinnere sich noch an die dümmliche Schlagzeile der BILD zur Wahl von Joseph Ratzinger zum Papst: "Wir sind Papst!"

Wie innig die BILD Redaktion mit dem katholischen Glauben verbunden ist, sieht man am Frontalangriff mit den 12 "Thesen" gegen die katholische Lehre, die BILD dieser Tage titelte.

Kardinal Pell ist denen so egal, wie die Wahrheit lediglich als Spielball medialer Manipulation angesehen wird.


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 Philipp Neri 28. Februar 2019 

@Zeitzeuge

Sogar "Gandalf" hat diese Tage nach "Bild" verlinkt!
Ich wollte damit aufzeigen, dass die Bild-Zeitung nach ihren schlimmen Schlagzeilen zu Pell nun merkt, ihre Verurteilungen mit hervorgekramten weiteren "Zeugen" untermauern zu müssen, die mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun haben!


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 Zeitzeuge 28. Februar 2019 
 

Bild-Zeitung bei kath.net?

Dieses Blatt liegt wohl nicht nur weit
unter meinem Niveau, zur Erinnerung:

Bild.de vom 09.05.2010

"Walter Mixa: Hat der Bischof einen
Jungen missbraucht?"

Natürlich waren die Vorwürfe haltlos,
aber "Bild-Leser" waren "wohlinformiert"!

Nein, diese Verlinkung habe ich mir nicht angeschaut, mich interessieren
nachgewiesene, überprüfbare Fakten und nicht kolportierte Behauptungen der "Sensationspresse"!

Ich wünsche allen Bild-Lesern einen
bildungsreichen Tag!


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 Rolando 28. Februar 2019 
 

Beweis der Unmöglichkeit

Ich bin selbst Mesner, das der Hw. Kardinal nach einer Hl. Messe in der Sakristei sowas getan haben könnte ist unmöglich. Er sind dort immer mehrere Personen, sowas geht gar nicht.
Beten wir für ihn, damit er es durchsteht. Hoffen wir auf reiche Frucht, die die heutigen Medienmartyrer hervorbringen.


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 Stefan Fleischer 28. Februar 2019 

@ nazareth

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz.
Auch ich hatte gestern den Artikel von kath.net der Redaktion unserer Tageszeitung zugestellt und diese darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Berichterstattung sehr einseitig sei. Heute habe ich nun nachgedoppelt, indem ich diese Herren und Damen auf die Korrektur durch den ORF hingewiesen und noch die Ausführungen der Tagespost beigelegt habe. Nun bin ich gespannt.


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 Fragezeichen?! 28. Februar 2019 
 

Nur so ein Gedanke:

vermutlich ist Kardinal Pell der erste unschuldig verurteilte und inhaftierte Priester in diesem Zusammenhang in dieser aufgewühlten Zeit (vgl. die Situation unseres aufrechten Jesus damals...), aber er ist höchstwahrscheinlich wohl leider nicht der letzte. Vielleicht kommt hier auch gerade etwas ins Rollen ...


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 Philipp Neri 27. Februar 2019 

Neue Vorwürfe gegen Kardinal Pell

Die Bild-Zeitung bringt heute Abend weitere Vorwürfe gegen Kardinal Pell aus Australien.
Der Artikel ist überschrieben mit "Er schikanierte uns bis zur Unterwerfung".
Hier wirft eine Mutter dem Kardinal mangelnde Empathie für ihre von einem Priester missbrauchten Kinder vor, nachdem sie sich in ihrer Not an den Kardinal schutzsuchend gewandt hatten.
Hat einer hierüber weitere Informationen?
Jetzt wird anscheinend intensiv in seiner Vergangenheit gesucht.

m.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/eltern-von-missbrauchs-opfern-er-schikanierte-uns-60379624.bildMobile.html


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 myschkin 27. Februar 2019 
 

Noch ein Letztes

zu diesem verstörenden Gerichtsverfahren: Haben die belastenden Zeugen unter Eid ausgesagt? Bislang weiß man nur von einem einzigen Zeugen, über dessen Vereidigung nicht das Geringste zu lesen ist: Wie steht es um seinen Leumund? Kann er als glaubwürdig gelten? Und weshalb? Nach solch einem lange Zeitraum zwischen angezeigtem Tathergang und Gerichtsprozess sind eindeutige Antworten auf derlei Anfragen von der Jury begründet und gerichtsfest darzulegen. Hat das stattgefunden? Bislang ist dazu aus den Medien nichts zu erfahren. Kurzum: Die Öffentlichkeit ist nicht in der Lage, sich objektiv orientieren zu können. Sie ist in entscheidenden Umständen des abgeurteilten Tathergangs unzureichend informiert. Das geht gar nicht. Leben wir denn in Zeiten der Voraufklärung? Wenn ein Kardinal ins Gefängnis geschickt wird, hat auch die australische Justiz vor der Weltöffentlichkeit Rechenschaft zu geben - und zwar so, dass auch Katholiken diese Entscheidung nachvollziehen und billigen können.


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 myschkin 27. Februar 2019 
 

Niemand von uns Katholiken weiß,

was tatsächlich passiert ist - nicht einmal der Heiliger Vater. Es ehrt aber alle, die nun darauf beharren, dass in diesem Fall das Unrecht noch nicht erwiesen ist und die deshalb wegen des vorläufigen Urteilspruchs gehörige Zweifel anmelden. Es kann sein, dass die Anklage Recht hat. Es kann aber auch sein, dass hier ein schlimmer Irrtum aus welchen Gründen auch immer vorliegt. Wie es nun auch immer gewesen sein mag: Selbst wenn wir Gutgläubigen von einem bösartigen Kardinal arglistig getäuscht worden sein sollten, so ist es dennoch aller Ehren wert, sich eine solche Infamie nicht vorstellen zu können. Kurzum, ich bleibe dabei: Kardinal Pell mag sein, wie er eben ist, eine solch abstoßende Sünde, wie sie ihm vorgehalten worden ist, muss hieb- und stichfest bewiesen werden. Und nota bene: Es kann durchaus sein, dass hier keine Klarheit zu gewinnen ist. Dann gilt in zivilen Gesellschaften: In dubio pro reo.


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 studiosus 27. Februar 2019 

Es

Es ist eine weltweite Empörung über dieses Urteil vernehmbar. Hervorragend. Es ist ja auch wirklich offensichtlich.
Nur, das Beängstigende dabei ist: hätte man es ein wenig schlauer und "ausgeklügelter" angestellt, würde heute die GESAMTE Welt den Kardinal für schuldig halten!
Es gibt sehr eindeutige Fälle (eindeutig wahr oder eindeutig falsch), aber bei der großen Mehrheit der Fälle ist es extreeeem schwer, richtige von falschen Anklagen auseinanderzuhalten.
Wer geschickt ist, wird leicht unliebe Gegner "wegräumen" können.


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 Montfort 27. Februar 2019 

Ich vermute, dass der falsche "Ankläger" gegen Kard. Pell

von der Internationalen Freimaurerei "gedungen", also "bezahlt" ist.


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 introibo 27. Februar 2019 
 

Unverkennbar

meines Erachtens ist der Einfluss der marxistisch geprägten Befreiungstheologie bezogen auf das Personalmanagement der Leitungsspitze unserer Heiligen Kirche. Wenn man sich mal so die Säuberungsaktionen der Vergangenheit ansieht (Kardinäle Müller und Burke - jetzt Pell) fühlt man sich sehr an das Zitat Mao Zedongs erinnert, der einmal sagte: ..."Bestrafe einen, erziehe hundert...


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 Bernhard Joseph 27. Februar 2019 
 

@nazareth

In der Tat muss ständig weiter darauf hingewiesen werden, welche Ungereimtheiten in dem Prozess auffällig sind und dass von einem fairen Prozess zu sprechen,der blanke Hohn ist.

Es gibt auch noch ehrliche Journalisten, die noch einen journalistischen Ethos hoch halten.

Liebe kath.net Redaktion, macht weiter diese gute Aufklärungsarbeit, denn damit treibt ihr die hetzende Press in die Enge!


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 Gambrinus 27. Februar 2019 
 

PELL FOR POPE!!!


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 Konrad Georg 27. Februar 2019 
 

So, wie ich Priestern

alle Schandtaten inzwischen zutrauen muß, genauso muß ich davon ausgehen, daß Haß gegen Priester zu Ehrabschneiderei, Rufmord und anderen Schandtaten befähigt.


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 Rita1937 27. Februar 2019 
 

an Fleischer.
Danke für diese Worte, sie sagen aus, was wir alle ahnen. Denn diesem Mann geschieht Unrecht! Vergessen wir nicht: Gebet kann viel helfen.


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 Smaragdos 27. Februar 2019 
 

Anspielung von Alan Ames auf Kardinal Pell?

Der folgende Auszug aus einem Text vom (in Australien lebenden) Mystiker Alan Ames scheint mir eine eindeutige Anspielung auf den Fall Kardinal Pell zu sein:

The justice systems of many countries bow to political pressure or are influenced by public opinion and the story lines that the media or online social media sites often present and facts seem to mean little. Accusations without evidence leads to people being declared and found guilty. The innocent even when they have witnesses to corroborate their innocence are found guilty on uncorroborated evidence. Also those who claim to be innocent and maintain their innocence after being found guilty are said to have shown no remorse and condemned for that but why would you show remorse if you are innocent? To show remorse would say you are guilty. So it seems when innocent people who maintain their innocence are terrible for doing so.


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 Stefan Fleischer 27. Februar 2019 

Es scheint fast unmöglich,

dass in diesem Fall, wie in vielen anderen Fällen auch, die Wahrheit, die ganze umfassende und ungeschminkte Wahrheit, ans Licht kommen wird. Doch eines ist sicher. Gott weiss alles, das wie und auch das warum. Und er ist der gerechte Richter der Lebenden und der Toten. Seinem Gericht kann sich niemand entziehen. Er wird " jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen." (Mt 16,27) "Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt." (Mt 5,11-12) Trösten wir uns mit diesen Worten.


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 introibo 27. Februar 2019 
 

@wedlerg

Das ist ja interessant, was Sie schreiben und bringt Licht in die ganze Sache!
Vielen herzlichen Dank!


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 Smaragdos 27. Februar 2019 
 

Nachfolge Christi

Ich bin von der Unschuld von Kardinal Pell überzeugt. Deswegen kommt mir dieser ganze Prozess wie eine Vorwegnahme des Karfreitags vor, wo schon vor 2000 Jahren ein Unschuldiger zu Unrecht verurteilt wurde... Kardinal Pell folgt hier, ob gewollt oder nicht, seinem Herrn. Möge er die nötige Kraft von oben bekommen, um sein schweres Kreuz dieser schreienden Ungerechtigkeit mit Jesus zu tragen.


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 wedlerg 27. Februar 2019 
 

@Adamo: so ist es!

Die Story, dass Priester Kinderschänder seien ist im übrigen auch NAZI-Propaganda gewesen.

Bei PEll kommt vieles zusammen: er hat sich im Vatikan mit dem Staatssekretariat angelegt, innerkirchlich mit Gender- und Homo-Lobbyisten (Coccopalmerio war sein erbitterter Feind im Vatikan - der Kardinal mit den Kokain-Orgien). Außerhalb der Kirche hat er sich mit allen angelegt: mit den Atheisten um Dawkins, mit den Klimwandelbefürwortern, mit den Hedoniten.

Der Mann ist bodenständig, sportlich und rechtgläubig. So jemand muss weg.

Es ist geradezu lächerlich, dass in der Kirche Leute am Ruder sind a la Daneels und McCarrick und Pell und ähnliche werden weggemobbt, verfolgt, in den Schmutz getreten.


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 Andrzej123 27. Februar 2019 
 

@myschkin

"Leute, die von sich bloß behaupten, sie seien Opfer, hat der Kardinal Schönborn sicher nicht gemeint."
Im Kontext ua. von metoo ist die Aussage von Kardinal Schönborn so zu verstehen, dass der Opferstatus von Klägern bei dieser Thematik nicht in Frage gestellt werden darf.
Er selbst hat dies ja deutlich gemacht, als er Doris Wagner sogar noch entgegen einer schon vorliegenden gerichtlichen Entscheidung bzgl Ihrer Behauptung vergewaltigt worden zu sein versichert hat: "Ich glaube Ihnen".


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 stephanus2 27. Februar 2019 
 

immer Glauben schenken ?

"Könnte die Anschuldigung auch falsch sein ?" Das ist eine notwendige begründete Frage bei j e d e r Anschuldigung !!Darauf beruht doch ein Gerichtsprozess: die Anklage und Anschuldigung eines Staatsanwaltes wird geprüft, ob sie überhaupt zutrifft !! J e d e r Fall muss sorgfältig geprüft werden. "Immer den Opfern glauben"ist für mich unsachlicher Unsinn, egal um was es geht. Auch die als Opfer Auftretenden müssen auf unredliche Motive und evtl Lügen natürlich überprüft werden. Von einem kath. Priester missbraucht worden zu sein, kommt ja heute fast einem Prestigegewinn als Megaopfer gleich, von Geld zu schweigen.Ich meine die Trittbrettfahrer,n i c h t die echten Opfer.Es gibt beides ! Für mich hat ein Priester, der wirklich missbraucht hat, ins Gefängnis zu wandern.


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 Diadochus 27. Februar 2019 
 

Komplott

Um hier ein vollständiges Bild zu erhalten, ist es sinnvoll, nochmal in dem Buch "Der Diktator Papst" nachzulesen. Da finden sich wertvolle Mosaiksteinchen dazu. Kardinal Pell war im Vatikan Vorsitzender des Wirtschaftssekretariats, das mit der Finanzreform betraut war. Kardinal Pell war zu gründlich. Er war kurz davor ungeheure Schmierereien aufzudecken. Merkwürdigerweise flammten just zu dem Zeitpunkt in Australien die Missbrauchsvorwürfe auf, sodass Kardinal Pell in seine Heimat reisen musste. Gibt das nicht zu denken? Sein Sekretariat wurde aufgelöst. Seine Mitarbeiter entlassen. Es war eine elegante Weise des Staatssekretariates um Kardinal Parolin, sich eines unbequemen Kontrahenten zu entledigen. So läuft das.


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 myschkin 27. Februar 2019 
 

@Andrzej123

Da haben Sie m. E. etwas missverstanden: Die Aussage des Kardinals Schönborn, dass man den Opfern glauben soll, ist ja richtig. Es müssen aber auch tatsächlich Opfer sein! Schlimme Fehler wurden gemacht, als man tatsächlichen Opfern keinen Glauben schenkte. Leute, die von sich bloß behaupten, sie seien Opfer, hat der Kardinal Schönborn sicher nicht gemeint.


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 Adamo 27. Februar 2019 
 

Das Gericht in Melbourne erinnert mich an die Urteile der Nazis,

die auch nicht RECHT gesprochen haben und Christen verurteilten nur weil sie Christen waren wie der Kardinal Pell.


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 Hubert_2 27. Februar 2019 
 

Ich hoffe für Kardinal Pell, dass

er möglichst unbeschadet aus dem Verfahren herauskommt. Letztlich steht doch hier Aussage gegen Aussage, und ich halte Laienrichter für schlichtweg nicht kompetent nach Glaubwürdigkeit in einer so diffizilen Materie zu urteilen. In Deutschland hat man auch in Folge der Wormser Prozesse da ein geschärfteres Problembewußtsein. Man lese dazu den Wikipediaartikel, wenn es nicht so tragisch für die Betroffenen wäre, könnte man über die Komik der Vorwürfe lachen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Prozesse


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 introibo 27. Februar 2019 
 

Zweifelhafte Angelegenheit

@freya
@ruah
Da denke ich, soll jemand ausgeschaltet werden, weil er der obersten Leitung unserer Heiligen Kirche nicht gefällt.
Andererseits kann man durch diese plakative Aktion von Misständen in Rom hervorragend ablenken. Der Argentinien-Sumpf, die m.E. absolut ungenügende und fehlgeschlagene Missbrauchskonferenz, theologische Fragwürdigkeiten, McCarrick etc. werden im öffentlichen Bewusstsein an den Rand gedrängt.


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 Selene 27. Februar 2019 
 

@Herbstlicht

MC Carrick wurde aus dem Klerikerstand entlassen, das ist bereits die kirchliche Höchststrafe und man kann davon ausgehen, dass es ein kirchliches Verfahren gegeben hat.

Bei Kardinal Pell steht dieses Verfahren jetzt erst an. Was soll daran falsch sein?

Gleiches Recht für Alle eben.


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 martin fohl 27. Februar 2019 
 

Korrektur

Natürlich: vollkommene Rehabilitation des Beschuldigten nötig


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 martin fohl 27. Februar 2019 
 

Danke

für den aufschlussreichen Artikel von Gandalf! Auch der Kommentar bzgl des angelsächsischen Rechtes waren sehr aufschlussreich. Man kann nur mit dem Kopf schütteln, wie unsere Medien mit Kardinal Pell umgehen. Wie war das noch: Opfer und Täter gehören fair behandelt! Was aber ist, wenn es kein Opfer und Täter gibt? Auch hier wäre eine vollkommene Rehabilitation des Täters nötig, mit dementsprechender Entschädigung!
Sollten die Beschuldigungen jedoch stimmen, wäre es für das Seelenheil von Kard. Pell besser, er würde sie zugeben!


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 Marcus, der mit dem C 27. Februar 2019 
 

@Bernhard Joseph

Der erste Prozeß war ein Fehlprozeß, die Geschworenen werden dem Richter mitgeteilt haben, daß sie sich nicht einigen können. Ob der Richter sie nochmal zur Beratung geschickt hat, ist nicht überliefert, auf jeden Fall wurde der erste Prozeß vom Richter zum Fehlprozeß erklärt, da die Jury sich nicht einigen konnte. Der Staatsanwalt hat daraufhin erneut Anklage erhoben und so den zweiten Prozeß gestartet. Double jeopardy hätte gegriffen, wenn der erste Prozeß einstimmig auf Freispruch gelautet hätte (kein Fehlprozeß) aber der Staatsanwalt versucht hätte eine erneute Anklage durchzubringen. Es kann sein, daß es da noch eine Unterscheidung gibt zwischen einem Freispruch aus Mangel and Beweisen und einem Freispruch wegen erwiesener Unschuld, aber da bräuchten wir dann einen echten Juristen. :-)


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 Andrzej123 27. Februar 2019 
 

"Wir glauben den Opfern"

"Den Opfern zuhören und ihnen glauben: Das hat Kardinal Christoph Schönborn als die wohl wichtigsten Aspekte im Umgang mit Missbrauch hervorgehoben."
(www.vaticannews.va)
Haben sich die Geschworen im Fall Pell nicht schlicht und einfach an diese "katholische" Vorgabe gehalten?
Kardinal Pell wird verm. freigesprochen werden, aber ich frage mich schon jetzt, ob er danach den Mut haben wird, sich gegen die unfassbare rechtsstaatswidrige Vorgabe von Kd. Schönborn zu äußern.


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 lesa 27. Februar 2019 

Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet

Fortsetzung zu "Gott hörte ihr Rufen: "...Die Glieder der Eccclesia, müssen lernen im Frieden und in der Verfolgen, im Leben und im Tod, fest mit dem Leib Christi verbunden zu bleiben, mit ihm im Garten...auch im Ölgarten ...


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 Bernhard Joseph 27. Februar 2019 
 

@Marcus, der mit dem C

Zum besseren Verständnis eine Frage, da Sie ja offensichtlich im angelsächsischen Recht gut bewandert sind:

Die erste Jury hatte 10 zu 2 für Pells Unschuld votiert. Offenbar konnten die 2 Jurymitglieder nicht auf die Seite der 10 anderen Jurymitglieder gezogen werden.

Da es einen erneuten Prozeß mit einer anderen Jury gab, muss ja dieser Entscheid zum erneuten Prozeß gefällt worden sein ("hung jury") oder sehe ich da was falsch?

"Allerdings stößt dies auch an Grenzen, wenn die Jury partout nicht zu einer einstimmigen Entscheidung kommt."

War nun der Prozeß mit der ersten Jury ein "Fehlprozeß" oder hätte hier auch die von Ihnen genannte double jeopardy Regel greifen können und warum hat sie nicht gegriffen und wer entschied das?


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 Ruah 27. Februar 2019 
 

Familiensynode war gemeint!


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 lesa 27. Februar 2019 

Der Herr erhörte ihr Rufen

"Der Herr erhörte ihr Rufen. Als man Susanna zur Hinrichtung führte, erweckte Gott den Heiligen Geist in einem jungen Mann namens Daniel...Er trat mitten unter sie und sagte: Seid ihr so töricht, ihr Söhne Israels? Ohne Verhör und ohne Prüfung der Beweise habt ihr eine Tochter Israels verurteilt. Kehrt zurück zum Ort des Gerichts." (vgl Daniel 13)
Vielleicht ist ein solcher Journalist, der nicht einmal katholisch ist, aber Charakter hat, jemand wie Daniel.
In einem Betrachtungsbuch zu den liturgischen Lesungen durch das Kirchenjahr vergleicht vergleicht eine Benediktinerin die Gestalt der Susanna im Garten mit der Ekklesia, der Reinen, von Christus Erfüllten, die den Hass, die Versuchung und die Anfeindung der Verderbnis erfährt. Mit und in Christus ist sie bei allen Nachstellungen im Grunde unangreifbar, unzerstörbar. Die Glieder der Eccclesia, müssen lernen im Frieden und in der Verfolgen, im Leben und im Tod, fest


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 Ad Verbum Tuum 27. Februar 2019 

Möge die Wahrheit siegen ...

mehr vermag ich aus der Ferne kaum hinzufügen.
Leider ist es in der heutigen Zeit kaum möglich, Themen ohne Skandalisierungen und Empörungswellen zu behandeln. Hierzu zähle ich auch den Missbrauch des Missbrauchs.
Damit will ich sicherlich NICHT den Missbrauch relativieren, seiner Schwere berauben.
Es ist schon sehr verstörend, wie sehr nur die Kirche Ziel der Agitation zu sein scheint. Viele Fälle liegen lange zurück - und welche andere Organisation hat seitdem es bekannt wurde ähnlich viel zur Prävention getan?
Mich beschäftigt auch sehr die Frage nach der VERTUSCHUNG ... gerade auch im Blick der Zeit (Wahrnehmung). Vertuschung ist Dinge zu verschweigen von denen ich mit Sicherheit weiß ... Was aber, wenn ich nur davon hörte, was wenn es jemand ist, den ich gut kenne und ihm nicht zutraue? Es gibt m.E. viele Umstände die zur Zeit allzu leichtfertig der Vertuschung zugerechnet werden UND mehr und mehr denunziatorischen Charakter entwickeln, neue Jakobiner ins Leben rufen.


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 myschkin 27. Februar 2019 
 

Es ist nicht korrekt,

wenn die Öffentlichkeit nicht erfährt, was die Jury dermaßen beeindruckt haben könnte, dass sie den in den Medien kolportierten Tathergang für erwiesen hält. Ein Gericht hat in einem Rechtsstaat darzulegen, wie es sein Urteil begründet und zwar so, dass Zweifel an der Korrektheit des Schuldspruchs gar nicht erst aufkommen können. Welche Beweise, die ins Verfahren gestellt wurden, waren also dermaßen belastend, dass ein Schuldspruch zwingend war? Hier steht das Gericht für seine Entscheidung unter Rechtfertigungsdruck - wie gegenüber dem Angeklagten, so gegenüber der Öffentlichkeit. Und hier darf die Öffentlichkeit in ihrem Begehren nach Aufklärung nicht nachlassen. Bislang ist das Urteil der Jury nämlich nicht nachvollziehbar. Es hat keinen Rechtsfrieden geschaffen. Im Gegenteil.


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 Herbstlicht 27. Februar 2019 
 

Vatikan? - Wo steht er?

In den 13 Uhr-Nachrichten des DLF gab es soeben die Meldung, dass der Vatikan eigene Ermittlungen gegenüber Kardinal Pell einleiten würde.

https://www.deutschlandfunk.de/missbrauch-vatikan-will-gegen-kardinal-pell-ermitteln.1939.de.html?drn:news_id=981427

Nun frage ich mich: Sind auch eigene Untersuchungen gegenüber Ex-Kardinal McCarrick geplant?
Soviel Fairness sollte schon sein!


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 Bernhard Joseph 27. Februar 2019 
 

@heinzminor - II

Diese Erfahrung hat aber nicht mein Rechtsempfinden eingetrübt. Es scheint überall Menschen zu geben, die ihren Sexualtrieb nicht im Griff haben und die sich schändlichst gehen lassen. Zum Teil wird die Entsittlichung noch als sexuelle Befreiung zelebriert und gefeiert, was im Grunde nur widerlich ist.

Ich bin, um wieder auf den Fall Pell zurückzukommen, schon auf Grund meiner im Grunde glücklicherweise banalen Erfahrungen mit sexuellen Anzüglichkeiten bestimmter Personenkreise, überzeugt, dass ein Mensch, der die Taten begeht, die Kardinal Pell vorgeworfen werden, diese nicht nur einmal begeht, sondern immer wieder und zwar zwanghaft. Genau aus dem Fehlen dieser Folgetaten halte ich Pell schon für unschuldig.

Viel eher glaube ich, dass Pell zur Zielscheibe des Hasses derer geworden ist, die in Pell das verabsolutierte Feindbild sehen, weil Pell die katholische Morallehre immer klar vertreten hat.

Es gibt auch den Missbrauch der falschen Anschuldigung aus blindem Hass!